Radeon HD 3870: Zeitgemäße Grafik für Mac Pro

Neue AMD-Karte kommt Ende Juni 2008 auf den Markt

Laut einer Ankündigung von AMD soll noch im Juni 2008 endlich eine Grafiklösung der Oberklasse für Apple Workstations der Serie "Mac Pro" erscheinen. Eine Grafikkarte mit dem Radeon HD 3870 ermöglicht auch auf einem parallel installierten Windows DirectX-10-Spiele in hohen Auflösungen.

Anzeige

Lange Zeit gab es für den Mac Pro der ersten Generation mit zwei Dual-Core-Xeons und die neueren Modelle mit zwei Quad-Core-Prozessoren als schnellste Lösung nur die Radeon HD 2600 XT. Diese Karte ist zwar im Prinzip DirectX-10-fähig, aber für aktuelle Spiele viel zu langsam. Schon bei der Vorstellung vor einem Jahr war das eine Karte der unteren Mittelklasse für damals rund 150 Euro.

Radeon HD 3870 (PC-Referenzmodell)
Radeon HD 3870 (PC-Referenzmodell)
Immerhin in den 2008er-Mac-Pro mit zwei Quad-Cores läuft die im Januar vorgestellte GeForce 8800 GT. Wie Apple nach Protesten von Anwendern selbst zugab, funktioniert diese bisher schnellste Grafikkarte für den Mac Pro aber nicht in Rechnern der ersten Generation mit zwei Dual-Core-CPUs. Später wurde eine spezielle Version der 8800 GT für die älteren Mac Pro nachgeschoben.

Der Grund für die Inkompatibilitäten ist wie bei Apple üblich die Firmware EFI auf den Grafikkarten. Apple wählt damit ganz gezielt aus, welche Grafikkarte in welchem Rechner laufen darf. Zwar gibt es Lösungen, um PC-Grafikkarten für Macs umzuflashen, das ist jedoch riskant: In jedem Fall verliert man die Garantie. Geht bei diesem Prozess etwas schief, muss die Karte eingeschickt werden, die Reparatur darf man dann selbst bezahlen - wenn nicht der Hersteller besonders kulant ist.

Mit Funktionsgarantie und Gewährleistung soll es jetzt aber die Radeon HD 3870 von AMD für die 2008er-Mac-Pro geben. AMD kündigte die Karte auf eigene Faust an; ob sie auch in Mac Pro der ersten Generation läuft, konnte AMD Deutschland nicht unmittelbar beantworten. Die neue Karte basiert auf der RV670-Architektur, die GPU ist in 55 Nanometern Strukturbreite gefertigt und entsprechend sparsam. Für die PC-Version gibt AMD eine Leistungsaufnahme von 105 Watt für die gesamte Karte an.

Das Mac-Modell der 3870 ist mit 512 MByte GDDR4-Speicher ausgestattet und verfügt über zwei DVI-Ports mit Dual-Link, auch zwei 30-Zoll-Displays lassen sich so parallel an einem Mac Pro betreiben. Die Karte soll unter MacOS wie Windows XP oder Vista funktionieren, mit einem Microsoft-Betriebssystem stehen so auch aktuelle PC-Spiele mit DirectX-10 bei hoher Grafikleistung zur Verfügung. Die 3870 ist dabei je nach Anwendung etwas schneller als die 8800 GT, welche bisher die schnellste Grafikkarte für den Mac Pro war. Zu den Taktfrequenzen der Mac-Version macht AMD noch keine Angaben.

Ende Juni will AMD die Karte weltweit über den Fachhandel anbieten, bisher gibt es nur für die USA eine unverbindliche Preisempfehlung von 219 US-Dollar. Wie üblich bedeutet das einen kräftigen Aufschlag gegenüber den PC-Versionen derselben Grafikkarte. In den USA ist eine gleich ausgestattete 3870 für PCs für rund 160 US-Dollar zu haben, in Deutschland kosten diese Karten ab 120 Euro.


carsten h. 06. Jul 2008

Hallo, ihr vergleicht die beiden Karten immer nur in Windows-Spielen. In der Praxis...

Sick 17. Jun 2008

Man sollte nicht vergessen, das Intel die Lizenz für Crossfire von AMD(/ATi), aber keine...

anonym 16. Jun 2008

Bis einer weint...

Oma 16. Jun 2008

Geh deine 8800GT übertaCkten und benchen, dann eine Runde Headshot'en bei Crysis und den...

-gast- 15. Jun 2008

benchmark der 3870 und der 880gt im vergleich in neuem und altem mac pro: http...

Kommentieren



Anzeige

  1. Projektingenieur (m/w) Automatisierungstechnik für Forschung & Entwicklung
    BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)
  2. Teamleiter/-in Workplace Management
    Alnatura, Bickenbach
  3. Web Developer (m/w)
    Spitta Verlag GmbH & Co. KG, Balingen
  4. Koordinator Bildverarbeitung (m/w)
    Robert Bosch GmbH, Crailsheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Techland

    Last-Gen-Konsolen zu schwach für Dying Light

  2. Passport im Test

    Blackberry beweist Format

  3. Streaming

    Sky als Online-Abo mit Live-TV und Einzelabruf

  4. Band

    Microsofts Wearable hört und fühlt

  5. Quartalszahlen

    Samsungs Gewinn bricht wegen Preiskampf bei Smartphones ein

  6. Greg Kroah-Hartman

    Kdbus wird zur Aufnahme in Linux vorgeschlagen

  7. Grafikkarte

    AMD kontert Nvidias Maxwell mit 8-GByte-Radeons

  8. Filmpiraterie

    US-Kinos und MPAA verbieten Google Glass

  9. Stumbler

    Herumstolpern für Mozillas Geolokationsdienst

  10. Geak Watch II

    Smartwatch mit transflexivem Display und langer Akkulaufzeit



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Civilization Beyond Earth: Die Zukunftsrunde mit der Schuldenfalle
Test Civilization Beyond Earth
Die Zukunftsrunde mit der Schuldenfalle
  1. Civ Beyond Earth Benchmark Schneller, ohne Mikroruckler und geringere Latenz mit Mantle
  2. Take 2 34 Millionen GTA 5 ausgeliefert

Aquabook 3: Das wassergekühlte Gaming-Notebook
Aquabook 3
Das wassergekühlte Gaming-Notebook
  1. Nepton 120XL und 240M Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser
  2. DCMM 2014 Wenn PC-Gehäuse zu Kunstwerken werden

Test Sunset Overdrive: System-Seller am Rande der Apokalypse
Test Sunset Overdrive
System-Seller am Rande der Apokalypse
  1. Test Dreamfall Chapters Book One Neue Episode von The Longest Journey
  2. Test Transocean Ports of Call für Nachwuchs-Reeder
  3. Test Rules Gehirntraining für Fortgeschrittene

    •  / 
    Zum Artikel