IDF: Schnelle SATA-SSDs mit bis zu 160 GByte von Intel (U)

Flash-Laufwerke für Notebooks, Desktops und Server

Wie erwartet hat Intel auf seiner Entwicklerkonferenz IDF eine neue Generation von Solid State Disks (SSD) vorgestellt. Die "High-Performance SATA Solid-State Drive Product Line" umfasst Modelle im Format 1,8 und 2,5 Zoll.

Anzeige

SATA-SSDs von Intel
SATA-SSDs von Intel
Ab Mitte September 2008 sollen Intels SSD für Notebooks und Desktops unter dem Namen X18-M Mainstream (1,8 Zoll) und X25-M Mainstream (2,5 Zoll) mit 80 GByte auf den Markt kommen, später sollen noch Versionen mit 160 GByte folgen.

Sie basieren auf NAND-Chips von Intel in MLC-Bauweise (Multi-Level-Cell) und sind mit einer SATA-Schnittstelle ausgestattet. Die Intel-SSDs bieten Unterstützung für Native-Command-Queuing. Beim Schreiben sollen die Mainstream-SSDs 70 MByte/s erreichen, beim Lesen 240 MByte/s. Die Lebenszeit (MTBF) gibt Intel mit 1,2 Millionen Stunden an. Das sind 136 Jahre.

 

Der Stromverbrauch soll bei typischer Desktopnutzung bei 150 Milliwatt liegen, im Idle-Modus bei 0,06 Watt. Die Mainstreammodelle sind mit 80 und 160 GByte erhältlich. Preise nannte Intel noch nicht.

Intels SSD von innen
Intels SSD von innen
Für Server gedacht sind SSDs der Reihe X25-E Extreme mit 32 oder 64 GByte Kapazität. Hier kommt NAND-Flash in SLC-Bauweise (Single-Level-Cell) zum Einsatz, das eine höhere Schreibgeschwindigkeit verspricht. Intel gibt hier eine Schreibgeschwindigkeit von 170 MByte/s an, beim Lesen sollen 250 MByte/s erreicht werden.

Zudem sollen die Extreme-Modelle robuster sein, als MTBF nannte Intel hier 2 Millionen Stunden, und der Strombedarf soll unter typischer Belastung bei 2,4 Watt, im Idle-Modus bei 0,06 Watt liegen. Darüber hinaus können die Servermodelle mehr Datenströme gleichzeitig verarbeiten, Intel spricht von maximal 32 gleichzeitigen Operationen.

Innerhalb der nächsten drei Monate soll die X25-E Extreme mit 32 GByte auf den Markt kommen. Die 64-GByte-Version soll im ersten Quartal 2009 folgen. Preise nannte Intel auch hier nicht.

Nachtrag vom 20. August 2008, 6:45 Uhr:
Intels SSD von vorn
Intels SSD von vorn
Auch auf mehrfaches Nachfragen nennt Intel in San Francisco keinerlei Preise für seine SSDs. Einen ersten Hinweis gab aber der PC-Hersteller Falcon Northwest, der eines der Demosysteme für die Flash-Festplatten zeigt.

Darin steckt eine der 160-GByte-SSDs, im Vergleichssystem zwei Velociraptor-Festplatten von WD. Wie Falcon erklärte, sollen diese ungefähr das Gleiche kosten wie die Intel-SSD. Da die Velociraptors pro Stück rund 250 Euro kosten, kann man also von 500 Euro für Intels 160-GByte-SSD ausgehen. Das neue Laufwerk kostet damit auf die Kapazität gerechnet ungefähr das Vierfache der WD-Festplatte, die mit 10.000 Umdrehungen pro Minute läuft und bisher das schnellste Desktoplaufwerk ist. Dafür gibt es aber auch in etwa die doppelte Leistung.

Intels SSD von hinten
Intels SSD von hinten
In den Vorführungen von Falcon lief das Spiel Crysis im GPU-Benchmark doppelt so schnell, weil der Rechner mit dem Nachladen der Texturen von den WD-Platten trotz RAID-0-Verbund nicht nachkam. Das ist bei diesem Test aber nur im ersten Durchlauf der Fall, Crysis-Benchmarks sind dabei stets langsamer, unabhängig vom Massenspeicher.

