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Microsoft patentiert proaktiven VirenschutzEinspruch von Antivirensoftware-Herstellern zu erwarten
Computerviren sind eine Plage. Antivirensoftware ist ein gutes Geschäft. Lange hatte Microsoft das Geschäft unabhängigen Softwareherstellern überlassen. Vor ein paar Jahren hat der Riese aus Redmond aber erkannt, dass sich auch noch mit den Sicherheitslücken in den eigenen Softwareprodukten Geld verdienen lässt. Mit eigenen Angeboten ist Microsoft seitdem in Konkurrenz zu den etablierten Herstellern von Sicherheitsprodukten gegangen.
Diese werden über das jetzt erteilte Softwarepatent mit der Nummer 7,376,970 wenig erfreut sein, beansprucht doch Microsoft die Exklusivrechte für den proaktiven Virenschutz für sich. Das Patent wurde am 20. Februar 2004 angemeldet und am 20. Mai 2008 erteilt. In der Patentanmeldung wird beschrieben, wie die Ausführung von Programmen simuliert wird, um herauszufinden, ob "die Programme Malware sind". Diese Vorgehensweise haben die etablierten Antivirenprogramme schon seit Jahren verfolgt. Bereits vor dem Termin der Patentanmeldung boten mehrere Hersteller Sicherheitsprodukte mit proaktivem Antivirenschutz an. Es ist daher unwahrscheinlich, dass die in der Patentanmeldung beschriebene Erfindung zum Zeitpunkt der Anmeldung noch neu und damit patentierbar war. Beobachter wie Alexander Wolfe von Information Week gehen folglich davon aus, dass verschiedene Hersteller von Antivirensoftware gegen die Patenterteilung Einspruch erheben werden. Ob Microsoft seinerseits unter Verweis auf das erteilte Patent gegen McAfee, Symantec, Trend Micro, Kaspersky & Co. vorgehen wird, ist noch nicht bekannt. [von Robert A. Gehring] (ji)
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