Sicherheitslücke im DNS gefährdet das Internet

Koordinierte Veröffentlichung von Patches, um Gefahren einzuschränken

Fehler im DNS-Protokoll und dessen üblicher Implementierung könnten das Internet ins Wanken bringen, denn zahlreiche DNS-Server sind anfällig für sogenannte DNS-Cache-Poisoning-Angriffe. Damit lässt sich der Cache-Inhalt eines DNS-Servers manipulieren und Surfer auf falsche Webseiten lotsen, was Phishingangriffe begünstigt. In einer koordinierten Aktion haben Anbieter von DNS-Servern am Dienstagabend Korrekturen für ihre Software veröffentlicht.

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Das Domain Name System (DNS) setzt Domainaufrufe in IP-Adressen um. Über sogenanntes DNS-Cache-Poisoning ist es Angreifern möglich, gefälschte Informationen in den Cache eines cashenden DNS-Servers zu schleusen, so dass dieser seine Nutzer anschließend auf eine falsche Website, nämlich die des Angreifers schickt.

Um dies zu verhindern, sieht das DNS-Protokoll eine zufällige Transaktions-ID mit 16 Bit vor. Ein Angreifer braucht im Durchschnitt 32.768 Versuche, um eine solche ID zu erraten, doch manche fehlerhafte DNS-Implementierung schränkt die Zahl der möglichen IDs ein, worauf Amit Klein 2007 hinwies (VU#484649, VU#252735, VU#927905). Darüber hinaus haben einige DNS-Implementierungen Schwächen, wenn mehrere gleiche Anfragen von einer Quelle kommen (VU#457875). Mitunter werden die frei wählbaren Ports für Anfragen schon beim Start festgelegt und dann immer wieder verwendet.

Der Sicherheitsexperte Dan Kaminsky fand nun heraus, dass in der Kombination dieser Methoden eine noch größere Gefahr lauert als bisher angenommen. Betroffen sind in erster Linie cachende DNS-Server, warnt das US-CERT.

Das Problem lässt sich kurzfristig einschränken, wenn bei jeder Anfrage der verwendete Quellport zufällig gewählt wird. Ohne Änderungen am DNS-Protokoll kann das Problem aber nicht komplett umgangen werden. Zwar gibt es mit DNSSEC eine Lösung, diese lässt sich aber nicht kurzfristig umsetzen.

Betroffen von der Sicherheitslücke sind unter anderem DNS-Server von Microsoft, Cisco, Juniper und ISC (BIND), die alle zeitgleich Patches veröffentlicht haben, die das Problem zumindest beschränken. Eine Übersicht betroffener Software und des aktuellen Patchstatus gibt es bei US-CERT.


d3wd 16. Jun 2010

test,test,test Bei Windows funktioniert auch einfach garnix. test…test,test ~d3wd

Sajeth 13. Mai 2009

Das liegt nur an diesem verdammten Lunix.

Sir Jective 09. Jul 2008

LOL ich hab mich grad gefragt, warum ich eigentlich bind installiert hab ... und wann ...

Sir Jective 09. Jul 2008

* ROFLCOPTER!!!einself * Morgen gibt's wahrscheinlich eine Meldung über das "neu...

Paradoxum 09. Jul 2008

Hast du dir fein ausgedacht. <-selbstdenkendes Wesen im Gegensatz zu gewissen Leuten mit...

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blog@netplanet / 09. Jul 2008

DNS-Poisoning.



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