Golem.de
 
Suchen bei Golem.de
Golem.de Newsletter-Abo
Videos bei Golem.de
Developer Garden - Interview mit Thomas Mörsdorf Developer Garden - Interview mit Thomas Mörsdorf
Stellenmarkt

(Senior-)Projekt-Manager IT (m/w)
perdata Gesellschaft für Informationsverarbeitung mbH, Leipzig

JEE-Softwareentwickler (m/w)
PENTASYS AG, München, Frankfurt

Test Engineers (m/w)
ICANS International Content And Network Systems GmbH, Hamburg

Detailsuche
Verwandte Themen

Security, Politik/Recht, Internet, Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung

Verwandte Artikel
Letzte Meldungen

Sony hofft auf das große Geld mit 3D

Weg frei für 4-GByte-Module: Hynix mit 40nm-DRAMs

XMLHttpRequest auf dem Weg zum Webstandard

Verleiher: Nicht alle Filme auf Blu-ray bieten mehr Qualität

Neues Verfahren für Herstellung von OLEDs

Fedora setzt Rechte bei Software-Installation zurück

Star Trek Online: Kurs auf offene Beta im Januar 2010

Canonical arbeitet für Google an Chrome OS

IMHO: Grafikmarkt goes Gaga

Spieletest: Left 4 Dead 2 - untotes Multiplayergemetzel

RFID-Chips machen Metallteile schlau

GPL-Programm Fpflac nutzt mehrere Prozessoren

CHKDSK-Bug nervt Nutzer von Windows 7 (Update)

AOL kündigt 2.500 Mitarbeitern und verkauft MapQuest und ICQ

Xbox 360 mit mehr Beigaben

WebSDK von Sony Ericsson

Wired kommt auf E-Book-Reader

AMD: Nur einige tausend Radeon 5800 pro Woche

Kreditkartenumtausch: Banken fordern Entschädigung

Links ohne Referrer

Call of Duty 6: Wirbel um gesperrte Accounts auf Steam

HDMI bekommt aussagekräftige Logos

Mozilla steigert Umsatz und Kosten

Dell sieht Belebung bei PC-Nachfrage von Firmenkunden

Regierung startet Offensive Elektroauto

PHP 5.3.1 beseitigt zahlreiche Fehler

Dell mit Tintenstrahl-Multifunktionssystemen in Serie

Youtube untertitelt Videos per Spracherkennung automatisch

LED-Multifunktionsdrucker von Oki

Funktioniert trotzdem: Fernbedienung ohne Batterie

Weitere News


Haben wir etwas übersehen? Dann Mail an news@golem.de.

HOME


Networld / 18.03.2008 / 19:21 Trackback     Versenden     Druck 

Gutachten bezweifelt Nutzen der Vorratsdatenspeicherung

Max-Planck-Forscher prüfen Effizienz der Telekommunikationsüberwachung

Das Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht hat in einem Gutachten festgestellt, dass die umstrittene Speicherung von Verbindungsdaten kein Allheilmittel für die Strafverfolgung ist. Auftraggeber des Gutachtens ist das Bundesjustizministerium.

Die Freiburger Wissenschaftler haben für den Forschungsbericht mit dem sperrigen Titel "Rechtswirklichkeit der Auskunftserteilung über Telekommunikationsverbindungsdaten nach §§ 100g, 100h StPO" die Akten von 467 repräsentativ ausgewählten Ermittlungs- und Strafverfahren aus den Jahren 2003 und 2004 ausgewertet.

In den untersuchten Fällen wurden 1.257 Beschlüsse zur Verbindungsabfrage erlassen. Das macht im Schnitt 2,7 Beschlüsse pro Verfahren. Nach Schätzungen der Freiburger Gutachter haben die Behörden damit im Jahr 2005 rund 40.000-mal Telefonverkehrsdaten abgefragt. Die Tendenz sei dabei "stark ansteigend." Umgerechnet bedeutet das, dass 2005 in etwa 15.000 Ermittlungsverfahren Verkehrsdaten erhoben wurden.

Bei 4 Prozent der Zielanschlüsse, so stellten die Freiburger fest, gab es allerdings gar keine Daten, sei es, weil sie verschlüsselt oder gelöscht waren oder weil sie gar nicht erst gespeichert wurden. "Wenn in 4 Prozent dieser Verfahren Anfragen mangels gespeicherter Daten ergebnislos blieben, beträfe dies etwa 600 Verfahren bundesweit. Gemessen daran, dass in den Jahren 2003 und 2004 jeweils ca. 4,9 Millionen Ermittlungsverfahren bearbeitet wurden, entspricht dies 0,01 Prozent aller Ermittlungsverfahren", rechnet der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung vor, auf dessen Website das Gutachten ebenfalls veröffentlicht wurde. Das knapp 500 Seiten lange Dokument findet sich zudem auf den Seiten des Bundesjustizministeriums.

Berücksichtige man Verfahren, die auch ohne Verbindungsdaten gelöst werden konnten - immerhin ein Drittel -, sowie Verfahren, die trotz vorhandener Daten eingestellt wurden, "ergibt sich, dass die Verfolgung von Straftaten zu gerade einmal 0,002 Prozent durch eine Vorratsspeicherung von Verkehrsdaten effektiviert werden könnte", analysiert der Arbeitskreis weiter.

Ein solches Rechenexempel hatte schon das Bundeskriminalamt (BKA) im Juli 2007 vorexerziert. Eine Studie der Wiesbadener kam zu dem Ergebnis, dass durch Vorratsdatenspeicherung die durchschnittliche Aufklärungsquote "von derzeit 55 Prozent im besten Fall auf 55,006 Prozent" gesteigert werden könne.

Das Freiburger Gutachten stellt noch einmal klar, dass die Verkehrsdatenabfrage kein Mittel zu Verhinderung von Straftaten sei. "Auf der Basis der auf drei Monate bezogenen Daten zweier Unternehmen ergibt sich, dass die Abfragen fast ausschließlich auf die Vergangenheit gerichtet sind", heißt es in dem Gutachten.

Unterdessen hat das britische Unternehmen Data Encryption Systems das Ergebnis einer Onlineumfrage im Vereinigten Königreich veröffentlicht. Danach gaben drei Viertel der 1.048 Befragten an, dass sie Informationen wie Geburtsdatum, Kontaktdaten, Informationen über die Familie und Gesundheitsdaten herausgäben.

Dabei vertrauen sie ihre Daten, was nicht weiter verwunderlich ist, am liebsten der Familie an. Auch die Banken und der Arbeitgeber genießen in diesem Fall das Vertrauen der Briten - interessanterweise sogar mehr als die Freunde.

Der Regierung hingegen möchte nur jeder Zehnte seine Daten geben. Sie genießt dabei nur etwas mehr Ansehen als Onlineshops, denen 9 Prozent vertrauen. (wp)
Kommentar-Übersicht / Kommentieren:
Re: Es geht um Kontrolle - nicht um Sicherheit (mmmm, 20.03.08 17:11)
Es geht um Kontrolle - nicht um Sicherheit (Sch**ble, 19.03.08 15:52)
Es geht um Kontrolle - nicht um Sicherheit (Sch**ble, 19.03.08 15:48)
Und ich bereite meine Vertragskündigungen vor (Schlussendlich, 19.03.08 10:47)
Re: BVG stoppt Vorratsdatenspeicherung teilweise (jjj, 19.03.08 10:43)
Trackback:

Verfassungsgericht schränkt Vorratsdatenspeicherung ein (Das Abzocke Blog, 25.03.08 18:47)

Neues von der Datenschutzfront (i know the truth, 19.03.08 10:00)

Nutzen der Vorratsdatenspeicherung wird bezweifelt (Prapagonda, 19.03.08 07:18)

Das 'Allheilmittel' --> Vorratsdatenspeicherung (politik.zweiterklasse.de, 18.03.08 23:56)

Überwachung allerorten und doch kein Allheilmittel (Alles was schnuckelig.eu ist..., 18.03.08 23:52)

Links zum Artikel
Bookmarks:
Artikel bei Mister Wong ablegen Artikel bei Yigg ablegen Artikel bei Linkarena ablegen Artikel bei Google ablegen Artikel bei del.icio.us ablegen Artikel bei Webnews ablegen
Aktuelle Artikel

Sony hofft auf das große Geld mit 3D
3D als Erfolgsrezept? Sony-Chef Howard Stringer geht zumindest mutig davon aus - der Konzern wittert ein Milliarden-Geschäft mit stereoskopischen Filmen, Spielen und der nötigen Hardware.

Weg frei für 4-GByte-Module: Hynix mit 40nm-DRAMs
Mit Hynix nimmt nun nach Samsung und Elpida der dritte DRAM-Hersteller die Serienproduktion von Bausteinen mit 40 Nanometern Strukturbreite auf. Das lässt für 2010 auf bezahlbare Module mit 4 GByte Kapazität hoffen.

XMLHttpRequest auf dem Weg zum Webstandard
Die Arbeitsgruppe Web-Applications des W3C hat einen sogenannten Last Call Working Draft für XMLHttpRequest veröffentlicht. Das XMLHttpRequest-Objekt stellt die Basis moderner Web-Applikationen und von Ajax dar.

 

 

Audio/Video | Desktop-Applikationen | Foto | Games | Handy | Internet | Mobil | OSS | PC-Hardware | Politik/Recht | Security | Software-Entwicklung | Wirtschaft | Wissenschaft

Ticker | RSS | API | Forum | Zusatz-Dienste | Jobs | IT-Events

Home | Impressum | Werbung | Freunde

Copyright © 1997 - 2009 Golem.de. Alle Rechte vorbehalten.

 

Zum Artikel Text einblenden Text ausblenden