Sweeney und Carmack: Zukunft ohne oder mit Grafikkarten?

Sweeney: "Unreal-Engine 4 erscheint zuerst für die Über-Next-Gen-Konsolen."

Tim Sweeney von Epic Games ist das Mastermind hinter der Unreal-Engine, John Carmack der Boss von id Software und Vater der Quake-Engine. Beide sprechen in aktuellen Interviews über 3D-Grafik und über die kommende Spielegeneration - und beide haben ganz unterschiedliche Meinungen über die Zukunft von 3D-Grafikkarten.

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Im Gespräch mit TG Daily gab Tim Sweeney einen Einblick in den Stand der Entwicklung der nächsten Version der Unreal-Engine: "Mit Version 4 haben wir exklusiv die nächste Konsolengeneration im Visier, also den Nachfolger für die Xbox 360 und Sonys Nachfolger für die PlayStation 3 - und wenn Nintendo eine Maschine mit ähnlicher Leistungfähigkeit baut, dann auch dafür. PCs folgen erst danach". Bereits seit einigen Jahren beschäftigt sich Sweeney als Einzelkämpfer mit der kommenden Technik und deren Konzept, gegen Ende 2008 will er drei bis vier Programmierer dafür ansetzen. In der Zwischenzeit arbeitet sein Team bei Epic Games daran, die Unreal Engine 3 weiter zu optimieren und beispielsweise physikalisch korrekt deformierbare Körperformen und zerstörbare Umgebungen einzubauen.

Tim Sweeney äußert sich auch generell über Entwicklungen im Spielegrafikbereich. Er sieht die Zukunft darin, die insgesamt benötigte Rechenpower immer geschickter auf die - absehbar - steigende Zahl von Prozessorkernen auszulagern. Er sagt voraus, dass sich die Zeit der spezialisierten Grafikkarten, wie sie ATI und Nvidia anbieten, ihrem Ende zuneigt. "Es wird PCs geben, die über einen brauchbaren Level an Grafikfunktionalität verfügen, ohne dass Grafikhardware im System steckt. Die Grafikhardware wird ein VGA- und HDMI-Anschluss nach draußen sein, und das ist es dann". Sweeney glaubt, dass die Entwicklung im 3D-Bereich ähnlich verlaufen könnte wie bei den spezialisierten Soundkarten, deren Aufgaben inzwischen dank geschickter Ansteuerung durch die Software von der CPU übernommen werden. Diese Art von Ansatz hält Sweeney für flexibler.

Das sieht id Softwares John Carmack - der derzeit am Endzeit-Actionspiel Rage und dessen id Tech 5 getaufter Engine arbeitet - ganz anders. Im Interview bei PC Perspective ist er froh über GeForce und Konsorten. "Ob diese tausend Dollar teuren Grafikkarten sinnvoll sind fürs Spielen, darüber kann man streiten. Aber sie sind wirklich gut für Entwickler: So haben die ein High-End-Ziel vor Augen, das drei Jahre später erhältlich ist", sagt er. Generell hält Carmack viel von der aktuellen, auf spezialisierten Grafikkarten basierenden Systemarchitektur und glaubt an deren Zukunft: "Ich halte es absolut für möglich, dass die nächste Generation an Highend-Grafik auf der gleichen Methode des Rasterizings basiert, wie wir sie heute verwenden, mit etwas mehr Flexibilität und zehnmal mehr Geschwindigkeit". Allerdings hält es auch Carmack - der lange Jahre Fan der offenen PC-Architektur war - für eine unbequeme Wahrheit, dass die Entscheidungen bei der Entwicklung von Computerspielen heutzutage auf Basis der Fähigkeiten der Konsolen getroffen werden.


Toreon 07. Aug 2008

Wie viele Programme hat man denn so insgesamt offen und wie viele Prozesse... auch 32...

Nameless 30. Mär 2008

Wie nennt man die heutigen Next-Gen-Konsolen in 10 Jahren? * Old-Gen-Konsolen, * Old-Next...

mr. friday 17. Mär 2008

exakt! onboard grafik ist immer noch WELTEN hinter einer billigen nvidia graka. larrabee...

Pc-Spieler 14. Mär 2008

Jupp. Ich witzel immer wenn ich meine Kumpels auf Ihrer 360 COD 4 zocken seh das sie...

Yeeeeeeeeha 14. Mär 2008

Ja und ja. Interessanterweise war das Spiel mit der besten räumlichen Wirkung das ich je...

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