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Warner Music steuert auf "Kulturflatrate" zuPauschalgebühr statt Klagen
Ironie der Geschichte: Der einstige DRM-Hardliner Edgar Bronfman Junior wird zum Vorkämpfer für die "Kulturflatrate", mit der die Musikindustrie gerettet werden soll. Er greift damit eine Idee von Jim Griffin auf, die der Geffen-Music-Veteran zuletzt auf der Musikmesse South by Southwest Mitte März 2008 verteidigt hatte. Mehr noch, Bronfman hat jetzt Griffin sogar bei Warner Music angestellt, um das Projekt einer Pauschalabgabe auf Internetzugänge zur Kompensation
von Kopien urheberrechtlich geschützter Musik aktiv voranzutreiben. Innerhalb von drei Jahren soll Griffin seine Pläne in die Praxis umsetzen, berichtet die Portfolio.com.
Griffins Vorschlag von "Musik als Dienst" statt "Musik als Produkt" kommt dem Modell einer "Kulturflatrate" sehr nahe, wie sie seit Jahren von Kulturökonomen und reformorientierten Urheberrechtsfachleuten vor dem Hintergrund der nicht einzudämmenden, unerlaubten Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke im Internet befürwortet wird. Wenn man denn die nicht autorisierte Nutzung der Werke nicht verhindern kann, dann sollten die Urheber und Rechteinhaber wenigstens angemessen kompensiert werden, so der Grundgedanke der Kulturflatrate. Die finanziellen Mittel für die Kompensation würden durch eine monatliche Pauschalabgabe auf den Internetzugang eingesammelt werden. Je nach Bandbreite würden Internetnutzer ein paar Euro mehr oder weniger monatlich zahlen und dürften im Gegenzug Musik, Filme und andere geschützte Werke nach Belieben herunterladen oder weitergeben, ohne Post von Anwälten der Rechteinhaber fürchten zu müssen. weiter...
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