Abo
  • Services:
Anzeige

Telekomaffäre: Chaos Computer Club will drakonische Strafen

Wirksamer Opferschutz und Stopp der Vorratsdatenspeicherung nötig

Angesichts der Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom fordert der Chaos Computer Club eine strenge Bestrafung von Datenverbrechen. "Werden ohne Zustimmung des Betroffenen Kommunikations- und Bewegungsprofile erstellt, müssen die Verantwortlichen und Täter belangt werden können und das Opfer einen signifikanten Schadenersatz erhalten", so die Experten.

Dazu müssten Zugriffe auf heikle Daten aufgezeichnet und personelle Verantwortlichkeiten jeweils konkret nachvollziehbar gemacht werden. Die derzeitige Behandlung von Datenverbrechen als Kavaliersdelikt sei in keiner Weise den Folgen für den Einzelnen angemessen. Unternehmen und Behörden müsse man verpflichten, so wenige Daten wie möglich zu speichern und den Umgang strenger zu kontrollieren.

Anzeige

Nötig sei ein sofortiger Stopp der Vorratsdatenspeicherung. Die Verlängerung der Speicherung der Verbindungsdaten auf sechs Monate erlaube das Erstellen wesentlich umfangreicherer Profile. Dies eröffne bisher nicht gekanntes Missbrauchspotenzial. "Der Telekom-Skandal wird nur der Anfang einer langen Reihe von Datenverbrechen sein, sollte die Vorratsdatenspeicherung nicht sofort beendet werden", so die Warnung des CCC.

Vorstände und Geschäftsführer müssten für Datenverbrechen ihres Unternehmens persönlich haftbar gemacht werden können. Dies sei der "einzig erfolgversprechende Hebel, um konsequente Schutzmechanismen und -strukturen in den Firmen durchzusetzen". Arbeitnehmer, die Datenverbrechen in ihrer Firma aufdecken, sollten Kündigungsschutz genießen.

Der frühere Innenminister Gerhart Baum (FDP), der in der Spitzelaffäre die Arbeitnehmervertreter bei ihrer Klage gegen das Unternehmen als Rechtsanwalt vertritt, wirft der Telekom "systematische Gesetzesübertretungen vor". Er habe die Aufgabe angenommen, "weil ich empört bin über die menschenverachtende Grundhaltung der Telekom", sagte Baum dem Stern. Auch Baum fordert vom Staat "Bußgeld-Regelungen, die richtig wehtun". Die bisherigen sechsstelligen Summen bei Vergehen gegen den Datenschutz seien "vollkommen lachhaft", sagte Baum.


eye home zur Startseite
Johannes123 13. Jul 2008

Ich finde den Ausdruck "drakonisch" auch nicht besonders Hilfreich. Aus den Gründen die...

Softwarepirat 19. Jun 2008

Ah, ein Befürworter der Todestrafe! Sowas hab ich mir schon gedacht. Es gibt doch immer...

Softwarepirat 19. Jun 2008

Was bitte hat das damit zu tun, dass die vorhandenen Gesetze, so wie ich schrieb, nicht...

C3PO 05. Jun 2008

Der CCC tritt immer für Schutz der persönlichen und sensiblen Daten ein. Das tut er auch...

Softwarepirat 04. Jun 2008

Das gerade die Leute, die sonst für weniger staatliche Gängelung eintreten hier härtere...


Steffen Zörnig / 18. Apr 2009

Datenschutz, doch wichtiger als viele glauben?

F!XMBR / 03. Jun 2008



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Hanseatisches Personalkontor Berlin, Großraum Leipzig
  2. Faurecia Emissions Control Technologies, Germany GmbH, Augsburg
  3. Deutsche Telekom AG, Darmstadt
  4. andavis GmbH, Nürnberg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 36,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Nintendo

    Wii U findet kaum noch Käufer

  2. BKA-Statistik

    Darknet und Dunkelfelder helfen Cyberkriminellen

  3. Ticwatch 2

    Android-Wear-kompatible Smartwatch in 10 Minuten finanziert

  4. Hardware und Software

    Facebook legt 360-Grad-Kamera offen

  5. Licht

    Osram verkauft sein LED-Geschäft nach China

  6. Micro Machines im Kurztest

    Die Minis rasen zur Kasse

  7. E-Bus-Linie 204

    BVG testet offenes WLAN in Bussen

  8. Olympische Spiele

    Firmen dürfen #Rio2016 im sozialen Netz nicht verwenden

  9. Mi Notebook Air

    Xiaomi steigt mit Kampfpreisen ins Notebook-Geschäft ein

  10. Privacy Shield

    EU-Datenschützer billigen Datentransfer für ein Jahr



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on: Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on
Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  1. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone
  2. Redmi 3S Xiaomis neues Smartphone kostet umgerechnet 95 Euro
  3. Mi Band 2 Xiaomis neues Fitness-Armband mit Pulsmesser kostet 20 Euro

Amoklauf in München: De Maizière reanimiert Killerspiel-Debatte
Amoklauf in München
De Maizière reanimiert Killerspiel-Debatte

Schwachstellen aufgedeckt: Der leichtfertige Umgang mit kritischen Infrastrukturen
Schwachstellen aufgedeckt
Der leichtfertige Umgang mit kritischen Infrastrukturen
  1. Tor Hidden Services Über 100 spionierende Tor-Nodes
  2. Pilotprojekt EU will Open Source sicherer machen
  3. Mobilfunk Sicherheitslücke macht auch Smartphones angreifbar

  1. Re: Would you like to hear a TCP joke?

    johnripper | 15:35

  2. Re: Hackintosh- oder Linuxkompatibel und das Ding...

    ibsi | 15:35

  3. Re: Völlig unwichtig - 14 km/h weniger hätten...

    flasherle | 15:35

  4. Vielleicht erstmal Klimatechnik?

    Patte6 | 15:34

  5. Re: Ein Mehrwert darzustellen wird immer schwieriger

    RicoBrassers | 15:34


  1. 15:31

  2. 15:14

  3. 14:56

  4. 14:37

  5. 14:12

  6. 14:00

  7. 13:55

  8. 12:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel