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Hansenet verliert angeblich rasant KundenKündigungsquote von knapp 25 Prozent pro Jahr
Die Probleme hätten die Kündigungsquote auf knapp 25 Prozent pro Jahr hochgetrieben, was umgerechnet auf die aktuell 2,3 Millionen Kunden rund 500.000 Kündigungen innerhalb eines Jahres ausmache, schreibt Capital. Auch die sehr kundenfreundlichen Kündigungsfristen von nur vier Wochen für Privatkunden dürften hierbei eine Rolle spielen.
Viele Kunden würden ihren Anschluss bereits kündigen, noch bevor sie überhaupt an das Netz von Hansenet angeschlossen werden, heißt es in dem Bericht weiter. Mindestens 50.000 der mehr als 200.000 Haushalte oder Unternehmen, die im ersten Quartal 2008 einen DSL-Vertrag unterschrieben haben, hätten Hansenet bereits den Rücken gekehrt, bevor der Anschluss tatsächlich geschaltet wurde. Intern werde die Lage als "kritisch" bewertet. Wie Capital weiter berichtet, sei im gesamten Telecom-Italia-Konzern ein Sparkurs ausgerufen worden, da eine Steuernachzahlung von 3,5 Milliarden Euro droht. Wie die italienische Zeitung La Stampa Ende März 2008 gemeldet hatte, ging es dabei um mögliche Verstöße gegen das Steuerrecht in den letzten Jahren. Hansenet-Geschäftsführer Harald Rösch müsse demnach die Mittel für den geplanten Bau eines Glasfasernetzes in der Hamburger Innenstadt von rund 60 Millionen Euro auf deutlich unter 10 Millionen Euro senken. Hansenet-Sprecher Carsten Nillies wollte gegenüber Golem.de die Kündigungszahlen nicht kommentieren. Er verwies auf die offiziellen Zahlen, nach denen Hansenet 2007 rund 2,349 Millionen Kunden zählte. 2006 waren es nur 951.000 Kunden. Den Sprung habe es durch die Übernahme des AOL-Zugangsgeschäfts gegeben. Technische Probleme gebe es in dem von Capital beschriebenen Maße nicht, so Nillies: "Bei der Service-Qualität liegen wir im oberen Mittelfeld." Verzögerungen beim Hamburger Glasfaserprojekt räumte Nillies hingegen ein. Der Start sei aber weiterhin für dieses Jahr gesichert. (asa)
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