Der Softwarekonzern Microsoft hat in der vergangenen Nacht offiziell sein Übernahmeangebot für Yahoo zurückgezogen. Neue Gespräche um den Verkauf waren gescheitert, obwohl Microsoft-Chef Steve Ballmer die Offerte um 5 Milliarden US-Dollar erhöht hatte. Microsoft bot letztendlich 33 US-Dollar pro Aktie, Yahoo habe aber 37 Dollar pro Aktie gefordert, so Microsoft in einer Stellungnahme.
Trotz
"intensiver Anstrengungen" habe sich
"Yahoo nicht auf Microsoft zu bewegt", erklärte Ballmer.
"Nach gründlicher Prüfung der Bedingungen, die Yahoo einforderte, kamen wir zu dem Ergebnis, dass ein Abschluss für uns keinen Sinn ergäbe und es im besten Interesse der Microsoft-Aktionäre, -Beschäftigten und anderen Interessengruppe ist, das Angebot zurückzuziehen."
Das Wall Street
Journal
zitiert einen Microsoft-Insider, der davon ausgeht, dass es sich bei dem Rückzug nicht um einen Verhandlungstrick handelt.
Wie Ballmer in einem offenen Brief an Yahoo-Chef Jerry Yang erklärte, sei auch keine feindliche Übernahme mehr geplant. Entscheidend dafür sei der Plan der Yahoo-Führung, eine Allianz mit Google zu schließen. Yahoo habe dem konkurrierenden
Suchmaschinenbetreiber angeboten, Werbung für ihn auszuliefern. Damit könnte Yahoo seinen Cashflow signifikant erhöhen.
(asa)
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