Mr. Dextre meldet sich zum Einsatz

Probleme mit Stromversorgung und bei Montage

Weltraum und Roboter, das gehört zusammen wie - nun: wie R2-D2 oder C-3PO und Star Wars. Aber nun ist aus der Science Fiction Science Reality geworden: In den letzten Tagen haben Astronauten auf der internationalen Weltraumstation einen Weltraumroboter zusammengebaut. Letzte Arbeiten werden sie am heutigen Montag ausführen, dann soll Mr. Dextre voll einsatzfähig sein.

Anzeige

Dabei hatte es gar nicht gut ausgesehen für den Robotereinsatz auf der Internationalen Raumstation (ISS): Ein Arm von Mr. Dextre, wie die Astronauten ihre Maschinenkollegen nennen, ließ sich nicht richtig aus seiner Transporthalterung lösen. Mehrere Stunden mühten sich Rick Linnehan und Mike Foremand am 15. März 2008 damit ab, den Roboter mit der korrekten Bezeichnung "Special Purpose Dextrous Manipulator" zusammenzubauen.

Special Purpose Dextrous Manipulator (Quelle: MDA Space Missions)
Special Purpose Dextrous Manipulator (Quelle: MDA Space Missions)

Es war schon die zweite Schwierigkeit. Die erste war ein Problem mit der Stromversorgung: Mr. Dextre bekam nicht genug Strom. Ursache war ein Fehler an einem Schaltkreis. Der Roboter braucht ständig Strom für seine Gelenke und seine Elektronik. Eine Lösung war allerdings schnell gefunden: Mr. Dextre wird bei seinen Außeneinsätzen über den Kranarm der ISS mit Strom versorgt.

Der etwa anderthalb Tonnen schwere, 207 Millionen US-Dollar teure Roboter besteht aus einem 3,50 Meter großen "Körper" mit zwei, etwa 3,30 Meter langen Armen. Damit kann er rund 600 Kilo schwere Lasten bewegen und dank der sieben Gelenke an jedem Arm auch sehr präzise positionieren. Ein Gelenk in der Körpermitte erlaubt ihm zudem einen eleganten Hüftschwung.

Bei seinen Einsätzen wird der Roboter von den Astronauten oder vom Kontrollzentrum ferngesteuert und mittels Panoramakameras überwacht. Entsprechend der alten Seefahrer-Weisheit: "Eine Hand für den Mann, eine fürs Schiff" wird sich auch Mr. Dextre mit einem Arm festhalten und mit dem anderen seine Arbeiten ausführen. Dazu gehört etwa der Transport von Teilen und deren An- oder Abbau an die Raumstation.

Hergestellt wurde Mr. Dextre vom kanadischen Unternehmen MDA Space Missions. Am 11. März 2008 hat ihn das Space Shuttle Endeavour mit ins All genommen. Dort wird er künftig die Astronauten bei verschiedenen Arbeiten an der ISS unterstützen, was die aufwendigen und gefährlichen Raumspaziergänge reduzieren soll. Außerdem hatte Endeavour noch einen Teil des japanischen Weltraumlabors Kibo mit an Bord. Die Mission mit der Bezeichnung STS-123 ist mit 16 Tagen der längste Flug der Endeavour zur ISS.


justanotherhack 21. Apr 2010

Das Gewicht ist im Verhältnis zum eigenen Standpunkt wichtig. Beispiel: Du kettest dich...

blubbblubb 17. Apr 2010

Ähm... 600kg sind 600kg. Egal ob du auf der Erde, am Mond oder sonstwo bist. Ich denke...

the-fallen 17. Apr 2010

Vielleicht meinen die ja auch 600kG vor Ort (was auf der Erde ja mehrere Tonnen sein...

huahuahua 21. Mär 2008

Die 600kg werden schon bei langsamster Geschwindigkeit liegen, denke ich...

Jau 18. Mär 2008

Ja, ich hab zu Hause auch keine Schwerelosigkeit .. :-(

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwicklungsingenieur (m/w) Software
    EBE Elektro-Bau-Elemente GmbH, Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart
  2. Abteilungsleiter/in
    Robert Bosch GmbH, Renningen
  3. SAP Business Process Expert (m/w)
    Brüel & Kjaer Vibro GmbH, Darmstadt
  4. Software-Entwickler Java / JavaScript (m/w)
    TONBELLER AG, Bensheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Europäischer Gerichtshof

    Framende Links sind keine Urheberrechtsverletzung

  2. IP-Telefonie

    DDoS-Angriff legt Sipgate lahm

  3. Mobiles Bezahlen

    Überwiegend positive Erfahrungsberichte zu Apple Pay

  4. UniPi+

    Das Raspberry Pi B+, in Aluminium gehüllt

  5. Ubuntu 14.10

    Zum Geburtstag kaum Neues

  6. Deutsche Telekom

    "Verdienen nicht genug für den Ausbau für Milliarden GByte"

  7. Raumfahrt

    Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift

  8. Kingdom Come Tech Alpha

    Verirrte Schafe und geplagte Farmer

  9. Verwaltung

    Berliner Steuerbehörden wollen wieder MS Office nutzen

  10. Anno

    Erschaffe ein Königreich auf dem iPad



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Getac S400-S3 Das Ruggedized-Notebook mit SSD-Heizung
  2. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  3. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen

    •  / 
    Zum Artikel