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Google: Keine Probleme wegen Telekom-SpitzelskandalSuchmaschinenkonzern erwägt Einsetzung von Datenschutzbeirat
Googles Chefdatenschützer Peter Fleischer erklärte der Berliner Zeitung, "jeder kann wissen, welche persönlichen Daten Google über ihn gespeichert hat. Diese Daten können zudem jederzeit gelöscht werden." Der Nutzer habe bei Google "uneingeschränkte Kontrolle" über die Angaben zur Person.
"Wir sehen darin die Voraussetzung für den Erfolg eines jeden Internetunternehmens", betonte er.
Wenn die Menschen Zweifel daran hätten, dass mit ihren persönlichen Daten verantwortungsvoll umgegangen wird, habe "das einen Vertrauensverlust zur Folge", räumte Fleischer ein. Auf die Frage, ob die Einsetzung eines Beirates für Datenschutzfragen geplant sei, sagte er: "Wir erwägen tatsächlich die Einrichtung eines solchen Beirats." Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Für "Google Health", ein neues Geschäftsmodell um eine elektronische Patientenakte, habe der US-Konzern "erstmals ein Gremium hochrangiger Mediziner sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gebildet, das uns in diesem sensiblen Bereich berät", sagte Fleischer der Zeitung. Google ist jedoch keineswegs ein strahlendes Branchenvorbild für den Datenschutz. Erst kürzlich hatte Fleischer Vorschläge der EU-Datenschützer abgelehnt, IP-Adressen als personenbezogene Daten einzustufen. Googles Geschäftsmodell beruhe auf der Nutzung personenbezogener IP-Adressen: "Wir müssen wissen, wer wonach fragt - andernfalls könnte unser Unternehmen nicht funktionieren", hatte Fleischer erklärt. Wenn die Nutzer die Cookies der verschiedenen Google-Dienste nicht regelmäßig löschen, verfügt der Betreiber über die Möglichkeit, anhand dieser Daten Nutzerprofile zu erstellen. Google bestätigte zudem, die Inhalte seines Freemail-Dienstes Google-Mail zu Werbezwecken zu analysieren. (asa)
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