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Internetwerbung überholt das Fernsehen2011 soll digitaler Musikumsatz den Tonträger überflügelt haben
Die Onlinewerbung werde in den kommenden Jahren mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 19,5 Prozent die höchsten Steigerungsraten der globalen Medien- und Unterhaltungsindustrie verzeichnen. Das erwartet die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Anders als in Deutschland dürfte das weltweite Werbeumsatzvolumen im Internet 2012 mit knapp 120,4 Milliarden US-Dollar aber weiterhin niedriger sein als der Werbeumsatz der Zeitungen mit knapp
136,8 Milliarden US-Dollar. Global gesehen bleibt das Fernsehen mit Abstand wichtigstes Werbemedium, das seine Umsatzerlöse um jährlich 5,9 Prozent auf gut 215,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 steigern dürfte.
Ein Internetanschluss ist in vielen Haushalten der Industriestaaten mittlerweile Standard. Während in China im Jahr 2007 erst knapp 21 Prozent und in Indien nur 6,1 Prozent der Haushalte über einen eigenen Zugang verfügten, waren es in Westeuropa knapp 63 Prozent, in den USA gut 81 Prozent und in Japan sogar über 90 Prozent. Laut Studie steigen bis 2012 die weltweiten Erlöse aus Internet-Zugangsentgelten via Telefon- und Breitbandanschluss voraussichtlich um durchschnittlich 9,3 Prozent auf rund 223,5 Milliarden US-Dollar. Im mobilen Internet könnte der Umsatz mit Zugangsgebühren in den kommenden fünf Jahren um durchschnittlich 18,9 Prozent auf rund 117,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 abheben. Für die Filmindustrie prognostizieren die Marktforscher eine deutliche Erholung. In den vergangenen zwei Jahren konnten die globalen Umsätze nur um unter drei Prozent gesteigert werden und waren 2005 sogar rückläufig. Für den Zeitraum von 2008 bis 2012 könne aber ein jährlicher Zuwachs von 5,3 Prozent auf rund 111,2 Milliarden US-Dollar erwartet werden. Die Musikindustrie ist die einzige Mediensparte mit rückläufigen Umsätzen. In den kommenden fünf Jahren werden laut der Prognose die weltweiten Erlöse voraussichtlich um durchschnittlich 0,6 Prozent auf knapp 32,5 Milliarden US-Dollar abfallen. "Zwar wächst der Markt für Musik-Downloads deutlich zweistellig, diese Entwicklung kann den Umsatzeinbruch im Tonträgerverkauf jedoch zumindest in den kommenden zwei bis drei Jahren nicht ausgleichen", kommentiert Frank Mackenroth, Partner und Leiter der Branchengruppe Entertainment & Media bei PwC. So steige der Umsatz aus dem digitalen Musikvertrieb über Internet und Mobilfunk bis 2012 jährlich um 20,8 Prozent auf gut 18,8 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig würden die Erlöse aus dem Verkauf von CDs und Musik-DVDs voraussichtlich um 12,2 Prozent pro Jahr auf gut 13,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 schrumpfen. Im Jahr 2011 dürfte der digitale Musikumsatz dann erstmals höher liegen als der Umsatz mit herkömmlichen Tonträgern. (asa)
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