SAP-Chef Kagermann: "Oracle ist gut für uns"

Konkurrent kann SAP-Wachstum durch milliardenschwere Übernahmen nicht verhindern

Der scheidende SAP-Chef Henning Kagermann gibt sich gegenüber dem US-Konkurrenten Oracle angriffslustig. Durch den seit Jahren anhaltenden aggressiven Übernahmekurs Oracles gingen dem deutschen Softwarekonzern keine Marktanteile verloren.

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SAP, weltgrößter Hersteller von Unternehmenssoftware, sieht seine Position nicht gefährdet. "Es wird Sie vielleicht überraschen: Aber Oracle ist gut für uns", sagte Kagermann der Berliner Zeitung. Mit kleineren Wettbewerbern kaufe Oracle zwar auch deren Marktanteile ein. Oracle-Chef Larry Ellison könne SAP aber so "keine Anteile wegnehmen", sagte Kagermann. "Ganz im Gegenteil: Wir bauen ständig unsere Marktposition aus, wir sind doppelt so groß wie Oracle und wachsen dabei vorwiegend organisch, aus eigener Kraft." Ziel bleibe es, "den Produktumsatz weiterhin im zweistelligen Prozentbereich" zu steigern und damit "doppelt so schnell" wie der Markt zu wachsen, erklärte Kagermann. Derzeit stiegen die Erlöse von SAP jährlich um rund 1 Milliarde Euro.

Kagermann will unterdessen auch nach dem Ausscheiden aus seinem Amt im kommenden Jahr beruflich aktiv bleiben. "Ich glaube kaum, dass ich mich ausschließlich mit meinen Hobbys beschäftigen werde", sagte er. Kagermann, der im Mai 2009 die Führung von SAP seinem Vorstandskollegen Léo Apotheker alleine überlassen wird, schloss eine Tätigkeit im Aufsichtsrat des Walldorfer Softwarekonzerns zumindest nicht grundsätzlich aus. Diese Frage stehe aber "im Moment nicht zur Diskussion".


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