Test: AMDs Radeon 4850 und 4870 - Nvidia unter Druck

Anzeige

800 Shader-Einheiten - oder?

Dem Wettrüsten der Grafikarchitekturen kann sich auch AMD mit dem ganz auf Preis/Leistung getrimmten RV770 nicht ganz entziehen. Während Nvidia für seinen GT-200 eine theoretische Rechenleistung von 933 Gigaflops angibt, protzt AMD gleich mit 1 Teraflops beziehungsweise 1,2 Teraflops für 4850 und 4870. Beide Chiphersteller beziehen sich dabei auf Multiply-Add-Schleifen bei einfacher Genauigkeit. AMD zieht gleich noch den Vergleich mit dem ersten Teraflops-Supercomputer "ASCI Red", der 1996 fast 10.000 Pentium-Pro-CPUs brauchte - seine Teraflops aber nicht nur bei zwei Instruktionen erreichte.

Dennoch ist die Rechenleistung moderner GPUs beeindruckend, etwas frech ist nur, dass AMD in seinen Präsentationen vom "Terascale Computing" spricht. Erzkonkurrent Intel hatte durch seinen damaligen CTO Pat Gelsinger schon Anfang 2004 auf dem IDF die "Era of Tera" ausgerufen.

Blockdiagramm RV770
Blockdiagramm RV770
Um auf solche Zahlen zu kommen, hat AMD gegenüber den 320 Rechenwerken des R600 ganze 800 Shader-Einheiten in den RV770 gepackt. Sie heißen schon seit dem R600 auch "Stream Processing Units", im Folgenden kurz SPUs. In Nvidias GT-200 stecken "nur" 240 SPUs. AMDs Design ist jedoch grundlegend anders. Je fünf SPUs bilden eine MIMD-Einheit für "multiple instruction, multiple data". Das ergibt dann noch 160 MIMD-Kerne, die so eher mit den 240 SPUs des GT-200 vergleichbar sind. Die 800 Kerne arbeiten nur selten völlig unabhängig voneinander.

10 SIMD-Einheiten
10 SIMD-Einheiten
Weiter können aber auch noch 80 der SPUs bei AMD zu 10 SIMD-Kernen zusammengefasst werden, die also dieselben Befehle auf einen fortlaufenden Datenstrom anwenden können, "single instruction multiple data". Im MIMD-Betrieb arbeitet eine SPU der 5er-Blöcke als Akkumulator, wie in einem herkömmlichen Prozessor. Die restlichen vier Kerne rechnen und erreichen dann bei doppelter Genauigkeit laut AMD noch 240 Gigaflops.

Architekturvergleich R600 und RV770
Architekturvergleich R600 und RV770
Jeder der 10 SIMD-Kerne aus je 80 SPUs hat Zugriff auf eigene 16 KByte Cache, die man bei einer CPU als L1-Cache bezeichnen könnte. Dazu kommt außerhalb der Rechenwerke noch ein gemeinsamer Befehlscache von 16 KByte. Wiederum getrennt für die 10 SIMD-Blöcke gibt es einen L1-Cache für die Texturen, ebenfalls 16 KByte groß. Der L2-Cache für Texturen ist in vier 16-KByte-Blöcke geteilt, über einen Crossbar hat jede SIMD-Struktur Zugriff auf den gesamten L2-Cache und mithin 64 KByte. Erst danach sind die vier Speichercontroller zu finden.

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8. 8
  9. 9
  10. 10
  11. 11
  12. 12

tha_specializt 06. Okt 2008

Grobfug, wer informiert ist gewinnt: http://techreport.com/articles.x/15293/1 --> nach...

Rassmus 27. Jul 2008

*fap*fap*fap*

Neuzeit-Prophet 27. Jul 2008

Und siehe da, die Herrlichkeit des Nvidia Gottes offenbarte sich mir und sprach:" Du...

Caruso 02. Jul 2008

ich denke im folgenden Test sind gute Vergleichsmöglichkeiten vorhanden, auch wenn die...

wopwop 29. Jun 2008

Eigentlich ging es vorhin darum, dass eine 4870 schneller oder gleich schnell wie eine...

Kommentieren




Anzeige
  1. IT Manager (m/w)
    Seaarland Shipmanagement GmbH & Co. KG, Hamburg (Reisebereitschaft)
  2. Java-Entwickler (m/w) - Bereich ERP
    HALTEC Hallensysteme GmbH, Korntal-Münchingen
  3. Software Engineer (m/w)
    PTV Planung Transport Verkehr AG, Karlsruhe
  4. Java Web Developer Backend (SQLServer) im M-Commerce (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Radeon HD 7770 und 7750 im Test

    Die Grafikkarte mit 1 GHz für 159 Euro

  2. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  3. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  4. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 14.02. 22:07

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 101 | letzter Beitrag 02:39 Uhr

Mehr


  1. Google

    Wir haben den größten DNS-Dienst

  2. Lensbaby

    Teleobjektiv mit absichtlicher Unschärfe

  3. Smartphone-App

    Remove löscht störende Menschen im Bild

  4. Radeon HD 7770 und 7750 im Test

    Die Grafikkarte mit 1 GHz für 159 Euro

  5. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  6. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  7. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  8. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  9. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  10. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


IMHO: Windows 8 - Microsofts Befreiungsschlag
IMHO
Windows 8 - Microsofts Befreiungsschlag

"Windows Reimagined", so bezeichnet Microsoft Windows 8. Es ist die größte Veränderung von Microsofts Betriebssystem seit Windows 95 und soll mit neuem UI und dem neuen API WinRT zum großen Befreiungsschlag für Microsoft werden.

  1. Beta Consumer Preview von Windows 8 am 29. Februar 2012
  2. Windows Explorer Windows 8 Beta mit weiteren Verbesserungen
  3. Sensor-Fusion Windows 8 soll Sensornutzung vereinfachen

Samsung Galaxy Tab 2: 7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung
Samsung Galaxy Tab 2
7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung

Samsung hat mit dem Galaxy Tab 2 ein weiteres Android-Tablet vorgestellt. Es ist das erste Tablet von Samsung, auf dem gleich Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich läuft und das den russischen Ortungsdienst Glonass unterstützt.

  1. Ice Cream Sandwich HTC bringt erste Updates auf Android 4.0 erst Ende März
  2. Notizprogramm Microsofts Onenote nun auch für die Android-Plattform
  3. Android-Verbreitung Ice Cream Sandwich und Donut sind gleichauf

Paypal: Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren
Paypal
Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren

Zahlenden Nutzern der im Juni 2011 geschlossenen Filmplattform Kino.to drohen dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge Strafverfahren. Rechtsanwalt Udo Vetter befürchtet sogar Hausdurchsuchungen, "wenn die Strafverfolger sich auf glattes Parkett begeben". Noch im Februar 2012 will die GVU zudem gegen den Kino.to-Nachfolger Kinox.to Strafanzeige erstatten.

  1. Kino.to-Prozess Kein Unterschied zwischen Streaming und Herunterladen
  2. Kino.to Drei Jahre Haft wegen Links auf illegale Filmkopien
  3. Kino.to Haftstrafe wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung

Zum Artikel