CSU will Strafrecht zu Computerspielen

Herstellungs- und Verbreitungsverbot gefordert

Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) hat die gestrige Verschärfung des Jugendschutzgesetzes bei Computerspielen und Filmen durch den Bundestag als ungenügend bezeichnet. Eine leichtere Indizierungsmöglichkeit als jugendgefährdend allein reiche nicht aus.

Anzeige

"Wir brauchen ein strafrechtliches Verbot von virtuellen Killerspielen. Um solche Gewaltspiele mit ihren negativen Folgen effektiv bekämpfen zu können, muss ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot im Strafrecht geschaffen werden", so Merk. "Nur dann kann es gelingen, derartige Machwerke zurückzudrängen."

Gegen die Stimmen der Opposition hatte der Bundestag die Kriterien erweitert, nach denen Medien als jugendgefährdend indiziert werden. Spiele mit "besonders realistischen, grausamen und reißerischen Gewaltdarstellungen und Tötungshandlungen", die "das mediale Geschehen selbstzweckhaft beherrschen", landen nun schneller auf dem Index. Für Jugendliche verboten waren bislang Gewalt oder Krieg "verherrlichende" Computerspiele. Darüber hinaus müssen die Altersbeschränkungen auf Datenträgern vergrößert werden, um die Abschreckung zu erhöhen.

"Es handelt sich um eine wichtige Maßnahme", wertete Merk. "Ein Schritt in die richtige Richtung", der aber nicht ausreiche. Sie wies auf den Anfang 2007 in den Bundesrat eingebrachten Gesetzentwurf Bayerns hin, der einen neuen Straftatbestand schaffen soll. "Dieser erfasst Spielprogramme, die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen darstellen und dem Spieler die Beteiligung an dargestellten Gewalttätigkeiten solcher Art ermöglichen", so die Vorlage. Merk: "Menschenverachtende virtuelle Killerspiele haben eine gewaltabstumpfende Wirkung und können gerade auf labile Personen stimulierend wirken."

Forderungen nach einem Totalverbot von solchen Spielen seien in Zeiten des Internets nicht zielführend, hielt SPD-Jugendexperte Jürgen Kucharzy dagegen. Aufgrund der rasanten technischen Entwicklungen bedürfe der Jugendmedienschutz regelmäßiger Überprüfungen. Die jetzige Novellierung betreffe nur die Offlinemedien wie Filme und Spiele auf CDs und DVDs. "In einem nächsten Schritt müssen wir den Online-Bereich unter die Lupe nehmen", und den Jugendmedienschutz dort weiterentwickeln, kündigte er an.


SilverSurfer 14. Mai 2008

Ich bin für ein strafrechtliches Verbot volksverhetzender Äußerungen von CSU-Politikern.

cxc 14. Mai 2008

bei dermaßen vielen faschistoiden pissköpfen in den sog. "volksparteien" ist angst vor...

Ruhrpottler 13. Mai 2008

Ähm die Ministerien halten ich an den Hackerparagraphen,das is ja das lustige daran, ich...

Metalhead 13. Mai 2008

Vielleicht ist das Thema der golem.de-Redaktion übel aufgestoßen... ^^

c(ounter) s... 13. Mai 2008

*kopfschüttel*

Kommentieren


Game Blogs / 11. Mai 2008

CSU will Strafrecht zu Computerspielen



Anzeige
  1. Solution Architekt Workplace Management (m/w)
    QRC Group, München, Frankfurt oder Düsseldorf
  2. Diplom Informatiker / Betriebswirt / Ingenieur für Entwicklungen und Beratung in SAP CRM 7.0 Web UI (m/w)
    Brunel GmbH, Frankfurt
  3. IT Software Engineer (m/w)
    Wacker Chemie AG, München
  4. SAP-Consultant / Application-Analyst HR/FI (m/w)
    Pfleiderer Service GmbH, Neumarkt, Gütersloh

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Anzeige

Die neuesten Browsergames auf browserhits.de


Meistgelesen
  1. Acta-Demos

    Zehntausende gegen "bekACTA Scheiß" in München und Berlin

  2. Klage gegen Samsung

    Apple will Verkauf des Galaxy Nexus verhindern

  3. Lumia-Smartphones

    Nokias Offensive auch in Deutschland gescheitert

  4. Nach Hackerangriff

    Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down

  5. Browser

    Firefox 10.0.1 bringt Fehlerkorrekturen


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 214 | letzter Beitrag 12.02. 20:12

  2. Kommentare: 144 | letzter Beitrag 12.02. 23:39

  3. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 12.02. 10:35

  4. Kommentare: 97 | letzter Beitrag 00:04 Uhr

  5. Kommentare: 88 | letzter Beitrag 12.02. 23:06

Mehr


  1. Browser

    Firefox 10.0.1 bringt Fehlerkorrekturen

  2. Lumia-Smartphones

    Nokias Offensive auch in Deutschland gescheitert

  3. Klage gegen Samsung

    Apple will Verkauf des Galaxy Nexus verhindern

  4. Nach Hackerangriff

    Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down

  5. Acta-Demos

    Zehntausende gegen "bekACTA Scheiß" in München und Berlin

  6. Nasa

    Mögliche Etatkürzungen gefährden Mars-Erforschung

  7. Golem.de guckt

    Zuckerberg und Assange

  8. Steam-Hack

    Einbrecher könnten Kreditkartendaten kopiert haben

  9. HTTPS gesperrt

    Iran weitet Internetzensur aus

  10. Paypal-Konkurrent

    Dwolla will seine Dienste weltweit anbieten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Bing, Blekko, Duck Duck Go: Googeln ohne Google?
Bing, Blekko, Duck Duck Go
Googeln ohne Google?

Die überarbeitete Version der Google-Suche "Search, plus Your World" hat heftige Debatten ausgelöst. Vor allem der Datenschutz steht mal wieder im Vordergrund der Kritik. "Geht es eigentlich auch ohne Google?", fragen sich daher viele Nutzer. Der Blogger Marcel Weiß hat es 18 Monate lang getestet.

  1. "Focus on the User" Facebook und Twitter zeigen Google, wie soziale Suche geht
  2. Neuer Algorithmus Google straft Seiten mit zu viel Werbung ab
  3. Theseus-Projekt Quote soll die erste Zitate-Suchmaschine Deutschlands werden

Joseph Weizenbaum: Inseln der Vernunft im Meer des Unsinns
Joseph Weizenbaum
Inseln der Vernunft im Meer des Unsinns

In der globalisierten Welt müssten Wissenschaft und Wirtschaft enorme Verantwortung übernehmen, sagte der Informatiker Joseph Weizenbaum. Enden könne das im totalen Kollaps - wenn sich nicht aus den Inseln der Vernunft "in einem riesigen Meer von Unsinn und Blödsinn" irgendwann ein Kontinent bilde.


Onkyo: Aktive Lautsprecher mit WLAN und DLNA
Onkyo
Aktive Lautsprecher mit WLAN und DLNA

Onkyo hat mit dem GX-W100HV ein Stereolautsprecherpaar vorgestellt, das mit einem WLAN-Modul und DLNA-Unterstützung ausgerüstet ist und sich so für die Funkübertragung von Musik aus Tablets, PCs und Smartphones eignet.

  1. Soundblaster Recon3D Creatives neue PCIe-Soundkarten werden ausgeliefert

Zum Artikel