Gezeigt wurde aber nur der erste Durchlauf des Tests. Beim tatsächlichen Spielen mit Crysis zeigt sich, dass der Titel nach dem Betreten eines Levels stets langsamer ist als einige Minuten danach. Die Festplatte arbeitet dabei stetig, offenbar werden die Texturen des Levels schon vorab in den Speicher geladen. Dieser Effekt, der vor allem von den kurzen Zugriffszeiten einer SSD profitiert, wirkt sich aber nicht auf die dauerhafte Leistung des Spiels aus, sondern sorgt nur für weniger Ruckler nach dem Start.

Die Macher des "Crysis Benchmark Tool" weisen auch darauf hin, dass man den ersten Durchlauf eines Tests ignorieren sollte. Er war auch bei den Grafikkartentests von Golem.de stets langsamer als folgende Messungen und fließt daher in unsere Ergebnisse nicht ein.


blablabla 12. Okt 2008

nein...das gilt pro zelle...was wiederum heißt dass eine zelle hinüber ist wenn...

tunnelblick 20. Aug 2008

warum soll das grade bei Intel utopisch sein?

lalalulu 20. Aug 2008

Was zum einen theoretisch blödsinn und praktisch unmöglich ist.

Nitpicker 20. Aug 2008

Was bitte ist Singel-Lebel-Cell? Oder ist gar 'SingLE LeVel Cell' gemeint?

Diplom Ingenieur 20. Aug 2008

Aber auch nur dann wenn er jede Sekunde die Festplatte einmal komplett vollmachen und...

Kommentieren



Anzeige

Anzeige

  1. Referatsleiter/in ABS Workflow and Batch Services in ABS Cross Functional Services
    Allianz Managed Operations & Services SE, Stuttgart
  2. Spezialist (m/w) Entwicklung Systemsoftware
    Torqeedo GmbH, Gilching (Großraum München) / Fürstenfeldbruck
  3. CRM Entwickler / Administrator (m/w)
    Nemetschek Allplan Systems GmbH, München
  4. IT Projektleiter (m/w)
    AVL DiTEST über M & P Leading Search Partners GmbH, Fürth

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Elektroautos

    Tesla will Akkufabrik in Deutschland bauen

  2. Studie

    Mädchen interessieren sich quasi gar nicht für IT-Berufe

  3. Taxi-Konkurrenz

    Uber will Gesetzesreform

  4. Star Citizen

    Virtuelles Raumschiff für 2.500 US-Dollar

  5. Patentstreit

    Samsung fordert Importverbot für Nvidia-GPUs

  6. Spieleklassiker

    Retrogolem spielt Star Wars X-Wing (DOS)

  7. Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test

    Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln

  8. Kanzlerhandy

    Bundesanwaltschaft will NSA-Ermittlungsverfahren einstellen

  9. Internetsuche

    EU-Parlamentarier erwägen Google-Aufspaltung

  10. 15 Jahre Unreal Tournament

    Spiel, Bot und Sieg



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Schlaf gut, Philae: Die aufregenden letzten Tage des Kometenlanders
Schlaf gut, Philae
Die aufregenden letzten Tage des Kometenlanders
  1. Rosetta-Mission Philae ist im Tiefschlaf
  2. Philae Kometen-Lander driftet ab
  3. Philae Erstes Raumschiff landet auf einem Kometen

Chaos Computer Club: Der ungeklärte Btx-Hack
Chaos Computer Club
Der ungeklärte Btx-Hack
  1. Geheimdienst BND möchte sich vor Gesichtserkennung schützen
  2. Sicherheitstechnik Wie der BND Verschlüsselung knacken will
  3. BND-Kauf von Zero Days CCC warnt vor "Mitmischen im Schwachstellen-Schwarzmarkt"

Core M-5Y70 im Test: Vom Turbo zur Vollbremsung
Core M-5Y70 im Test
Vom Turbo zur Vollbremsung
  1. Prozessor Schnellster Core M erreicht bis zu 2,9 GHz
  2. Die-Analyse Intels Core M besteht aus 13 Schichten
  3. Yoga 3 Pro Lenovos erstes Convertible mit Core M wiegt 1,2 Kilogramm

    •  / 
    Zum Artikel