Interview: Google hat Karten - OpenStreetMap hat Geodaten
Golem.de: Wo liegen die Stärken des OpenStreetMap-Projekts?
Ramm: Die freie Verfügbarkeit der Daten setzt enormes kreatives Potenzial frei. Alle paar Wochen taucht irgendjemand erstmalig auf der Mailingliste auf und hat schon eine fertige Software gebastelt. Auf der Datenerhebungsseite ist unsere Stärke natürlich, dass jeder mitmachen kann, dass jeder sein Expertenwissen über seine Region - und sei dass nur die Information, wo an der Straßenecke der Bäcker ist und wo der Briefkasten - einbringen kann. Diese Communitybeteiligung ist der Kern des Projekts. Unsere Konkurrenten fahren halt immer nur mit ihren Vermessungsautos herum. Damit kriegt man den Schleichweg zwischen zwei Häuserblöcken nie erfasst.
Golem.de: Und die Schwächen?
Ramm: Wir haben keine weltweite Abdeckung. Noch! Außerdem ist unsere Community sehr auf die Kartendarstellung fixiert, was dazu führt, dass Informationen, die nicht auf der Karte stehen - zum Beispiel Hausnummern oder Abbiegeverbote - nicht gut erfasst werden. Es fehlt uns auch an Mechanismen, um zu beurteilen, wie vollständig oder wie korrekt wir sind. Wir versuchen, an offizielle Straßenlisten und Statistiken heranzukommen, so dass wir irgendwann sagen können: Im Landkreis soundso haben wir alle Bundes- und Landesstraßen und 98 Prozent aller benannten Straßen. Wirklich vollständig werden wir natürlich nie sein. Da könnte man genauso gut die Leute von der Wikipedia fragen: Wann seid ihr eigentlich mit eurem Lexikon fertig?
Golem.de: Wann hat OSM in Deutschland richtig losgelegt?
Ramm: Ich weiß nur so viel: Vor zwei Jahren war die Erde hier noch wüst und leer! Dann fing es mit einzelnen Zentren an. München und Karlsruhe waren anfangs sehr weit vorn dabei, ein grobes Autobahnnetz war auch bald drin.

Animation der Kartenentwicklung von Deutschland seit August 2006. Achtung: GIF-Animation durch Anklicken des Bildes (600 x 824 Pixel, ein Bild pro Monat, etwa 1 MByte, cc-by-sa OpenStreetMap.org)
Sobald es etwas vorzuzeigen gibt, zieht das Interessierte an. Unseren ersten größeren Auftritt in der Öffentlichkeit hatten wir, glaube ich, zum Linuxtag 2007. Seither sind wir nicht mehr zu bremsen.
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Was haben Fahrradwege mit Fußgängerrouting zu tun? Hint: Radwege dürfen Fußgänger...
Nein. Sicher nicht. Illegal kann jeder und Gefahren eingehen sollte man nicht. Ich...
Gleiches für kleine Bäche/Flüsse oder ... Du willst doch wohl nicht jemanden zum...
Ah Ok. Da stand nur sowas angedeutet im Artikel mein ich und das hat mich halt...
Einige WinCE-basierte Navigationsgeräte, wie die Navman ICn-Serie (habe ich selbst) sind...
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