![]() |
Stellenmarkt
Systemingenieur/-in für Software
JAVA-Entwickler (m/w)
Field Service Engineer Clinical Chemistry / Automation (m/w) NewsletteraboVerwandte ThemenSecurity, Politik/Recht, Internet, Re:publica 2008, Interview, DRM, Datenschutz Verwandte ArtikelEU-Datenschützer kritisiert Biometrie-Pläne Studie: Kinder sind länger online als angenommen Internet Archive soll Aufnahmen der NASA digitalisieren Letzte MeldungenBundesgerichtshof: Sedlmayr-Mörder müssen Fotos dulden Buzz - Google macht Twitter und Facebook Konkurrenz Belkins Powerline-Adapter sollen P1901-kompatibel werden 600 GByte mit 10.000 U/min von Seagate British Library und Microsoft liefern kostenlose E-Books Wenn Sicherheitssoftware zu Sicherheitslücken führt KDE SC 4.4 - Caikaku macht einen großen Schritt Quadriga Games - ein neues deutsches Spielestudio Zoomit: SD-Kartenleser fürs iPhone EA macht weniger Umsatz im Weihnachtsgeschäft Wie geht es weiter mit dem Kindle? Samsung S5620: Handy mit kapazitivem Touchscreen und WLAN Aperture 3 lernt GPS, erkennt Gesichter und bekommt Pinsel Aiptek MobileCinema D25 - Projektor mit DVD und DVB-T Optimus: Grafikkerne im Notebook automatisch umschalten Innenministerium gibt 2 Millionen Euro für Botnetzbekämpfung Dalvik Turbo soll Android dreimal schneller machen Amazons S3 lernt Versionierung Copperlicht - 3D-Engine rendert Quake 3 im Browser EU-Kommission bekennt Farbe zu ACTA Samsung Shark: Drei Mobiltelefone für soziale Netzwerke Kingston profitiert von Preisanstieg bei DRAM und Flash Infocus-Projektoren über Funk auch mit dem Mac ansteuern Tankstellen werden zu Akkuwechselstationen AMD verrät Details zu CPU- und GPU-Kombination Llano Microsoft: Windows 7 hat keine Probleme mit Notebookakkus Flash soll auf Macs bald schneller laufen als unter Windows Speedcommander 13.10 korrigiert Programmfehler Radeon HD 5570 - DirectX-11 auch für Kompakt-PCs Deutsche Telekom greift Kabel Deutschland an (Update) Haben wir etwas übersehen? Dann Mail an news@golem.de. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Interview: "Daten brauchen ein Verfallsdatum"Golem.de im Gespräch mit Harvard-Professor Viktor Mayer-Schönberger
Viktor Mayer-Schönberger ist Professor für Politologie an der Harvard Universität. In seiner Forschungsarbeit beschäftigt er sich mit den politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Dimensionen der Kommunikationsnetze.
Golem.de: Herr Mayer-Schönberger, es gibt Menschen, die halten das Erinnern hoch. Sie hingegen fordern ein Verfallsdatum für digitale Daten, damit das Internet vergisst. Weshalb? Mayer-Schönberger: Ich setze mich für das digitale Vergessen ein, weil wir in der analogen Welt in der Regel vergessen und uns nur im Ausnahmefall erinnern. Wenn wir gesellschaftlich oder individuell etwas für wichtig halten, dann erinnern wir uns auch daran. Wir halten es in unseren Köpfen, aber auch extern fest. Aber dazu bedarf es eines aktiven und bewussten Aktes. Das ist das Entscheidende. Dass ich mich bewusst erinnere, mir bewusst etwas merke. Wogegen ich mich aber sträube, ist, dass sich der Standard im digitalen Zeitalter verändert hat: Heute erinnern wir uns automatisch, das Vergessen erfordert einen aktiven Akt. Und genau das möchte ich wieder zurechtbiegen. Golem.de: Was gibt es für so ein Vorhaben zu beachten? Technisch zum Beispiel, oder rechtlich. Mayer-Schönberger: Ich schlage vor, dass das Ablauf- oder Verfallsdatum einer Information als Metainformation mit gespeichert wird. Ist dieses Datum gekommen, wird die Information von der Applikation oder vom Betriebssystem gelöscht. Die Leute, mit denen ich über meinen Vorschlag gesprochen habe, haben kritisiert, ich habe eine technische Lösung vorgeschlagen, die nicht perfekt ist. Aber mir geht es nicht um technische Perfektion. Ich will bestimmt kein DRM-System für das Vergessen, wie es Lawrence Lessig vorschlägt. Ich will die Nutzer ständig mit der Frage konfrontieren, wie lange sie Informationen aufbewahren wollen. Diese ständige Konfrontation führt dazu, dass wir Menschen mit der Zeit wieder verstehen, dass Information ein Ablaufdatum hat, dass sie nicht permanent gültig ist, sondern über die Zeit ihren Wert verliert. Golem.de: Wie könnte man das implementieren und durchsetzen? Mayer-Schönberger: Die Implementierung ist relativ einfach: Das Verfallsdatum ist nur eine weitere Kategorie, die zu den bestehenden Metadaten hinzukommt. Alle modernen Betriebs- und Dateisysteme verstehen sich auf Metadaten und können eine weitere Kategorie ohne weiteres aufnehmen. Man könnte es rechtlich verankern, dass Softwarehersteller diese zusätzlichen Metadaten hinzufügen müssen. Das wäre relativ einfach durchzusetzen: Auch aus anderen Bereichen kennen wir die Notwendigkeit, dass Software bestimmte Standards erfüllen muss. Golem.de: Und wer bestimmt die Dauer? Mayer-Schönberger: Jeder, der darüber die Kontrolle hat. Die Frage geht aber eigentlich schon zu weit. Mein Konzept ist nicht ein perfektes System von Verfügungsrechten über Information - also Zerstörungs- oder Vergessensrechten. Das will ich gar nicht leisten. Mein Punkt ist: Wenn wir die Menschen dazu zwingen, Ablaufdaten für Informationen, die sie speichern wollen, festzulegen, dann fördern wir die Erkenntnis, dass Information endlich ist. Das reicht mir. weiter...
Aktuelle Artikel
Bundesgerichtshof: Sedlmayr-Mörder müssen Fotos dulden
Buzz - Google macht Twitter und Facebook Konkurrenz
Belkins Powerline-Adapter sollen P1901-kompatibel werden
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

