Britischer Geheimdienst will Bewegungsprofile auswerten

Londoner Inhaber von Monatskarten im Visier

Der britische Geheimdienst MI5 will mit Datamining die Bewegungsprofile im Londoner Nahverkehr auswerten. Betroffen wären alle Besitzer der elektronischen Monats- und Jahreskarte Oyster Card.

Anzeige

Wer in London regelmäßig mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist, benutzt aller Wahrscheinlichkeit eine Oyster Card zum Bezahlen der Fahrten. Rund 80 Prozent aller Fahrtkosten werden mit dem elektronischen Ticketsystem auf RFID-Basis abgerechnet. Die Oyster Card wird beim Ein- und Aussteigen für ein Verkehrsmittel an spezielle Lesegeräte gehalten, um Reisebeginn und -ende erfassen zu lassen. Vom RFID-Chip auf der Karte wird dabei per Funk eine eindeutige Kennung an das Abrechnungssystem übertragen.

Da alle Oyster Cards personalisiert sind, werden mit ihrer Hilfe Informationen über das Bewegungsverhalten der Kartenbesitzer gesammelt. Diese werden für mehrere Wochen in den Datenbanken der Nahverkehrsgesellschaft Transport for London (TfL) gespeichert. Dieser Datenbestand ist in der Vergangenheit bereits von Strafverfolgungsbehörden genutzt worden, um die Bewegungen von Verdächtigen nachzuvollziehen. Auf behördliche Anordnung hat TfL die Daten übermittelt.

Der umfangreiche Datenbestand des Oyster-Card-Systems hat nun die Begehrlichkeiten des Geheimdienstes MI5 geweckt, wie die britische Zeitung The Observer berichtete. Der MI5 will für die Zukunft unbegrenzten Zugang zu den Bewegungsdaten, um darin mit Datamining "verdächtige Verhaltensmuster" zu identifizieren. Diese könnten dann beispielsweise zu Terrorverdächtigen führen. Mit der Einführung von ähnlichen Smartcard-Systemen auch in anderen Großstädten Großbritanniens würde somit ein Großteil der Bevölkerung unter verschärfte Überwachung gestellt werden.

Britischer Geheimdienst will Bewegungsprofile auswerten 

Martin124 30. Mai 2008

Was ist wenn die Regierung zum tyrann wird ? was wenn plötzlich die demokratie stück für...

Ekelpack 18. Mär 2008

Aber nur, wenn sie von Heinz kommen.

Captain 18. Mär 2008

Mit Verlaub, das ist zu kurz gedacht... was geht es den Staat etwas an das du jeden...

londoner 18. Mär 2008

Die BeanZ werden hier mit Z geschrieben...

londoner 18. Mär 2008

In London werden jeden Tag 6 Kinder erstochen - Neuerdings sollen verdächtige mit...

Kommentieren




Anzeige

  1. Systemadministrator (m/w) 2nd Level Support
    WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG, Klingenberg bei Aschaffenburg
  2. Leiter IT (m/w) CIO
    RVM Versicherungsmakler GmbH & Co. KG über Tauster GmbH, Eningen bei Reutlingen
  3. Mitarbeiter/in Informationstechnologie mit Teilprojektleitung
    Daimler AG, Sindelfingen
  4. SOC Security Analyst (m/w) in IT Security Services
    Allianz Managed Operations & Services SE, Munich

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Maynard

    Wayland-Shell für den Raspberry Pi

  2. BGH-Urteil

    Typenbezeichnung gehört in eine Werbeanzeige

  3. Startup Uber

    Privater Taxidienst Uberpop verboten

  4. Project Atomic

    Red Hat erarbeitet Host-System für Docker-Container

  5. Getac T800

    Robustes 8-Zoll-Tablet mit Windows

  6. MS-Flugsimulator X

    Flughafen Berlin-Brandenburg eröffnet

  7. Vorratsdatenspeicherung

    Totgesagte speichern länger

  8. Intel

    Broxton LTE erst 2016, Skylake-Produktion noch 2015

  9. Bitcoin-Börse

    Mtgox soll verkauft oder aufgelöst werden

  10. Samsung

    Topsmartphone mit Tizen kommt im Sommer



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014: Unkomplizierter Kick ins WM-Finale
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014
Unkomplizierter Kick ins WM-Finale

Am 8. Juni 2014 bezieht die deutsche Nationalmannschaft ihr Trainingslager "Campo Bahia" in Brasilien, um einen Anlauf auf den Gewinn des WM-Pokals zu nehmen. Wer sichergehen will, dass es diesmal mit dem Titel klappt, kann zu Fifa Fußball-WM Brasilien 2014 greifen.

  1. Fifa WM 2014 Brasilien angespielt Mit Schweini & Co. nach Südamerika
  2. EA Sports Fifa kickt in Brasilien 2014

Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  2. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen
  3. OpenSSL-Bug Spuren von Heartbleed schon im November 2013

    •  / 
    Zum Artikel