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Interview: KDE 4 macht FortschritteGolem.de im Gespräch mit Aaron Seigo
Golem.de: Welche Reaktionen gab es auf KDE 4.0?
Aber es gab natürlich auch die Anwender, die das haben wollten, was wir jetzt als KDE 4.1 veröffentlichen. Es gab also enttäuschte Anwender, die nach einer Endanwenderversion suchten und nicht die Entwicklerversion haben wollten. Golem.de: Das KDE-Projekt hat häufig darauf hingewiesen, dass KDE 4.0 eine Entwicklerversion ist. Dennoch haben das viele ganz offensichtlich nicht verstanden und ihre Enttäuschung über die Qualität der Version 4.0 geäußert. Seigo: So etwas ist schwer verständlich zu machen. Die Zahl unserer Nutzer steigt und verändert sich damit. Die Leute, die heute Linux verwenden, sind nicht mehr so technisch interessiert wie noch vor ein paar Jahren. Sie kennen teilweise Begriffe aus der proprietären Softwarewelt. Sie sind es gewohnt, dass irgendwann eine neue Version erscheint, die sie kaufen und benutzen können. Nicht aber, dass sie selbst Teil eines Entwicklungsprozesses sind. Nicht jeder hatte verstanden, dass KDE 4.0 für Entwickler gedacht war. Doch wenn sie es ausprobiert haben, haben sie es schnell festgestellt. Die Reaktionen sind mittlerweile anders, weil auch die Nutzer den positiven Fortschritt erkennen. Wir haben ja einige Funktionen zwischendurch von KDE 4.1 zurückportiert, so dass KDE 4.0.4 schon in einem ganz anderen Zustand ist als noch KDE 4.0.0. Golem.de: Wie zufrieden sind Sie selbst mit dem Fortschritt, den KDE 4 derzeit macht? Seigo: Ich bin sehr zufrieden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir für neue Funktionen in KDE 4.1 nur vier Monate Zeit hatten und zwischendurch auch noch Updates für KDE 4.0 veröffentlicht haben. Wir haben Programme, die jetzt auch unter Windows und MacOS laufen. Der Plasma-Desktop ist wesentlich reifer. "Folder View" macht den Umgang mit Icons flexibler und so weiter. Wir sind in allem einen Schritt weiter und ich bin wirklich glücklich mit dieser Version. weiter...
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