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Software erkennt Motive und Gesichter in BildernEntwicklung des Berliner Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts
Kern des Programms sind zwei Techniken, erklärt Thomas Meiers von HHI: eine Ähnlichkeitssuche und eine Gesichtssuche. Der PhotoFinder erkennt dabei die abgebildeten Motive.
Klickt man in einer Übersicht beispielsweise das Bild eines Autos an, sucht die Software nach anderen Autos im Bilderbestand. Bei dieser Ähnlichkeitssuche erkennt die Software das Motiv an seinen Kantenformen. Parameter wie die Farbe des Autos werden dabei ebenso ignoriert wie der Hintergrund, vor dem es aufgenommen ist. Die zweite Technik im PhotoFinder ist ein System zum Auffinden und Erkennen von Gesichtern in einem Bild. Die Software sucht automatisch in jedem Foto nach einem Gesicht und markiert es. Dabei sei die HHI-Software anderen Gesichtserkennungsystemen wie etwa in biometrischen Überwachungssystemen oder in manchen Digitalkameras überlegen, erklärt Meiers. Diese erkennen Gesichter meist nur, wenn diese der Kamera frontal zugewandt und gut ausgeleuchtet sind. PhotoFinder hingegen erkenne Gesichter auch noch, wenn sie verschwommen, bei schlechten Lichtverhältnissen oder von der Seite aufgenommen sind. Ist von einem Gesicht nur ein kleiner Ausschnitt zu sehen oder ist es zu klein abgebildet, kommt allerdings auch der PhotoFinder an seine Grenzen. Auch sei, erzählt Meiers, das Programm noch zu langsam. Derzeit dauere eine Suche etwa 1 bis 3 Sekunden. Für ein kommerzielles Programm ist das jedoch zu lange. Ziel der Entwickler ist es, die Dauer der Suche auf 50 bis 100 Millisekunden zu verkürzen. In etwa einem Jahr wollen sie so weit sein, sagt Meiers. Dann soll es auch möglich sein, Gesichter in Videos zu erkennen. (wp)
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