AMD plant Atom-Alternative, Server-CPU "Shanghai" in Serie

Details zur Mini-CPU erst im November 2008

Während einer Telefonkonferenz zu den enttäuschenden Geschäftsergebnissen des zweiten Quartals 2008 gab sich AMDs Führungsspitze alle Mühe, doch noch einige positive Nachrichten zu produzieren. So will das Unternehmen mit dem Barcelona-Nachfolger "Shanghai" bereits im vierten Quartal 2008 Geld verdienen. Dann steht auch eine Alternative zu Intels Atom-Prozessor an.

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Wie AMDs neuer CEO Dirk Meyer auf Fragen von Analysten erklärte, plant AMD eine Alternative zu Intels Atom-Prozessor, der für Netbooks und kleine Internet-Geräte (MID) gedacht ist. Meyer sagte: "Kleine Formfaktoren und günstige Notebooks sind ein Markt, an dem wir interessiert sind." Da AMD aber ein sehr viel kleineres Unternehmen als Intel sei, könne man nicht jedem Trend im Markt sofort folgen.

Auf dem jährlichen Analysten-Treffen von AMD, das diesmal im November 2008 stattfindet, will Meyer die Atom-Alternative vorstellen, erklärte der neue CEO in der Telefonkonferenz weiter. Technische Details verriet er nicht. Schon seit einigen Wochen gibt es Gerüchte, AMD wolle einen Sempron 2100+ mit nur einem Speichercontroller aus seiner Embedded-Linie zum Atom-Konkurrenten umbauen. Dieser Prozessor soll angeblich inklusive Speichercontroller maximal 8 Watt Leistung aufnehmen (TDP).

Wesentlich konkreter wurde Meyer auf Fragen nach dem Marktstart von Prozessoren mit 45 Nanometern Strukturbreite. Intel liefert solche Produkte bereits seit dem vierten Quartal 2007, bei AMD soll es ein Jahr später soweit sein. Der neue Opteron "Shanghai", Nachfolger des Barcelona, befindet sich laut Meyer bereits in Produktion. Erste Wafer konnte AMD bereits auf der Cebit 2008 zeigen.

Im vierten Quartal 2008 will AMD diese Prozessoren "gegen Geld ausliefern" betonte Meyer. Dieses "shipping for money" betont AMD stets um klarzustellen, dass es sich nicht nur um Muster in geringen Stückzahlen handelt.

Der scheidende CEO Hector Ruiz nahm während der Telefonkonferenz außerdem noch Stellung zu seiner ehrgeizigen Strategie "asset light". Dieses bisher noch nie von AMD genau erklärte Projekt soll die laufenden Kosten senken - vielleicht sogar durch den Verkauf einer Chip-Fabrik. Auch diesmal gab es dafür aber weder eine Bestätigung noch ein Dementi von Ruiz. "Es dauert länger als wir gedacht haben" stellte AMDs neuer Chef des Aufsichtsrats fest. Im Falle von AMD mit seinen sehr komplexen Chips sei es eben nicht so einfach, zu einem Auftragsfertiger (Foundry) für Halbleiter zu gehen. Was AMD stattdessen plant, erklärte Ruiz nicht.


Süden 20. Jul 2008

*lol* ;) Wo kann man den kaufen? In welchen Low budget notebooks ist dieser verbaut...

schlaumeier 20. Jul 2008

Phoenix heißt sie, die Atom-Alternative!

Süden 19. Jul 2008

Problem am Nano ist aber, dass es ihn noch gar nicht gibt. Momentan hat Intel mit dem...

Süden 19. Jul 2008

Nein. Geode CPUs waren weit von der Rechenleistung entfernt um als Konkurrenz durchgehen...

Leistung 18. Jul 2008

Bei dem Kommentar noch von >Leistungs<Kategorie zu sprechen ist schon absurd. ;-)

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