EU: Mehr als die Hälfte der EU-Bürger nutzt das Internet

Positive Zwischenbilanz zur Initiative "i2010"

Das Internet ist in Europa angekommen, lautet die Zwischenbilanz der "i2010"-Initiative, welche die Europäische Kommission am 1. Juni 2005 gestartet hat. Danach nutzen inzwischen mehr als die Hälfte (51 Prozent) der 500 Millionen EU-Bürger regelmäßig das Internet.

Anzeige

"Es ist ein erfreulicher politischer Richtungswechsel, dass nun alle 27 EU-Mitgliedstaaten in ihren nationalen Programmen die IKT als Haupttriebkraft des Wachstums in Europa unterstützen. Dies hilft Europa, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten, und trägt zur Modernisierung des Lebensalltags der Europäer bei", kommentierte Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, die aktuelle Entwicklung.

Die Zahl der regelmäßigen Nutzer ist laut EU-Kommission im letzten Jahr um 40 Millionen gestiegen. Die Verteilung ist allerdings noch sehr ungleich: Auf den vorderen Plätzen liegen die Niederlande (81 Prozent), Dänemark (76 Prozent) sowie Finnland und Schweden (je 75 Prozent). Ebenfalls an der Spitze mit dabei sind die Nicht-EU-Mitglieder Island (86 Prozent) und Norwegen (81 Prozent). Auf den hinteren Plätzen rangieren Italien (34 Prozent), Bulgarien, Griechenland (je 28 Prozent) und Rumänien (22 Prozent). In Deutschland nutzen 64 Prozent der Einwohner regelmäßig das Internet. Das ist Platz 7.

Bedenklich stimmt die Kommissarin allerdings, dass einige EU-Mitglieder "in Bezug auf den Netzanschluss noch immer weit" zurückliegen: So nutzen 40 Prozent der EU-Bürger das Internet gar nicht. Kommissarin Reding rief deshalb die EU-Mitglieder auf, "noch größere Anstrengungen [zu] unternehmen, um die Lücken zu schließen, grenzüberschreitende Kommunikationsdienste auszubauen und jene Dienste zu verbessern, mit denen auch ländliche und abgelegene Gebiete angebunden werden können."

Positiv bewertet Reding allerdings nicht nur die Nutzerzahlen. Auch die Ausstattung und das Angebot an Dienstleistungen habe sich in den letzten Jahren verbessert. So sei die Zahl der Breitbandanschlüsse "erfreulich" gesteigen: 77 Prozent der Unternehmen, 67 Prozent der Schulen und 48 Prozent der Ärzte verfügten über einen Breitbandanschluss. Aber auch privat wird schnell gesurft: 80 Prozent der Haushalte mit eigenem Internetanschluss sind über Breitband angebunden.

Mit der weiten Verbreitung ist auch die Zahl der Onlinedienstleistungen gestiegen. So seien im öffentlichen Bereich fast zwei Drittel (60 Prozent) der Dienstleistungen online zugänglich. Allerdings ist die Verteilung auch hier sehr unterschiedlich: So können beispielsweise Unternehmen in Österreich, der Tschechischen Republik, Malta oder Portugal alle "grundlegenden öffentlichen Dienste" online abwickeln. Davon können Unternehmer in Lettland, Polen und Bulgarien hingegen nur träumen.


chan 18. Apr 2008

http://chaosradio.ccc.de/ctv039.html The Internet is for Porn *träller*

derderhinterdir... 18. Apr 2008

sorry, war gerade noch beim SoutPark Artikel ;)

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP Inhouse Consultant (m/w) Finance
    Brüel & Kjaer Vibro GmbH, Darmstadt
  2. Senior System Architect (m/w)
    Siemens AG, München
  3. SAP Produktmanager (m/w)
    Bosch Thermotechnik GmbH, Wetzlar
  4. IT-Architekt (m/w)
    Zurich Gruppe Deutschland, Köln

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Apple mit Gewinnzuwachs, iPad-Verkauf erneut rückläufig

  2. Quartalsbericht

    Microsoft macht 700 Millionen US-Dollar Verlust mit Nokia

  3. Mayday

    Kindle-Besitzer können auf Knopfdruck Hilfe rufen

  4. Lufthansa Taxibot

    Piloten schleppen ihre Flugzeuge bald selbst zur Startbahn

  5. Geheimdienste

    USA und Deutschland wollen Leitlinien vereinbaren

  6. Geheimdienste

    DE-CIX bei manipulierter Hardware machtlos gegen Spionage

  7. Digitale Agenda

    Bund will finanzielle Breitbandförderung festschreiben

  8. DVB-T2

    HDTV sollte unverschlüsselt über Antenne kommen

  9. Wissenschaft

    Hören wie die Fliegen

  10. iWatch

    Apples Smartwatch könnte aus zwei Teilen bestehen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sony RX100 Mark III im Test: Klein, super, teuer
Sony RX100 Mark III im Test
Klein, super, teuer
  1. Custom ROM Sonys Bootloader einfacher zu entsperren
  2. Sony Xperia T3 kommt als Xperia Style für 350 Euro
  3. Auge als Vorbild Sony entwickelt gekrümmte Kamerasensoren

Programmcode: Ist das Kunst?
Programmcode
Ist das Kunst?
  1. Suchmaschinen Deutsche IT-Branche hofft auf Ende von Googles Vorherrschaft
  2. Quartalsbericht Google steigert Umsatz um 22 Prozent
  3. Project Zero Google baut Internet-Sicherheitsteam auf

Android L im Test: Google verflacht Android
Android L im Test
Google verflacht Android
  1. Android L Keine Updates für Entwicklervorschau geplant
  2. Inoffizieller Port Android L ist für das Nexus 4 verfügbar
  3. Android L Cyanogenmod entwickelt nicht anhand der Entwicklervorschau

    •  / 
    Zum Artikel