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Bald Legalisierung von Filesharing in Großbritannien?P2P-Flatrate ab 2009 möglich
Ende Juli 2008 hatten sich auf Druck der Regierung sechs der wichtigsten britischen Internetprovider gegenüber dem Verband der britischen Musikindustrie (BPI), dem Verband der US-Filmindustrie (MPAA) und dem britischen Superministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verbraucherschutz (BERR) dazu verpflichtet, schärfere Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen durch ihre Kunden zu ergreifen. Kunden, die häufig urheberrechtlich geschützte Medien über
Tauschbörsen hoch- und runterladen, sollen demnach schriftliche Verwarnungen von ihrem ISP erhalten.
Anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung hatte BPI-Chef Geoff Taylor alle Überlegungen zu einer "Kulturflatrate" zurückgewiesen: "Darüber diskutieren wir nicht. Es gab keine Gespräche dazu mit der Regierung und soweit wir im Bilde sind, gibt es dazu keine Pläne." Die auf Nachrichten aus der Medienwelt spezialisierte Website paidContent:UK berichtet nun anderes. Laut eigenen Recherchen von paidContent:UK soll der Internetprovider Virgin Media in Kooperation mit dem Musikdienstleister Playlouder eine kostenpflichtige P2P-Flatrate für den Musiktausch im Virgin-Media-Netz planen. Mittels Deep Package Inspection (DPI) und dem Einsatz von digitalen Wasserzeichen von Audible Magic soll der Tausch von Musikstücken detailliert erfasst und abgerechnet werden. Die Virgin-Media-Kunden würden im Gegenzug für die Legalisierung ihrer Musiktauschaktivitäten eine Monatspauschale von voraussichtlich 5 Pfund zahlen, wovon Virgin Media die Rechteinhaber der Musikstücke entschädigen würde. Das neue Angebot soll voraussichtlich zu Beginn des neuen Jahres verfügbar sein. Playlouder verfügt derzeit laut paidContent:UK über Lizenzen für Musik von EMI, Sony-BMG und diversen unabhängigen Plattenfirmen. [von Robert A. Gehring] (ck)
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