Anzeige

OpenComputer ade? Hackintosh-Anbieter Psystar unter Beschuss

EFI-Emulator-Entwickler Netkas verbietet Psystar die Nutzung des PC EFI V8

Der Entwickler des EFI-Emulators PC EFI V8 zeigt sich erbost darüber, dass Psystar auf Basis seiner kostenlosen Software einen kommerziellen "Hackintosh" anbietet - und untersagt Psystar nun die Nutzung. Derweil haben einige Publikationen versucht, mehr über die Psystar-Gründer herauszufinden.

In seinem Blog-Eintrag unter der Überschrift "psystar - liars" wirft der Hacker "Netkas" dem Psystar-Team vor, zwar seine Software zu nennen, aber den Hinweis auf den Autoren selbiger zu unterschlagen. Damit sehe es fälschlicherweise so aus, meint Netkas, dass PC EFI V8 von Psystar stamme.

Anzeige

"Also, das ist eine Verletzung meiner Autorenrechte an PC EFI v8", erklärt Netkas in seinem Blog. Als Reaktion darauf hat er nun eine mit aktuellem "smbios" versehene "pc_efi v8" online gestellt, die nun eine sehr einfache Lizenz enthalte - "[...] die jede kommerzielle Nutzung untersagt."

Das schließt laut der im Netkas-Blog veröffentlichten Lizenz sowohl "direkte als auch indirekte kommerzielle Zwecke" ein, unabhängig ob mit oder ohne Modifikation der Software. Die ganze Lizenz, die für PC EFI V1 bis V8 gilt, kann auch im Blog eingesehen werden.

Damit darf Psystar fortan die Software nicht mehr einsetzen, die als integraler Bestandteil des mittlerweile aus markenrechtlichen Gründen von "OpenMac" in "OpenComputer" umbenannten kommerziellen Hackintosh dient.

Auch an anderer Stelle hat Psystar Probleme, denn die Diskussion um den OpenMac hat das Interesse auch schnell auf das Unternehmen Psystar selbst gelenkt. Nachdem auffiel, dass die Firmenadresse ein Einfamilienhaus war, änderte sich die Adresse zwischenzeitlich auf ein Bürogebäude, wo jedoch laut Gizmodo niemand von Psystar wusste. Nun soll die Adresse innerhalb weniger Tage ein drittes Mal geändert worden sein.

Ein Redakteur des britischen Guardian hat sich die Mühe gemacht, mehr über die Firma herauszufinden, die jedoch weder im Internet noch der Handelskammer von Miami bekannt gewesen sei. Dem Guardian waren die wechselnden Adressen aufgefallen - und auch ein Telefonanruf beim Support sei sehr eigenartig verlaufen: Der Angerufene gab an, kein Support-Mitarbeiter zu sein und verwies auf eine E-Mail-Adresse für Presseanfragen, die jedoch laut Guardian nicht beantwortet würden. In einem weiteren Bericht fragt der Guardian-Redakteur wegen der erneuten Änderung der Psystar-Adresse spottend, ob die Firma vielleicht aus einem Auto betrieben wird.

Ein Gizmodo-Leser will herausgefunden haben, dass hinter Psystar zwei Personen stehen: Rodolfo und Roberto Pedraza. Beide sollen bereits hinter anderen Unternehmen stehen, von denen nur eines aktiv sein soll und den Namen Floridatek trage. So mancher vermutet nun, dass es sich wirklich nur um ein Zwei-Mann-Unternehmern handelt - das zudem mit den Bestellungen nicht hinterherkommen soll.

Wie im Psystar-Forum in Beiträgen von Kunden nachzulesen ist, soll die Zeit bis zur Fertigstellung und Auslieferung derzeit mehr als eine Woche betragen. Psystar selbst scheint sich hingegen im eigenen Forum nicht zu melden.

Das ganze Durcheinander um Psystar und den OpenMac bzw. OpenComputer wirkt entsprechend wenig vertrauenerweckend. Zumal sich noch herausstellen muss, wie Apple auf die Angelegenheit reagieren wird - das Unternehmen erlaubt in seiner EULA keine Installation von MacOS X auf anderen Systemen als auf seinen Macs. Darüber, ob Apples EULA in diesem Punkt vor Gericht überhaupt durchgesetzt werden kann, wird gerade in der Mac-Gemeinde diskutiert und es gibt dabei durchaus unterschiedliche Ansichten.

