Interview: "10 Prozent spielen etwa sieben Stunden täglich"
Golem.de: Könnten Sie sich vorstellen, dass es künftig in einem hypothetischen Titel, der ungefähr wie World of Warcraft funktioniert, unterschiedliche Altersfreigaben gibt, je nachdem ob ich einen Heiler oder einen Krieger spiele?
Rehbein: Technisch wäre es sicher realisierbar. Andererseits: Nehmen wir mal an, ein Kind läuft als Heiler durch die Gegend und sieht dann die "coolen Krieger", die sich in die Schlachten stürzen. Das Kind wäre vielleicht sehr enttäuscht darüber, dass es da nicht mitmachen darf. So erreichen wir nicht das Ziel, dass wir Kinder von Inhalten fernhalten wollen, die für ihr Alter nicht geeignet sind. Wir wollen es ja auch nicht unsinnig für etwas begeistern, was nicht kindgerecht ist.
Golem.de: Was halten Sie generell von technischen Zugangsbeschränkungen, etwa vom System der elterlichen Freigabe bei Titeln wie World of Warcraft?
Rehbein: Solche technischen Zugangsbeschränkungen für bestimmte Medien sind, finde ich, eine gute Sache - aber immer nur als Ergänzung. Man darf sich nicht komplett darauf verlassen. Ich finde es vorbildlich, dass bei Konsolen jetzt immer die Möglichkeit besteht, dass die Eltern solche Freigaben verwenden können. Aber das darf niemals der einzige Weg sein, Jugendschutz zu realisieren. Man darf sich nicht darauf verlassen. Wir stellen jetzt ja schon bei den bestehenden Alterseinstufungen fest, dass Kinder und Jugendliche rankommen, die nicht das Alter dafür haben.
Golem.de: Fühlen Sie sich eigentlich manchmal als Spielverderber?
Rehbein: Na ja, der Bereich der Game-Studies ist noch sehr jung, und ich hoffe für die Zukunft, dass kritische Blicke nicht außer Acht gelassen werden. Spiele sind ein faszinierendes Medium, werden immer mehr zum Massenphänomen und umso mehr das passiert, desto sehr müssen wir beachten, dass es auch Nebenwirkungen gibt. Es muss auch Forscher geben, die sich damit beschäftigen und uns als Gesellschaft darauf aufmerksam machen. Deshalb hoffe ich eigentlich immer, dass unsere Forschung die Leute eher dazu anregt, ihre Mediennutzung, sowohl Inhalte als auch Spielzeiten, bewusster zu reflektieren und gezielter dass auszuwählen, was ihnen guttut. Und vielleicht macht Computerspielen dann ja sogar noch mehr Spaß.
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Ja, ich stimme meinem Vorredner zu: Die Attraktivität des Spiels liegt in der Interaktion...
C´est la vie!
& dieser Bart. Der ist auch neu! Man könnte fast davon ausgehen, dass er in der Spiele...
jo und manche machen das auch (gemeinsam) mit der familie. ich seh das problem nicht...
jo so geht's sicher den meisten spielern, aber manche spielen halt dann trotzdem weiter...
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