Das Ehepaar Christine und Aaron Boring hatte Google im April 2008 verklagt, weil ihr Haus in der Fotosammlung Google Street View zu sehen ist. Obwohl es sich in einer Privatstraße befinde, sei Google mit den Fotofahrzeugen diese Straße entlanggefahren und habe das Haus fotografiert, so die Borings. Dadurch sei der Wert ihres Hauses gesunken. Das Ehepaar verlangt von Google Schadensersatz in Höhe von 25.000 US-Dollar.
Die Borings sind nicht die einzigen, die nicht
damit einverstanden sind, dass Google ihr Haus fotografiert. Im US-Bundesstaat Minnesota etwa hat eine Stadt es Google
verboten, die örtlichen Straßen zu fotografieren. Seit kurzem sind Googles Fotofahrzeuge auch auf Straßen in Deutschland
unterwegs und haben gleich den
Unmut deutscher Datenschützer erregt.
Google hingegen preist die Vorzüge des Angebotes: Street View vereinfache es den Menschen, sich zurechtzufinden, indem es ihnen Fotos von Häusern als Ergänzung zur Landkarte zur Verfügung stellt.
Um die Persönlichkeitsrechte von Passanten auf den Fotos zu wahren,
verwischt Google immerhin deren Gesichter auf den Fotos. Kürzlich hat ein Team von Informatikern aus New York eine Software vorgestellt,
die Gesichter auf einem Bild erkennt und durch andere
ersetzt. Auf diese Weise wollen die Entwickler die Privatsphäre von Menschen schützen, die in Bildersammlungen wie Google Street View abgebildet sind.
(wp)
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