Microsoft schluckt Suchmaschinenbetreiber Powerset

Powerset nutzt Technik zur Verarbeitung natürlicher Sprache

Microsoft kauft den Suchmaschinenbetreiber Powerset. Schon beim offiziellen Start des Unternehmens im Mai 2008 gab es Übernahmegerüchte. Interessant für Microsoft war das Powerset-Team aufgrund seiner Fachleute für "semantische und linguistische Verfahren". Ziel dieser Verfahren ist, die Fragen von Suchmaschinennutzern zu verstehen.

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Die Übernahme hat Microsoft im Blog seines Live Search Teams öffentlich gemacht. Nach den Worten von Satya Nadella, Microsoft Senior Vice President für die Konzernsparte Suche, Portal- und Anzeigengeschäft, kauft Microsoft Powerset "zu allererst, weil wir von den Talenten dort beeindruckt waren." Hervorgehoben wurde Powerset-Finanzchef und Mitbegründer Barney Pell, und die Suchmaschinenentwickler und Computerlinguistiker Tim Converse, Chad Walters, Scott Prevost, Lorenzo Thione und Ron Kaplan, die über Erfahrungen am Palo Alto Research Center (PARC) verfügen. Die Powerset-Belegschaft wird dem Kernteam für Suchrelevanz bei Microsoft zugeordnet, arbeitet aber weiterhin im Stadtzentrum von San Francisco.

Zu den finanziellen Konditionen der Übernahme wurden keine Angaben gemacht. 12,5 Millionen US-Dollar an Gründungskapital brachte die Firma mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, zusammen. Weitere 42,5 Millionen US-Dollar sollen laut Medienberichten von Foundation Capital und The Founders Fund geflossen sein. Wie die Washington Post erfahren hat, liegt der Preis, den Microsoft für Powerset zahlt, bei über 100 Millionen US-Dollar.

Gibt der Nutzer einen Satz oder eine Frage ein, analysiert Powerset diesen Ausdruck und versucht, dessen Bedeutung zu erkennen. Dazu nutzt die Suchmaschine eine Technik zur Verarbeitung natürlicher Sprache, die am PARC entwickelt wurde. Diese indiziert und "versteht" Powerset-Dokumente im Internet.


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