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Talk Radio 2.0: 1000 Mikes auf re:publica vorgestelltFrank Felix Debatin und Tobias Worzyk stellen Handy-Radio für alle vor
Sie heißen BlogTalkRadio, NowLive und SkypeCast und sind Talk Radios 2.0. 1000mikes.de ist eine deutsche Variante von User-Generated-Radio. Die Hamburger Frank Felix Debatin und Tobias Worzyk haben ihr Modell auf der re:publica vorgestellt.
Das Prinzip: Wer etwas senden möchte, ruft die Festnetznummer von 1000 Mikes an, die auf der Homepage angegeben ist. Alles, was ins Telefon gesprochen wird, geht live ins Internet und kann auf der Website 1000mikes.de direkt gehört werden. Nach der Show gehen die Sendungen automatisch als MP3 ins Archiv und lassen sich auch später noch nachhören. Die Macher wollen mit ihrem Angebot die breite Masse erreichen, auf die Installation von Plug-ins oder Ähnlichem wird daher verzichtet. Tobias Worzyk: "Wir wollen uns bewusst nicht an die Geeks wenden, die technisch immer alles super einrichten können." Nach nicht mal einer Woche im Netz haben sich bereits 150 Nutzer mit eigenen Kanälen registriert. Mit dabei sind ein Literaturkanal mit "erotischer Lektüre", der "Schwabe on air" gibt den Hörern einen Crash-Kurs Schwäbisch und ein "Schwuler Bowlingabend" ist genauso im Angebot wie ein Philosophie-Professor oder die sechste Klasse eines Gymnasiums. Meistgehört ist allerdings "Saarbasar". Der Kanal kommentiert live die TV-Sendung "Germanys Next Topmodell" und stellt den Fernsehton stumm. Dies sei auch wichtig, denn "jeder Kanalmacher ist für den Inhalt seiner Sendungen selbst verantwortlich", erklärte Frank Felix Debatin. Finanziert wird das Angebot bislang noch "ganz privat". Es gebe auch keinen großen Investor im Hintergrund. Frank Felix Debatin wünscht sich allerdings irgendwann Werbung in den Kanälen. Diese sollen die Radiomacher dann per Tastendruck selbst in ihre Live-Sendung einbauen. Bei der Live-Präsentation von 1000 Mikes auf der re:publica wurde allerdings auch Kritik laut. Die Qualität der Telefontöne "lasse zu wünschen übrig", hieß es. Den Initiatoren ist es jedoch wichtig, dass der Dienst mobil genutzt werden kann, beispielsweise auch "von der Zugspitze aus", so Tobias Worzyk. [von Anke Müller] (ji)
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