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Indische Regierung beklagt Hackerangriffe aus ChinaEin System für offensive Vergeltungsschläge soll aufgebaut werden
Die Bedrohung durch China sei realer als durch jeden anderen ausländischen Staat, heißt es in dem Bericht der Times of India. Zum Einsatz kämen Botnetze, Keylogger und Netzwerk-Scans. Fast 50.000 Botnetze seien derzeit in Indien aktiv, fergesteuert von China, so die Zeitung weiter.
Indiens Netzwerktopologie werde von den chinesischen Hackern regelrecht vermessen, um die Angriffspunkte zu finden, an denen der Betrieb am besten zu stören oder zu unterbrechen sei. In den letzten Monaten griffen die Chinesen demnach hauptsächlich die Regierungsagentur NIC (National Informatics Centre) an. Indien sei dagegen gerade erst dabei, eine eigene Verteidigungsstrategie aufzubauen. Die offiziellen Teams seien zwar sehr engagiert, aber unterbezahlt. "Die wichtigste Lücke ist jedoch ein System für offensive Vergeltungsschläge, das erst noch aufgebaut wird", so das Blatt wörtlich. Das falle nicht schwer, seien die chinesischen ITK-Netzwerke doch "äußerst großporig", während Indien ein "Gigant des IT-Wissens" geworden sei. Chinesische Regierungsvertreter wiesen den Bericht als "unbegründet" zurück. Ein Vertreter der chinesischen Botschaft in Indien, der nicht namentlich genannt werden wollte, erklärte, laut Information Warfare Monitor, dass "solche Aktivitäten nicht zu dem sich entwickelnden Vertrauen zwischen den beiden Staaten passen" würden. "Die chinesische Regierung hat damit nichts zu tun und ermutigt niemanden, dies zu tun. Die chinesische Regierung lehnt solche Aktivitäten allen Staaten gegenüber ab, Indien eingeschlossen", so der Sprecher. (asa)
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