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Erster Avatar-Teleport von Second Life zu OpenSimLinden Lab und IBM wollen Interoperabilität von virtuellen Welten vorantreiben
Nach einjähriger Arbeit am Open-Grid-Protokoll können IBM und Linden Lab Avatare zwischen einem Second Life Preview Grid und einem virtuellen OpenSim
World Server hin und her teleportieren - bewusst ohne virtuelle Besitztümer der Avatare, die in den jeweiligen Welten verbleiben. OpenSimulator, kurz OpenSim, ist eine Open-Source-Lösung für den Betrieb von Second-Life-ähnlichen virtuellen Welten. Linden Lab hat seinen
Client entsprechend angepasst, um OpenSim-Server besuchen zu können.
Die Partner beschreiben den Avatar-Teleport in einer gemeinsamen Pressemitteilung als ersten quantifizierbaren Meilenstein im Bereich der Zusammenschaltung von virtuellen Welten. Entsprechend überschwänglich, aber auch nicht ganz ernst, ist ein von den Entwicklerteams veröffentlichtes Video des erfolgreichen Avatar-Teleports. "Das ist ein kleiner Schritt für einen Avatar, ein riesiger Sprung für virtuelle Welten", heißt es am Ende des Videos. Das Teleportieren eines Avatars zwischen verschiedenen Plattformen hat IBM und Linden Lab zufolge das Potenzial, "einen wesentlichen Einfluss auf die Zukunft virtueller Welten" zu nehmen. Ein offener Standard für die Interoperabilität würde es den Bewohnern erlauben, beliebig von einer Welt in die andere zu wechseln, so wie es heute beim Surfen von einer Website zur nächsten üblich ist. Bisher ist das nicht möglich. Avatare müssen unabhängig voneinander für jede Welt erstellt werden und existieren unabhängig voneinander. Das Open-Grid-Protokoll wird von der offenen Architecture Working Group (AWG) Architecture Working Group (AWG) entwickelt und veröffentlicht. Die Protokollinteraktionen für das Teleportieren werden auf der AWG-Website veröffentlicht. IBM plant zudem, die OpenSim-Erweiterungen der OpenSim-Community anzubieten. Linden Lab wird die Erweiterungen für den Second-Life-Viewer als Open Source zur Verfügung stellen. Um Tests und die weitere Entwicklung zu fördern, will Linden Lab auch ein Test-Grid einrichten. Pläne oder ein Zeitplan für die Verfügbarkeit der Open-Grid-Protokolle im regulären Second Life, genauer gesagt auf dem Second Life Main Grid, wurden hingegen noch nicht bekanntgegeben. "Interoperabilität ist ein wesentlicher Bestandteil des 3D-Internets und ein wichtiger Schritt dahin, einzelnen Personen und Unternehmen die Vorteile virtueller Welten für den Handel, die Zusammenarbeit, die Bildung, für Unternehmensprozesse und andere Business-Anwendungen zu öffnen", so Colin Parris, Vice President, Digital Convergence von IBM. "Die Entwicklung dieses Protokolls ist ein wichtiger Meilenstein und hat das Potenzial, virtuelle Welten auf die nächste Stufe ihrer Entwicklung zu bringen." IBM und Linden Lab untersuchen verschiedene Wege, um die Möglichkeiten von virtuellen Welten zu erweitern. So betreibt IBM ein eigenes, nur für Mitarbeiter zugängliches Second-Life-Grid, von dem auch ins normale Second Life gewechselt werden kann. Glaubt man den Partnern, dann gibt es eine branchenweite Nachfrage nach Entwicklungsplattformen und -protokollen, die virtuelle Welten für den Einsatz in Unternehmen anpassen. (ck)
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