Abo
  • Services:
Anzeige

Musik 1.000-mal stärker "komprimiert" als mit MP3

Forscher wollen Instrumente täuschend echt im Computer reproduzieren

Forscher an der Universität Rochester haben eine neue "Kompressionstechnik" entwickelt, die zu Musikdateien führen soll, die ein Tausendstel so groß sind wie beim Pendant in MP3. Allerdings handelt es sich nicht um eine Kompression im herkömmlichen Sinn, denn die Musik wird nicht aufgezeichnet, sondern reproduziert - das erinnert zwar an MIDI, ist aber doch deutlich komplexer.

Die Forscher um Professor Mark Bocko setzen auf eine Reproduktion der Töne, d.h. ein Computer versucht, die Musik eines Instruments möglichst so nachzuahmen, als würde dieses von einem Menschen gespielt. Es wird also versucht, die Physik einer Klarinette nachzuahmen, so dass keine fehlerfreie Reproduktion des Originals entsteht.

Anzeige

Als Beispiel veröffentlichte das Team ein 20 Sekunden dauerndes Klarinettensolo - einmal mit MP3 komprimiert , einmal mit ihrer Reproduktionstechnik, jeweils in Form von WAV-Dateien. Bisher funktioniert diese auch nur für ein einzelnes Instrument und muss auf dieses angepasst werden. Dazu modellierten Bocko und seine Doktoranden Xiaoxiao Dong und Mark Sterling den Klang einer Klarinette möglichst realitätsnah, um jeden Aspekt, auf den ein Mensch beim Spielen Einfluss hat, nachahmen zu können; angefangen bei der Kraft, mit der geblasen wird, über den Druck der Lippen bis hin zu den unterschiedlichen Bewegungen der einzelnen Finger.

Die Reproduktion entsteht dann dadurch, dass der Computer mit allen Aktionen des Klarinettenspielers gefüttert wird. In den veröffentlichten Beispielen lässt sich zwar klar ein Unterschied zwischen Original und Reproduktion heraushören, dennoch klingt die Reproduktion erstaunlich gut, wenn man bedenkt, dass die Datei kleiner als 1 KByte ist.

In anderen Projekten arbeiten andere Teams von Bocko daran, auch mehrere Instrumente abbilden zu können und auch die menschliche Stimme will Bocko mit seinem Ansatz reproduzieren können. So könnten sich Musiker beispielsweise künftig auch vom Computer begleiten lassen.


eye home zur Startseite
Noel 11. Apr 2008

O.o Schonmal den gesamten Musikbestand (und meiner ist noch klein, was um die 5000mp3s...

stpn 04. Apr 2008

auch mp3 gibt das original nicht vollständig korrekt wieder. wenn man bedenkt, wie gut...

c++fan 04. Apr 2008

Synthesizer sind doch, wenn nicht samplebasiert, algorithmische Klangerzeuger. ^^

dgwrg 04. Apr 2008

Punkt eins geb ich dir recht. aber die zweite idee ist käse. für die...

omg 04. Apr 2008

Es geht hier nicht um MIDI... Im Text steht, Zitat: "denn die Musik wird nicht...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Detecon International GmbH, Köln, Frankfurt am Main
  2. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, München, Nürnberg
  3. T-Systems International GmbH, Bonn, Berlin
  4. operational services GmbH & Co. KG, Berlin, Frankfurt am Main


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 229,00€
  2. (u. a. Asus GTX 1070 Strix OC, MSI GTX 1070 Gaming X 8G und Aero 8G OC)
  3. 1.299,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Teilzeitarbeit

    Amazon probiert 30-Stunden-Woche aus

  2. Archos

    Neues Smartphone mit Fingerabdrucksensor für 150 Euro

  3. Sicherheit

    Operas Server wurden angegriffen

  4. Maru

    Quellcode von Desktop-Android als Open Source verfügbar

  5. Linux

    Kernel-Sicherheitsinitiative wächst "langsam aber stetig"

  6. VR-Handschuh

    Dexta Robotics' Exoskelett für Motion Capturing

  7. Dragonfly 44

    Eine Galaxie fast ganz aus dunkler Materie

  8. Gigabit-Breitband

    Google Fiber soll Alphabet zu teuer sein

  9. Google-Steuer

    EU-Kommission plädiert für europäisches Leistungsschutzrecht

  10. Code-Gründer Thomas Bachem

    "Wir wollen weg vom Frontalunterricht"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xfel: Riesenkamera nimmt Filme von Atomen auf
Xfel
Riesenkamera nimmt Filme von Atomen auf
  1. US Air Force Modifikation der Ionosphäre soll Funk verbessern
  2. Teilchenbeschleuniger Mögliches neues Boson weist auf fünfte Fundamentalkraft hin
  3. Materialforschung Glas wechselt zwischen durchsichtig und schwarz

Deus Ex Mankind Divided im Test: Der Agent aus dem Hardwarelabor
Deus Ex Mankind Divided im Test
Der Agent aus dem Hardwarelabor
  1. Summit Ridge AMDs Zen-Chip ist so schnell wie Intels 1.000-Euro-Core-i7
  2. Doom Denuvo schützt offenbar nicht mehr
  3. Deus Ex angespielt Eine Steuerung für fast jeden Agenten

Avegant Glyph aufgesetzt: Echtes Kopfkino
Avegant Glyph aufgesetzt
Echtes Kopfkino

  1. Re: Jetzt ist sie raus. Ich habe mehr erwartet.

    Pjörn | 06:32

  2. Re: Was ist eine Distribution...

    Pjörn | 06:17

  3. Re: Was? Kann doch gar nicht sein.

    Ovaron | 05:11

  4. Re: 30 Stunden auf Abruf ?!?

    Gromran | 04:18

  5. Re: Desktop-Android - Clickbait at it's best!

    ve2000 | 03:08


  1. 15:59

  2. 15:18

  3. 13:51

  4. 12:59

  5. 15:33

  6. 15:17

  7. 14:29

  8. 12:57


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel