US-Bürgerrechtsgruppen klagen gegen US-Behörden

Auskunft über persönliche Daten und über Mobiltelefon-Verfolgung verlangt

Zwei US-amerikanische Bürgerrechtsorganisationen klagen gegen die US-Regierung auf Einhaltung des Informationsfreiheitsgesetzes. Die Electronic Frontier Foundation klagt im Namen einer Niederländerin, die wissen will, welche ihrer persönlichen Daten US-Behörden gespeichert haben. Gemeinsam mit der American Civil Liberties Union verlangt sie außerdem Auskunft über die Verfolgung von Mobiltelefonierern.

Anzeige

Der Datenhunger der US-amerikanischen Behörden wird immer größer. Seit längerem stellen europäische Regierungen Fluggastdaten ihrer Bürger zur Verfügung. Kürzlich wurde bekannt, dass unter dem Deckmantel der Sicherheit auch persönliche Informationen wie etwa Mitgliedschaft in Gewerkschaften und sogar die sexuelle Orientierung von Verdächtigen an die US-Behörden übermittelt werden sollen.

Während der Verhandlungen über den Datenaustausch haben die US-Behörden immer wieder betont, dass EU-Bürger unter dem Vorzeichen des US-Informationsfreiheitsgesetzes, des Freedom of Information Acts (FOIA), das Recht haben, die über sie gesammelten Daten einzusehen. Dass die Realität anders aussieht, musste die Niederländerin Sophia In 't Veld erfahren. Die Politikerin, die für die linksliberale niederländische Partei "Democraten 66" (D66) im Europaparlament sitzt, wollte mehrfach alle Informationen, die verschiedene US-Behörden über sie gespeichert haben, einsehen.

Entgegen den Versicherungen der US-Regierung weigerten sich jedoch die Behörden, die von In 't Veld angeforderten Daten herauszugeben. Die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hat deshalb im Namen der Niederländerin gegen das US-Außenministerium, das Heimatschutzministerium und das Justizministerium geklagt. Auf diese Weise wollen In 't Veld und die EFF erreichen, dass die entsprechenden US-Behörden Einsicht in die gespeicherten Daten gewähren.

In 't Veld wollte vor allem etwas über die Auswertung ihrer Risikobeurteilung durch das Automated Targeting System (ATS) erfahren. Das ist ein computergestütztes Bewertungssystem des US-Heimatschutzministeriums, das an Hand von Fluggastdaten bewertet, ob ein Einreisender möglicherweise ein Terrorist ist. Ist einmal eine solche Beurteilung erstellt, sei es laut EFF einem Beurteilten praktisch nicht möglich, Einwände dagegen zu erheben. Die Daten werden jedoch auf Jahre gespeichert und verschiedenen Dienststellen in den USA und im Ausland zugänglich gemacht.

  1. 1
  2. 2

nf1n1ty 03. Jul 2008

Korrektur: Arschloecher, die "meinen" nichts zu verbergen zu haben.

SirFartALot 02. Jul 2008

Und wem haben wir das zu verdanken? All den Arschloechern, die nichts zu verbergen haben!

Spinner 02. Jul 2008

"Dass unter dem Deckmantel der Sicherheit auch persönliche Informationen wie etwa...

Kommentieren




Anzeige
  1. Qualitätssicherungs-Verantwo- rtliche/r IT-Projekte
    Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart
  2. Business- / Service-Analyst (m/w)
    ADAC e. V., München
  3. Projektleiter Produkt-Entwicklung und -Qualifizierung (m/w)
    Giesecke & Devrient, München
  4. Java Web Developer Backend (SQLServer) im M-Commerce (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  3. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 13:50 Uhr

  3. Kommentare: 190 | letzter Beitrag 19:53 Uhr

  4. Kommentare: 122 | letzter Beitrag 19:20 Uhr

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 18:09 Uhr

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Paypal: Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren
Paypal
Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren

Zahlenden Nutzern der im Juni 2011 geschlossenen Filmplattform Kino.to drohen dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge Strafverfahren. Rechtsanwalt Udo Vetter befürchtet sogar Hausdurchsuchungen, "wenn die Strafverfolger sich auf glattes Parkett begeben". Noch im Februar 2012 will die GVU zudem gegen den Kino.to-Nachfolger Kinox.to Strafanzeige erstatten.

  1. Kino.to-Prozess Kein Unterschied zwischen Streaming und Herunterladen
  2. Kino.to Drei Jahre Haft wegen Links auf illegale Filmkopien
  3. Kino.to Haftstrafe wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung

Club-Mate: Hack fürs Hirn
Club-Mate
Hack fürs Hirn

Es sprudelt, schäumt und schmeckt - nicht jedem. Macht nichts: Club-Mate ist Kult und aus der Hackerkultur nicht mehr wegzudenken. Wie es dazu kommen konnte, erzählt das Buch Hackerbrause.

  1. Retro-Gnome Cinnamon 1.2 stabilisiert API und Desktop
  2. Linux Mint Cinnamon wird wohl Standarddesktop
  3. 28C3 Hacker hinter feindlichen Linien

Desktop-Roadmap: Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor
Desktop-Roadmap
Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor

Mozilla hat seine Roadmap für die Desktopversion von Firefox aktualisiert und plant demnach für 2012 zahlreiche Neuerungen. Firefox bekommt ein Login, soll als Metro-Version für Windows 8 umgesetzt werden, Nutzer besser vor Tracking schützen und schneller werden.

  1. Browser Firefox 10.0.1 bringt Fehlerkorrekturen
  2. Firefox Neue Seite für neue Tabs
  3. Firefox Updates in aller Stille

Zum Artikel