Das Ende der Science-Fiction - auf der re:publica

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Der Wendepunkt für die Science-Fiction kam ausgerechnet im Jahrzehnt ihrer größten Erfolge: Die Mondfahrt, einst als undurchführbar belächelt, war plötzlich Realität. Der vermeintlich utopische Schritt war gelungen - aber irgendwie war das Ergebnis anders als erhofft. Gut, Armstrong durfte mit seinem "Schritt"-Satz in die Geschichte eingehen und auf dem Erdtrabanten rumspringen - aber irgendwie war das doch alles ganz schön profan und hatte nichts zu tun mit Laserkanonen, Reisen bei Lichtgeschwindigkeit oder Generationenschiffen. Ästhetisch passierte im Jahr 1968 Ähnliches: Auch im Film 2001 von Stanley Kubrick waren etwa die Raumschiffe nur öde Transportvehikel, in denen man nur wenig anderes tun konnte als vor Langeweile halbverrückt zu werden.

In den 70ern ging der Niedergang der Utopien nahtlos weiter, indem etwa der Club of Rome seine Thesen über die Grenzen des Wachstums veröffentlichte. "1977 wird Science-Fiction dann durch Star Wars endgültig zum Märchen", sagt Sedlag. "Keines der Technik-Gadgets in den Filmen hat noch einen Bezug zur realen Welt. Das Zukunftsversprechen ist rein selbstreferenziell." Durch Star Wars wird die Science-Ficiton zum Massenphänomen.

Ab sofort setzen etwa Filme vor allem auf Schauwerte, auf Design statt auf Funktion. Inhaltliche Erlebnisse bleiben fast schon Zufall - siehe Blade Runner, der trotz der verstümmelten Handlung der Kinoversion ein kommerzieller Erfolg wurde; erst Ridley Scotts Director's Cut erzählt eine sinnvolle Story. Auf den darauffolgenden Final Cut - den Scott in einem Videokommentar als bevorzugte Version bezeichnet - ging Sedlag nicht ein. Dennoch war Blade Runner ein wichtiger Film: Mit ihm erlebte die Science-Fiction den Rücksturz auf die Erde, sie kam aus den weitesten Galaxien zurück nach Hause.

Für Sedlag kumuliert die Science-Fiction in der Matrix-Reihe - die enthalte einfach alles Wesentliche auf einmal. Mehr geht nicht: "Matrix war der große Spaghettiwestern der Science-Fiction - danach war das Genre erledigt."

Eine Frage bleibt offen: Wenn die Science-Fiction als Trainingsprogramm nicht mehr wirksam ist - wer oder was bereitet uns dann auf die Zukunft vor?

 Das Ende der Science-Fiction - auf der re:publica

grüntee 07. Apr 2008

Ahem, eigentlich wollt ich nur andeuten, dass er sich vielleicht ein Hintertürchen offen...

raccoon 07. Apr 2008

da fehlt ein e wer es findet bitte zusenden an ernie, "es einsammler" eisenstraße 1...

raccoon 07. Apr 2008

BSG ist einfach nur ein action drama. (mehr drama als action) nichts wissenschaftliches...

raccoon 07. Apr 2008

nur weils nimmer angeschaut wird heist net das es tot ist. die fiktionalen eigenschaften...

feierabend 07. Apr 2008

Was ich so faszinierend finde ist dass er seine sein wirklich interessantes Universum...

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