Onlinepoker umsatzstärker als World of Warcraft

Spieleentwickler können von Onlinecasinos lernen

Das weltweit größte Onlinespiel ist nicht etwa World of Warcraft, sondern Poker. Das Kartenspiel im Internet entwickelt sich zu einem Geschäftszweig mit Millionenumsätzen. Die Rechtslage ist allerdings oft nicht eindeutig, ungeklärt ist auch, ob Onlinepoker Spiel oder Sport ist. Onlinepoker ist auch ein Thema auf der Spieleentwicklerkonferenz "Quo Vadis" in Berlin.

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Im Internet hat sich in den vergangenen Jahren mit einem jahrhundertealten Kartenspiel ein millionenschweres Geschäftsfeld entwickelt. Onlinepoker macht nach Angaben von Teut Weidemann, Unternehmensberater für Onlinespiele, inzwischen Riesenumsätze. Der passionierte Pokerspieler hat auf der Entwicklerkonferenz "Quo Vadis" in Berlin das Spiel und die Mechanismen der Anbieter beleuchtet.

Audio: Onlinepoker umsatzstärker als WoW (3:02)

Onlinecasinos hätten keine Kosten für Personal oder Räume und könnten somit unendlich viele Spieltische anbieten. Niedrige Mindesteinsätze machten es den Spielern leicht, einzusteigen. Zudem bekämen neue Teilnehmer sogar Geldgeschenke "um die 50 US-Dollar". Die kann sich der Spieler den Angaben zufolge zwar nicht auszahlen lassen, aber immerhin im Spiel einsetzen. Nach Ansicht von Weidemann könnte auch Blizzard mit seinem World of Warcraft davon lernen, "mit welchen Methoden man seine Spielerbasis erweitern kann".

Auch in Deutschland ist Onlinepoker ein Erfolg. Weidemann kennt allerdings nur vier oder fünf Spieler, die als Profis tatsächlich davon leben können. In Indien und Korea gibt es hingegen nach seinen Recherchen sogar bezahlte Spieler, die im Auftrag eines Unternehmens täglich mindestens 100 US-Dollar erspielen müssen. Was darüber hinaus geht, dürfen sie anteilig behalten. Bei weniger Gewinn würden sie sich als Mitarbeiter nicht lohnen.

Absoluter Vorreiter in Sachen Onlinepoker sind aber immer noch die USA. Dort gebe es groß angelegte Werbekampagnen und "regelrechte Helden", die auf Turnieren regelmäßig beim Gewinnen zu sehen sind. So bekomme Poker - dieses "furchtbar interessante Strategiespiel" - immer wieder neue Fans.

Die im Internet am häufigsten gespielte Pokerart ist Texas Hold'em. Weidemann bezeichnet sie als Denksport vergleichbar mit Schach. Doch er gibt zu: "Poker kann, so wie jedes andere Onlinespiel auch, süchtig machen".

Die Rechtslage hierzulande ist schwierig. Das deutsche Strafrecht gestattet das Betreiben von Glücksspielen grundsätzlich nur mit einer entsprechenden Konzession. Sowohl das Angebot als auch die Teilnahme an einem nicht genehmigten Glücksspiel stehen grundsätzlich unter Strafeandrohung - das gilt auch für Onlinecasinos. Weidemann sagt aber: "Der Staat ist gegen die Onlinepokerräume machtlos. Die sitzen in Gibraltar oder so". Als Strategie bleibe eigentlich nur, Lizenzen zu verteilen, um das Onlineglücksspiel zu legalisieren und auch kontrollieren zu können.


grausam 13. Jan 2011

profi / profis!

haXxOr 09. Mai 2008

jo, onlinepoker is halt für die leute die zu dumm sind was richtiges zu spielen aber...

mercury02 08. Mai 2008

der vergleich ist ja mal super. danke golem. wie: mehr autos von fiat verkauft als golf...

mike33 07. Mai 2008

Hi, das stimmt nicht. Man kann durchaus

tobiWahn 07. Mai 2008

natürlich ist poker ein glücksspiel. aber ein glückspiel dass man beherrschen muss. du...

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