Die Ungereimtheiten rund um den OpenMac/OpenComputer deuten derzeit eher darauf hin, dass Interessenten zumindest noch abwarten sollten - oder sich selbst mit den Kernel-Extension-Patches vom OSx86 Project, dem PC EFI V8 von Netkas und Apples MacOS X 10.5 ("Leopard") einen Hackintosh zusammenzubasteln, wenn es denn kein "echter" Mac, aber das Apple-Betriebssystem sein soll.

Wer sich privat einen PC mittels EFI-Emulator und MacOS X mit veränderten Kernel Extensions zum Mac-Klon umfunktioniert, der kann PC EFI V8 weiterhin wie gewohnt nutzen - muss aber ebenso wie beim OpenMac/OpenComputer aufpassen, dass nicht irgendein neues Betriebssystem-Update von Apple Probleme mit sich bringt, was gegebenenfalls eine Neuinstallation erforderlich macht. Und dann ist da noch die Frage, ob Apples EULA einem die Nutzung eines MacOS-X-Originals auf Standard-PC-Hardware verbieten kann.


eye home zur Startseite
bigbass 28. Aug 2008

hehe, jemand der einen zx81 aus aachen kennt... koole erinnerungen werden wach... schöne...

ohmygod 18. Apr 2008

Konrad Kujau war doch keine Firma, auch wenns ihm nur ums Geld ging!

Umax PPC 17. Apr 2008

Psystar macht Suizid. Das war von Anfang an klar.

Der braune Lurch 17. Apr 2008

================== Ich bin ein Fanboi ==================

Idifix 17. Apr 2008

Ich kaufe das was ich verlange. Für Videoschnitt und Photobearbeitung Mac Zum Spielen und...


incomplete-news / 17. Apr 2008

[OSX86] The never ending Psystar Story



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über 3C - Career Consulting Company GmbH, Stuttgart
  2. AutoScout24 GmbH, München
  3. BavariaDirekt, München
  4. Blickle Räder+Rollen GmbH & Co. KG, Rosenfeld


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 99,99€
  2. 2,49€

Folgen Sie uns
       


  1. Linux-Distribution

    Ubuntu diskutiert Ende der 32-Bit-Unterstützung

  2. Anrufweiterschaltung

    Bundesnetzagentur schaltet falsche Ortsnetznummern ab

  3. Radeon RX 480 im Test

    Eine bessere Grafikkarte gibt es für den Preis nicht

  4. Overwatch

    Ranglistenspiele mit kleinen Hindernissen

  5. Fraunhofer SIT

    Volksverschlüsselung startet ohne Quellcode

  6. Axon 7 im Hands on

    Oneplus bekommt starke Konkurrenz

  7. Brexit

    Vodafone prüft Umzug des Konzernsitzes aus UK

  8. Patent

    Apple will Konzertaufnahmen verhindern

  9. id Software

    Doom bekommt die Waffen mittig

  10. Onlinehandel

    Amazon droht nach vier Rücksendungen mit Kontensperrung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus Three im Test: Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
Oneplus Three im Test
Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
  1. Android-Smartphone Diskussionen um Speichermanagement beim Oneplus Three
  2. Smartphones Oneplus soll keine günstigeren Modellreihen mehr planen
  3. Ohne Einladung Oneplus Three kommt mit 6 GByte RAM für 400 Euro

Mikko Hypponen: "Microsoft ist nicht mehr scheiße"
Mikko Hypponen
"Microsoft ist nicht mehr scheiße"

Prozessor: Den einen Core M gibt es nicht
Prozessor
Den einen Core M gibt es nicht
  1. Elitebook 1030 G1 HPs Core-M-Notebook soll 13 Stunden durchhalten

  1. Re: Wir sind alle Marsianer

    ThinkAdvantage | 16:33

  2. Re: Gern!

    Noro_Eisenheim | 16:32

  3. Re: Und hier nun der Beweis: An eine 1070 reicht...

    The_Soap92 | 16:32

  4. Ernsthaft

    JTR | 16:32

  5. Re: Stuhl auf den Stromverbrauch!

    Avarion | 16:28


  1. 16:05

  2. 15:12

  3. 15:00

  4. 14:45

  5. 14:18

  6. 12:11

  7. 12:06

  8. 11:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel