Skorpione und Skarabäen erforschen fremde Planeten

Laufroboter sollen unzugängliche Orte auf Mond und Mars erkunden

Fahrzeuge auf Rollen sind bewährte Fortbewegungsmittel. Doch sie kommen nicht überall hin. Sie können beispielsweise nicht in Krater auf fremden Planeten vordringen. Die Robotiker des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz haben deshalb Laufroboter entwickelt, die sich auch in unzugänglichem Gelände fortbewegen können. Die Vorbilder fanden sie in der Natur.

Anzeige

Etwas schwerfällig und mit abgehackten Bewegungen stakst der achtbeinige Roboter die Anhöhe hinauf. Doch auf Eleganz kommt es auf fremden Planeten nicht an. Für deren Erforschung bedarf es anderer Fähigkeiten. Zum Beispiel eines guten Klettervermögens - und darüber verfügt der Laufroboter Scorpion.

Die Laufroboter Scorpion (vorne) und Scarabaeus
Die Laufroboter Scorpion (vorne) und Scarabaeus

Der 60 Zentimeter lange Roboter ist eigens dafür entworfen worden, in tiefe und schwer zugängliche Meteoritenkrater hinabzusteigen, wie sie etwa auf dem Mars zu finden sind. An deren Grund hoffen Wissenschaftler Hinweise auf Wasser oder organisches Leben zu finden. Räderfahrzeuge wie Opportunity, das 2004 auf dem Mars gelandet ist, können jedoch nicht in diese Krater hineinfahren. Die Abhänge sind meist zu steil für ein Fahrzeug mit Rädern. Außerdem ist es schon knapp unterhalb des Kraterrandes stockfinster. Ein mit Solarzellen betriebener Rover würde dort aus Energiemangel liegenbleiben.

Laufroboter Scorpion
Laufroboter Scorpion
Für einen Laufroboter jedoch ist das schwere Gelände kein Hindernis. Tapfer kämpft sich der Scorpion den steilen Abhang im Robotiklabor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen hinauf. Wie sein Name verrät, haben die Robotiker um Dirk Spenneberg für seine Konstruktion einem Skorpion auf die Füße geschaut und seine Bewegungen zum Vorbild für das Laufmuster des Roboters genommen.

Laufroboter Scarabaeus mit Greifer
Laufroboter Scarabaeus mit Greifer
Allerdings wollen Wissenschaftler auf der Erde nicht nur wissen, wie es in einem Krater aussieht. Sie möchten auch gern Gesteinsproben von fremden Planeten analysieren. Das ist die Aufgabe für Scarabaeus, den weiterentwickelten, großen Bruder des Robo-Skorpions. Mit den Klauen an seinen sechs Beinen greift der 80 Zentimeter große metallische Käfer nach Gesteinsproben und sammelt sie ein. Er sieht mit Hilfe eines Laser-Scanners geeignete Steine und nimmt sie ins Visier. Dann hebt er die Klaue, visiert erneut und greift zu. Ein Drucksensor erkennt, wenn die Klaue Kontakt zum Stein hat, und schließt die drei Greifer um den Stein. Dann hebt der Roboter die Probe hoch und legt sie in ein Fach auf seinem Rücken.

Skorpione und Skarabäen erforschen fremde Planeten 

copious 27. Mai 2008

Hab mir das live am Tag der offenen Tür angeschaut, sehr faszinierend ;) Hab auch Bilder...

Fünfter 25. Mai 2008

....würden sie sagen: "Wir sind Replikatoren." Aber ich habs auf den ersten Blick auch...

Uranus 24. Mai 2008

Ah, das blöde ä ist auch da, dachte ich mir, dass du auf sowas abfährst :-)

Uranus 24. Mai 2008

Heh, Futurama, juhuu :-)

casper. 24. Mai 2008

I'm sorry, Fry, but astronomers renamed Uranus in 2620 to end that stupid joke once and...

Kommentieren




Anzeige
  1. Head of Development (m/w)
    aboutbooks GmbH, München
  2. Stellvertretender Teamleiter (m/w) IT-Helpdesk
    Rhenus AG & Co. KG, Holzwickede
  3. SAP BW Business Analyst (m/w)
    Fresenius Medical Care Asia-Pacific Limited, Hong Kong (China)
  4. Projektmanager für Webapplikationen (m/w)
    Information Factory Deutschland GmbH, Nürnberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Electronic Arts

    Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"

  2. Apple-Zulieferer

    Wieder drei Suizide bei Foxconn

  3. Cast AR

    Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

  4. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  5. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  6. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  7. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  8. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  9. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  10. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Bitte schalte deinen Adblocker aus!
In eigener Sache
Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.

  1. In eigener Sache Golem.de und das Leistungsschutzrecht

XPS 10 und Surface: Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
XPS 10 und Surface
Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets

Zwei Hersteller von Windows-RT-Tablets haben die Preise ihrer Geräte gesenkt, für einige deutlich. Dell senkt die Preise direkt um ein Drittel und Microsoft gibt das ziemlich teure Type oder Touch Cover dazu. Die nächste RT-Generation soll sogar noch billiger werden.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter
  3. Windows-Tablet Microsoft wird neue Surface-Serie ankündigen

Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  3. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"

Zum Artikel