Abo
  • Services:
Anzeige

Interview: Mini-Notebooks sind eine große Chance für Linux

Golem.de im Gespräch mit Nat Friedman von Novell

Nat Friedman ist Linux-Cheftechniker bei Novell. Er leitet das Suse Incubation Team, das Suse Studio entwickelt hat. Zuvor war er bei Novell für den Linux-Desktop zuständig. Golem.de sprach mit ihm auf dem LinuxTag darüber, wie Virtualisierung den Einsatz von Betriebssystemen verändern wird.

Nat Friedman
Nat Friedman
Golem.de: Wo sehen Sie den Linux-Desktop heute?

Anzeige

Nat Friedman: Linux auf dem Desktop hat die größten Chancen, wenn nur grundlegende Funktionen benötigt werden. Die meisten Leute mit diesen Ansprüchen findet man in großen Firmen. In diesem Bereich hatten wir einigen Erfolg, beispielsweise bei Peugeot Citroën, wo wir 25.000 Arbeitsplätze auf Linux umgestellt haben.

Mich hat aber mehr überrascht, dass Hardwarehersteller sehr daran interessiert sind, ihre Geräte mit Linux zu bespielen. Dell, HP, Lenovo - alle drei vertreiben seit 2007 Geräte mit dem Suse Linux Desktop. Der Vorteil für uns ist dabei, dass wir schon sehr früh an die Hardware gelangen und die Treiberunterstützung verbessern können. Das war vor allem erstaunlich, da diese Firmen enge Verbindungen zu Microsoft pflegen.

Dann gibt es Geräte wie den Asus-Eee-PC, auf die es Windows noch gar nicht geschafft hat. Diese ganzen kleinen Notebooks werden sich meiner Meinung nach immer weiter verbreiten. Auch weil sie so günstig sind. Auf diesen Geräten ist Linux sehr populär. Das hat mich überrascht.

Golem.de: Welche Hürden müssen überwunden werden, um die breite Masse zu erreichen?

Friedman: Die Hardwarekompatibilität ist noch immer ein Problem. Windows wird vorinstalliert geliefert und funktioniert einfach. Trotz unserer Fortschritte sind wir noch nicht so weit gekommen, wie wir müssten. Tatsächlich hat Windows Vista viele Probleme, die wir von Linux kennen. Viele Leute können ihre Hardware unter Vista nicht nutzen. Der Unterschied ist, dass Microsoft gute Verbindungen zu den Herstellern hat und Probleme so leichter beseitigt werden können.

Ein anderes Problem ergibt sich aus Linux' Marktanteil. Ich habe beispielsweise einen UMTS-USB-Stick, auf dem die Windows-Treiber direkt enthalten sind. Man schließt ihn an und er funktioniert. Unter Linux hingegen sind mehrere Schritte nötig. Und bei jedem Schritt kann man etwas falsch machen. Wir brauchen ein automatisches Werkzeug, das beim Anschließen eines Gerätes anhand der Hersteller- und Geräte-ID aus einer Datenbank Anleitungen heraussucht. Wie in einem Wiki sollte jeder diese Hilfe verbessern können. Das wäre ein revolutionäres System! Allerdings würde es einige Arbeit erfordern, die nötige Infrastruktur einzurichten. Ich arbeite nicht daran, aber irgendjemand sollte das entwickeln.

Golem.de: Sie leiten heute das Suse Incubation Team. Was hat es damit auf sich?

Friedman: Meine Aufgabe ist, neue Ideen zu haben, die in Zukunft für Linux und Novell wichtig sein könnten. Wir experimentieren also viel und bauen Prototypen. So wie das neue Suse Studio.

Die meisten Angestellten bei Novell sind mit ihren täglichen Aufgaben so beschäftigt, dass kein Platz für andere Dinge bleibt. Ich möchte eine Umgebung schaffen, in der wir innovativ arbeiten können. Dafür haben wir bereits erreicht, dass jeder zehn Prozent seiner Zeit nutzen kann, um an einem Projekt seiner Wahl zu arbeiten. Zusätzlich haben wir die Hack-Woche ins Leben gerufen, die es zwei Mal im Jahr gibt. In dieser Zeit kann sich jeder Entwickler mit dem beschäftigen, was er gerne möchte.

