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Freenet-Chef vor Showdown mit United Internet und DrillischMachtkampf auf der Hauptversammlung steht bevor
Seit Freitag, dem 11. Juli 2008, sind die rebellischen Aktionäre Drillisch und United Internet wieder größter Aktionär bei Freenet. Nach Machtverschiebungen durch die Fusion von Freenet und Debitel hatte Drillisch sich wieder Stimmrechte von 25,91 Prozent sichern können. "Drillisch ist damit gemeinsam mit United Internet wieder größter Aktionär bei Freenet", hieß es in einer Börsenmitteilung.
Spoerr will möglichst viele Anteilseigner dafür gewinnen, an der Aktionärsversammlung teilzunehmen, um den Putsch zu verhindern. "Traditionell ist die Wahlbeteiligung an Hauptversammlungen gering", sagte Spoerr der Welt am Sonntag. "Da können 30 Prozent schon den Ausschlag geben." United Internet und Drillisch wollten die Freenet-Geschäfte unter sich aufteilen und die Organisation zerschlagen. Drillisch beansprucht das Mobilfunkgeschäft, United Internet will die DSL-Kunden und die Internetsparte von Freenet. Das stünde klar gegen die Interessen der Freenet-Aktionäre. "United Internet legt keinen Wert auf unsere Organisation und Kompetenzen, sondern nur auf unsere Kunden", sagte Spoerr. Sollte die Hauptversammlung zugunsten der Angreifer ausgehen, will Spoerr nicht lange zögern. "Dann bin ich weg, von einem Tag auf den anderen, mit reinem Gewissen", so der Manager. (asa)
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