Interview: OpenSolaris kommt unter die GPL

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Golem.de: Wann erscheint eine GPL-Version von OpenSolaris?

Murdock: Angesichts von Solaris' Geschichte ist es nicht so einfach, die Lizenz zu ändern. Wir müssen dafür mehr tun, als nur einen Hebel umzulegen. In Solaris gibt es viele Techniken, die von Dritten lizenziert wurden. Wir haben die CDDL verwendet, da wir somit fast alles von Solaris als Open Source freigeben konnten. Es gibt Teile, die wir nicht geöffnet haben. Und das liegt daran, dass diese nicht unser geistiges Eigentum sind. Durch die CDDL konnten sie aber in Solaris bleiben.

Mit OpenSolaris versuchen wir derzeit, die Linux-Community anzusprechen. Daher beschäftigen wir uns natürlich auch ernsthaft damit, Techniken wie ZFS und DTrace unter einer anderen Lizenz freizugeben, um sie so auf Linux zu bringen. Für Sun wäre das gut. ZFS und DTrace sind jetzt in MacOS X und auch das war eine gute Nachricht für Sun. Denn dadurch werden die Leute vertraut mit unseren Techniken und das wiederum führt zu einer Nachfrage nach unseren Produkten.

Golem.de: Es gibt in der Linux-Gemeinschaft viele, die auf ZFS warten. Das ist eine Sun-Entwicklung. Da müsste es doch einfacher sein, das System auch unter der GPL zu lizenzieren. Bei NetBeans haben Sie das ja schon vorgemacht.

Murdock: Wir beraten noch immer darüber, wie ZFS unter die GPL gestellt werden kann. Unser Softwarechef Rich Green hat kürzlich gesagt, eine GPL-Version von ZFS sei unumgänglich. Es ist also nur eine Frage der Zeit. Eine Frage dabei ist auch, ob wir die GPLv2 oder die GPLv3 nehmen. Aus juristischer Sicht ist die Version 3 eine wesentlich bessere Lizenz. Das würde aber nicht dabei helfen, die Technik in Linux zu bringen, solange der Linux-Kernel seine Lizenz nicht ändert. Außerdem müssen wir sicherstellen, dass es nicht zu einer Fragmentierung kommt.

Golem.de: Das war auch immer das Argument gegen eine Open-Source-Version von Java. Letztlich ist die dann doch erschienen.

Murdock: Bei Java war es eine andere Situation. Da haben wir den Markennamen und können sagen: Was nicht kompatibel zu unserer Version ist, darf sich nicht Java nennen. Bei ZFS sprechen wir von einem Dateisystem. Da sind Änderungen kritischer. Was, wenn eine Implementierung das On-Disk-Format ändert? Diese Fragen müssen geklärt werden.

Golem.de: Wie sehen Sie Suns Rolle in der Open-Source-Gemeinschaft?

Murdock: Sun spielt eine zentrale Rolle in der Open-Source-Community. Sun hat mehr Code beigesteuert als jede andere Firma in der Open-Source-Gemeinschaft. Projekte wie OpenOffice.org und NetBeans sind Beispiele dafür. Ich bezeichne uns als führenden Open-Source-Anbieter, da wir mehr Geld mit freier Software verdienen als jeder andere Anbieter. Open Source ist der Kern unserer Geschäftsmodells. Jede Software von Sun ist oder wird eines Tages Open Source sein.

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Somebodyunknown 11. Jun 2008

Tjo... 512mb Ram und eine LIVE-CD Versuch das noch mal mit ner BartPE oder wie das heißt...

Kein Kostverächter 10. Jun 2008

Würde ein NASA-Mitarbeiter sagen: "Ja, wir wollen in Zukunft eine Marsmission starten...

BSDDaemon 10. Jun 2008

Dann könnte jeder OpenSolaris geschossen in proprietären Lösungen einsetzen ohne, dass...

Radler 10. Jun 2008

OpenSolaris 2008.05 auf einem DualCore Notebook das zur Zeit 512MB RAM Arbeitspeicher...

324324 10. Jun 2008

Bekomm wirklich ne Menge pdf's durchs Studium, aber Acrobat hab ich seit 2 Jahren nicht...

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