Erste Benchmarks von Intels Nehalem: Bis zu 50 % schneller

Inoffizielle Tests von Anandtech

Die derzeit in Taipeh stattfindende Messe Computex ist berüchtigt für Guerilla-Benchmarking - und diesmal traf es Intel. Die US-Site Anandtech konnte einen Prototypen von Intels kommendem Prozessor "Nehalem" ausführlich vermessen. Die neue Architektur ist bis zu 50 Prozent schneller als der aktuelle Penryn, bei gleichem Takt mit einem einzelnen Kern ohne große Optimierungen immer noch 25 Prozent.

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Erst im vierten Quartal 2008 soll Nehalem auf den Markt kommen, noch steht nicht einmal der endgültige Produktname fest. Und auch Intels übliche Vorabtests unter Aufsicht konnten Journalisten bisher nicht durchführen. Da muss es Intel besonders schmerzen, dass Anandtech nun am Rande der Computex bereits ausführliche Benchmarks auf einem Nehalem-Entwicklungssystem durchführen konnte.

Anand Lal Shimpi entschuldigt sich schon in der Einführung seines Artikels: "Sorry Jungs, wenn ihr aufhört, interessante Chips zu machen, hören wir auch auf damit, zu versuchen, recht früh einen Blick darauf zu werfen :)". Intel befindet sich dabei aber in guter Gesellschaft. 2002 war es tecChannel gelungen, auf der Computex AMDs "Hammer" zu vermessen, der erst ein Jahr später als "Athlon64" auf den Markt kam.

Die Ergebnisse von Anandtech basieren auf einem Quad-Core-Nehalem mit 2,66 GHz. Zum Marktstart sind Frequenzen von über 3 GHz zu erwarten, doch quer durch alle Tests schlägt die Nehalem-Architektur schon jetzt den Penryn-Kern mit 3,2 GHz. Insgesamt ist Intels Neuer je nach Test 20 bis 50 Prozent schneller als ein gleich schnell getakteter Penryn.

Besonders beeindruckend ist das Ergebnis von Cinebench R10, der sehr fein mit mehreren Kernen skaliert. Anandtech führte den Benchmark auch auf nur einem einzelnen Nehalem-Kern durch, der dabei 25 Prozent schneller war - wohlgemerkt gegenüber dem Penryn bei gleichem Takt. Die anderen Ergebnisse, die vor allem mit Programmen zum Media-Encoding durchgeführt wurden, liegen im selben Rahmen. Tests mit Spielen führte Anandtech nicht durch.

Dafür wies das Testsystem aber eine rund 10 Prozent höhere Leistungssaufnahme als die ähnlich ausgestattete Penryn-Maschine auf. Beide Prozessoren sind in 45 Nanometern Strukturbreite gefertigt, so dass man ohnehin keine großen Ersparnisse erwarten sollte.

Laut Anandtech befand sich das vermessene System noch in einem deutlichen Prototypenstadium und wies unter anderem eine schlechte Speicherperformance auf. Dies soll jedoch auf das Mainboard, nicht die CPU zurückzuführen sein. Der Speichercontroller steckt bei Nehalem im Prozessor, nicht mehr im Chipsatz, eventuell gibt es hier noch einige Probleme beim Layout der Mainboards.


ichbinsmalwieder 11. Jun 2008

Mit nur einem Core (und ohne Hyperthreading) ist Nehalem nur 2% schneller als Penryn...

Klugscheißer 06. Jun 2008

Aus mehreren Quellen. Daher auch eher glaubwürdig ;) Mit Google-Earth kannst du dir...

fs 06. Jun 2008

Woher weißt du, dass es Australien gibt? Außerdem kann es dir wurscht sein, ob sie das...

mess-with-the-best 06. Jun 2008

lol

karlikarl 06. Jun 2008

Schau mal ins Bios, da steht die Zahl 640kb bei System Memory, und jetzt denk nochmal...

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