Steve Ballmer in Ungarn mit Eiern empfangen

Microsoft-Chef weicht Wurfattacke aus

Microsoft-Chef Steve Ballmer ist am vergangenen Montag bei einem Auftritt an der Budapester Corvinus-Universität mit drei Eiern beworfen worden. Hintergrund ist ein umstrittener Rahmenvertrag des ungarischen Staates mit Microsoft.

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Bevor Ballmer seinen Vortrag zur Verleihung der Ehrendoktorwürde unter dem Titel "You can change the world" beginnen konnte, erhob sich ein Zuhörer, forderte auf Englisch, Microsoft solle 100 Millionen Euro, die von den ungarischen Steuerzahlern geklaut worden seien, zurückgeben und warf hintereinander drei Eier. Ballmer duckte sich hinter das Rednerpult und konnte so den Geschossen ausweichen. Er rappelte sich schnell wieder auf und scherzte, wie auf einem Video von der Szene deutlich zu verstehen ist: "Das war eine nette Unterbrechung". Der Eierwerfer wurde unter Gelächter von Sicherheitsleuten aus dem Raum geleitet.

Er trug ein T-Shirt mit der Aufschrift: "Microsoft = Korruption". Er sei vermutlich ein Student der Universität, schreibt die ungarische Zeitung Index. Sie vermutet weiter, der Eierwerfer habe auf einen Rahmenvertrag des ungarischen Staates mit Microsoft in Höhe von 100 Millionen Euro angespielt. Dieses Geschäft, das vor allem die ungarischen Verwaltungs- und Bildungsinstitutionen betrifft, hatte die ungarische Wettbewerbs- und Verbraucherbehörde (GVH) vor einem Budapester Gericht am 14. März 2008 angefochten. Am Tag des Ballmer-Auftritts sollte der Prozess beginnen. Der zuständige Richter ließ die Gerichtsverhandlung jedoch unerwartet und ohne Erklärung vertagen. Kritiker meinen, der Rahmenvertrag mit Microsoft begünstige die Produkte dieses Unternehmens in Budapest übermäßig und lasse Konkurrenten keine Chance.

Ballmers Reise nach Budapest hatte das Ziel, ein neues Kooperationsabkommen mit der ungarischen Regierung zu schließen, um Computer- und Internetnutzung in Ungarn zu fördern. Vor seinem Auftritt an der Universität war Ballmer im ungarischen Parlament gewesen.

Lebensmittelattacken auf Microsoft-Repräsentanten haben eine gewisse Tradition. Vor zehn Jahren sah sich Microsoft-Gründer Bill Gates in Belgien einem Sahnetortenangriff ausgesetzt. Ballmer wiederum ist bekannt dafür, dass er über ein ausgeprägtes Show-Talent verfügt. Legendär ist sein enthusiastischer Auftritt in seinem Unternehmen mit dem Ausruf: "Ich liebe dieses Unternehmen!".

Microsoft steht derzeit wegen seiner bislang gescheiterten Übernahmepläne für Yahoo unter Druck. Bei seinem Besuch in Budapest bekräftigte Ballmer in einem Interview mit der Wirtschaftswochenzeitung Figyelö, der Komplettaufkauf von Yahoo bleibe weiterhin eine Option.


Kampfmittelräum... 22. Mai 2008

Ja Sklaventreiber sind bei manchen Firmen begehrt. Die Angestellten sehen das manchmal...

Süden 22. Mai 2008

Für dich bedeutet kontra Microsoft, dass man ein Linux User ist? ;)

Süden 22. Mai 2008

Technisch ist doch ein Mac wie ein PC aufgebaut, abgesehen von EFI. Oder gibt es noch...

Süden 22. Mai 2008

Steven ist kein Mädchenname, oder? Anthony (zweiter Vorname) und Ballmer aber auch nicht ;)

Süden 22. Mai 2008

Den englischen Verlierer schreibt man mit nur einem o -> loser. Ich hoffe, die Eier...

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Strandgucker / 21. Mai 2008

Saugut



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