Telekom soll Spitzel noch bis Mitte Mai bezahlt haben

Network-Deutschland-Chef erhielt Bares

Im Überwachungsskandal bei der Deutschen Telekom soll noch bis Mitte Mai 2008 Geld an den Recherchedienst Network Deutschland geflossen sein. Am 14. Mai habe der Konzern 174.000 Euro überwiesen. Die Telekom behauptet, damit nur legale Aufträge beglichen zu haben.

Anzeige

Wie das Handelsblatt berichtet, hatte Network-Deutschland-Chef Ralph Kühn zwei Wochen zuvor in einem Fax gedroht, die Hauptversammlung am 15. Mai massiv zu stören und der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass er im Auftrag des Konzerns illegal Telefonkontakte zwischen Aufsichtsräten und Journalisten ausgekundschaftet habe. Kühn hatte auf die Bezahlung einer Rechnung von Mitte Februar über 650.000 Euro gedrängt. Wie die Zeitung aus Telekom-Kreisen erfahren hat, seien die 174.000 Euro für legale Aufträge gezahlt worden, der nicht bezahlte Anteil wurde für illegale Telefonabgleiche eingefordert, die die Telekom gar nicht mehr beauftragt habe.

Zugleich sind neue Anschuldigungen gegen den ehemaligen Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke sowie den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel aufgetaucht. Klaus T., Mitarbeiter der Telekom-Konzernsicherheit, habe die Manager mehrfach persönlich über die Suche nach undichten Stellen im Konzern informiert, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen Vertrauten von T. "Ich habe nie von illegalen Methoden gewusst", verteidigte sich Ricke.

Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, wird die Staatsanwaltschaft Bonn möglicherweise gegen Konzernbetriebsratschef Wilhelm Wegner wegen des Verrats von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen ermitteln. Dem Aufsichtsrat werden Kontakte zu einem Journalisten des Magazins Capital nachgesagt, wobei vertrauliche Informationen weitergegeben worden seien.


jake 02. Jun 2008

wenn ich eine mahnung erhalte, in der steht, dass mein gläubiger im falle des...

Micky 02. Jun 2008

ganz genau. Und warum schreien (zumindestens ein Teil)der "armen" Journalisten nun so...

IrishCoffee 02. Jun 2008

"Diese Anwort war korrekt" ;-) 100% agree. Es gibt nunmal Dinge, die müssen nicht...

IrishCoffee 02. Jun 2008

Wenn Du eine "Androhung" erhälst (Mahnung), weil Du in Zahlungsverzug bist, ist das ja...

Kommentieren




Anzeige

  1. GET ONE Senior Test Coordinator Business Partner (m/w)
    Daimler AG, Stuttgart
  2. SAP ABAP-Entwickler (m/w)
    DPD GeoPost (Deutschland) GmbH, Großostheim bei Aschaffenburg
  3. Softwareentwickler (m/w) für IT-Anwendungen
    TQ-Systems GmbH, Seefeld (Oberbayern)
  4. Softwareentwickler Linux/C++ (m/w)
    init AG, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. iOS

    Wikipedia-App mit Offlinefunktion für unterwegs

  2. Microsoft

    Office fürs iPad wird praxistauglicher

  3. Sony-Sensor

    Baut Nikon eine eigene Mittelformatkamera?

  4. Adobe

    Lightroom 5.6 mit neuen Kamera- und Objektivprofilen

  5. Raumfahrt

    Nasa testet Schubdüse mit Mikrowellen

  6. Oculus Rift DK2 im Test

    Pixeldichte schlägt Pentile-Matrix

  7. Icann

    Länderdomains sind kein Eigentum

  8. LG

    Update soll Abschalt-Bug beim G3 beseitigen

  9. Square Enix

    Final Fantasy 14 zwei Wochen kostenlos

  10. Google und Linaro

    Android-Fork für Modulsmartphone Ara



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Android L im Test: Google verflacht Android
Android L im Test
Google verflacht Android
  1. Android L Keine Updates für Entwicklervorschau geplant
  2. Inoffizieller Port Android L ist für das Nexus 4 verfügbar
  3. Android L Cyanogenmod entwickelt nicht anhand der Entwicklervorschau

Sony RX100 Mark III im Test: Klein, super, teuer
Sony RX100 Mark III im Test
Klein, super, teuer
  1. Sony Gewinnsprung dank Playstation 4 und Filmen
  2. Custom ROM Sonys Bootloader einfacher zu entsperren
  3. Sony Xperia T3 kommt als Xperia Style für 350 Euro

Luftfahrt: Die Rückkehr der Überschallflieger
Luftfahrt
Die Rückkehr der Überschallflieger
  1. Verkehr FBI sorgt sich um autonome Autos als "tödliche Waffen"
  2. Steampunk High Tech trifft auf Dampfmaschine
  3. Aerovelo Eta Kanadier wollen mit 134-km/h-Fahrrad Weltrekord aufstellen

    •  / 
    Zum Artikel