Das Ergebnis ist der neue Installer und die verbesserte Paketverwaltung in OpenSuse 11. Erlaubt man Programmierern, sich dem zu widmen, was sie für wichtig halten, bekommt man großartige Resultate. In meinem fünf Entwickler großen Team widmen wir uns die ganze Zeit solchen Projekten.

Interview: Mini-Notebooks sind eine große Chance für Linux 

eye home zur Startseite
SI Linux OS 10. Jun 2008

Zudem hat Novell noch alle Partner vom Markt genommen. Das Software-"Ankauf"-Unternehmen...

bussi 06. Jun 2008

Bist du vom anderen Ufer? Diesen Apple-Schrott will doch keiner haben, der wirklich damit...

urst 05. Jun 2008

tztztztz.... warum haben die dich denn rausgelassen? oder biste abgehauen?

ubuntu_user 05. Jun 2008

Er will ein Betriebssystem dass relativ perfekt an das leistungsschwache Gerät angepasst...

MaX 05. Jun 2008

Ich dachte nur, weil ja mittlerweile in Deutschland wohnt.


campino2k / 05. Jun 2008

Die Geister, die sie riefen



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über access KellyOCG GmbH, Köln
  2. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  3. MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Sindelfingen, Ulm, Neu-Ulm, Stuttgart, München
  4. Robert Bosch Battery Systems GmbH, Stuttgart-Feuerbach


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Der Schuh des Manitu, Agenten sterben einsam, Space Jam, Dark City)
  2. 19,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (u. a. The Knick, Person of Interest, Shameless, The Wire)

Folgen Sie uns
       


  1. Leistungsschutzrecht

    Oettingers bizarre Nachhilfestunde

  2. Dating-Portal

    Ermittlungen gegen Lovoo werden eingestellt

  3. Huawei

    Mobilfunkbetreiber sollen bei GBit nicht die Preise erhöhen

  4. Fuze

    iPhone-Hülle will den Klinkenanschluss zurückbringen

  5. Raspberry Pi

    Bastelrechner bekommt Pixel-Desktop

  6. Rollenspiel

    Koch Media wird Publisher für Kingdom Come Deliverance

  7. Samsung

    Explodierende Waschmaschinen sind ganz normal

  8. USB Audio Device Class 3.0

    USB Audio over USB Type-C ist fertig

  9. HY4

    Das erste Brennstoffzellen-Passagierflugzeug hebt ab

  10. Docsis 3.1

    Erster Betreiber versorgt alle Haushalte im Netz mit GBit/s



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Android 7.0 im Test: Zwei Fenster für mehr Durchblick
Android 7.0 im Test
Zwei Fenster für mehr Durchblick
  1. Android-X86 Desktop-Port von Android 7.0 vorgestellt
  2. Android 7.0 Erste Nougat-Portierung für Nexus 4 verfügbar
  3. Android 7.0 Erste Nougat-Portierungen für Nexus 5 und Nexus 7 verfügbar

Mi Notebook Air im Test: Xiaomis geglückte Notebook-Premiere
Mi Notebook Air im Test
Xiaomis geglückte Notebook-Premiere
  1. Mi Notebook Air Xiaomi steigt mit Kampfpreisen ins Notebook-Geschäft ein
  2. Xiaomi Mi Band 2 im Hands on Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  3. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone

DDoS: Das Internet of Things gefährdet das freie Netz
DDoS
Das Internet of Things gefährdet das freie Netz
  1. Hilfe von Google Brian Krebs' Blog ist nach DDoS-Angriff wieder erreichbar
  2. Picobrew Pico angesehen Ein Bierchen in Ehren ...
  3. Peak Smarte Lampe soll Nutzer zum Erfolg quatschen

  1. Re: Gamescom

    WonderGoal | 05:09

  2. Re: Fire TV mittlerweile auch im Urlaub nutzbar?

    nasenweis | 05:05

  3. Re: Golem nervt!

    nasenweis | 05:01

  4. Re: Rechtsstaat? Leider nein.

    WonderGoal | 04:59

  5. CarSharing klingt toll...

    SJ | 04:58


  1. 18:17

  2. 17:39

  3. 17:27

  4. 17:13

  5. 16:56

  6. 16:41

  7. 15:59

  8. 15:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel