IBM kündigt Desktoprechner mit Linux an

Open-Source-Stack für Cluster freigegeben

Zusammen mit Canonical, Novell und Red Hat will IBM weltweit Desktopcomputer mit Linux anbieten. Die werden von lokalen Partnern gebaut und richten sich an Unternehmen. Gleichzeitig kündigte IBM weitere Linux-Initiativen an, unter anderem einen Open-Source-Stack für Cluster und ein Appliance-Programm.

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Ab 2009 sollen die Desktopangebote von IBM erhältlich sein. Dafür arbeitet das Unternehmen mit den Linux-Distributoren Canonical, Novell und Red Hat sowie mit lokalen Partnern zusammen. Die Computer sollen von diesen Partnern angeboten und unter deren Namen vertrieben werden. Als Betriebssystem kommt eine Linux-Variante der drei Distributoren zum Einsatz und zusätzlich soll IBMs Open Collaboration Client Solution installiert werden.

Softwareanbieter können ferner mit Lotus Expeditor basierend auf Eclipse zusätzliche Komponenten entwickeln. Laut IBM ist Linux für PC-Hersteller profitabler und arbeitet besser auf günstiger Hardware als die neuen Microsoft-Systeme.

IBMs Angebot richtet sich jedoch nicht an Endkunden. Vielmehr sollen die Lösungen auf spezielle Industriebereiche zugeschnitten werden. Eine Lösung für Regierungen könnte so zusätzlich eine Dokumentenverwaltung und Software für Bürgerdienste enthalten. Aber auch für Schulen sollen die Linux-Computer geeignet sein, so IBM.

Zusätzlich kündigte das Unternehmen auf der LinuxWorld Expo in San Francisco einen Open-Source-Stack für Cluster an. Mit dem "IBM HPC Open Software Stack" soll es einfacher sein, Supercomputer zu Clustern zusammenzuschließen. Er ist jedoch nicht nur zur Entwicklung und Ausführung von Anwendungen gedacht, sondern kann die Systeme auch verwalten und überwachen. In dem von IBM getesteten Paket ist auch das Extreme Cluster Administration Toolkit enthalten, das ursprünglich für x86-Cluster entwickelt wurde, jetzt aber auch Power-Cluster unterstützt. Erst einmal werden von dem Stack nämlich Power6-Rechner unterstützt, später sollen weitere Systeme hinzukommen. Erhältlich ist er beim Illinois' National Center for Supercomputing Applications.

Darüber hinaus kündigte IBM eine Software-Appliance-Initiative an. Das sind fertige Pakete aus Betriebssystem und Anwendung, bei denen das System auf die Applikationen zugeschnitten ist. Im Idealfall soll sich der Anwender um das Betriebssystem möglichst nicht kümmern müssen. Die Installation ist sowohl auf echter Hardware als auch innerhalb virtueller Maschinen möglich.

IBM will sowohl den Einsatz von Linux als auch von Domino-Anwendungen so vorantreiben. Dafür wurde eine vorkonfigurierte Version des Suse Linux Enterprise Server 10 mit Lotus Foundations und einem Toolkit für Domino-Softwareanbieter gebündelt. Letzteres ist als Betaversion erhältlich.

Auf verschiedenen BladeCenter-Servern unterstützt IBM nun auch Suse Linux Enterprise Real Time zusammen mit WebSphere Real Time.


Der Kaiser 13. Aug 2008

Fantastisch! :)

Fruximuxi 06. Aug 2008

Ja, als fertig zusammengebauter Bausatz. Man kann ihn sofort benutzen ohne etwas tun zu...

Sosel 06. Aug 2008

dass -> das... egal: Definieren Sie "richtiges" Betriebssystem? Da ich auf der Arbeit...

CombatSheep 06. Aug 2008

Wobei die konzeptionelle, technische und qualitative Bewertung der meisten Leute stark...

vukoxx 06. Aug 2008

http://openmosix.sourceforge.net/ The openMosix Project has officially closed as of March...

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