Die Zukunft der MMOGs - laut Blizzard, Bioware & Co.

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Zurück zu Rob Pardo: "Ich kann mir durchaus Hybrid-Modelle vorstellen. Bei WoW verlangen wir von den Leuten Transfergebühren, wenn sie den Server oder ihren Namen wechseln wollen. Das ist weniger als Einkommensquelle für uns gedacht als vielmehr als Abschreckung, damit die Communities möglichst stabil bleiben." Dieses System ließe sich theoretisch - Pardo sprach nicht von WoW - aber auch für Content-Add-ons verwenden, so dass Spieler zusätzlich zu den Abo-Gebühren für Extraleistungen auch noch mal extra bezahlen können. Auf jeden Fall sehe er überhaupt nicht, dass das Abo-Prinzip ein Auslaufmodell darstelle.

Nach Pardos Ausführungen fügte Jack Emmert an, dass er das Bezahlen von Zeiteinheiten nicht als Microtransaction ansehe. Dies scheint für ihn eher ein Schimpfwort zu sein, an dem sich "Businessleute", also Analysten, Publisher und Venture Capitalists gerne vergreifen: "Ich kann das nicht mehr hören, dass Leute angeblich Microtransactions lieber mögen. Das ist einfach nicht wahr! Vielleicht funktioniert das in Asien, aber bislang hat es in Nordamerika noch nicht funktioniert."

Davon fühlte sich nun Min Kim auf den Schlips getreten: "Viele Leute wissen anscheinend nicht, dass Maple Story eines der erfolgreichsten MMOs in Nordamerika ist." (Zwischenrufe der Sorte "Nach welcher Zählweise, bitte schön?" oder "Wie heißt dieses Spiel?" von Jack Emmert klammern wir aus). Min Kim weiter: "Das hat eine Menge mit unserer Zielgruppe zu tun. Unsere größte demografische Gruppe ist 17 Jahre und jünger". Er wisse nicht, wann Jack Emmert das letzte Mal mit einem 17-Jährigen geredet habe, doch eine Menge Jugendlicher sei von Maple Story begeistert. Außerdem, so Kim weiter, würden große Retail-Ketten Zusatz-Items für Maple Story verkaufen: "Target liebt uns, weil so viele Leute Micropayment-Items bei ihnen kaufen." Jack Emmert daraufhin: "Target liebt Blizzard, weil sie so viel mehr Stückzahlen mit World of Warcraft machen!"

Min Kim kam auf weitere Details des Free-Play-Prinzips zu sprechen: "Man kann nicht einfach irgendein Spiel in die Welt setzen und dann Gegenstände dafür verkaufen. Was wir bei Nexon wirklich verkaufen, sind soziale Erlebnisse!" Der durchschnittliche Maple-Story-Spieler sei pro Monat mehr als 40 Stunden in der bunten Cartoon-Welt unterwegs. "Wenn man das tut, dann ergibt es auch Sinn, etwas Geld zu investieren." Eine ältere Umfrage habe zudem ergeben, dass jeweils ein Drittel der Nexon-Kunden gleichzeitig ein "Core-MMOG" spielen, ein anderes MMOG gespielt haben oder erstmals bei einem solchen Spiel mitmachen. "Die letzte Gruppe dürfte mittlerweile die größte sein, diese Erstspieler tragen einen gewichtigen Teil zu unserem Geschäftsergebnis bei."

Der Rest der Diskussion drehte sich um die Frage, ob MMOGs nach Meinung der Experten auch weiterhin immer teurer in der Produktion werden. Hier einigte man sich weitgehend darauf, dass Casual MMOGs deutlich billiger sind und dass nicht jedes Core-MMOG mit World of Warcraft konkurrieren müsse. "Auch mit weniger Abonnenten kann man gutes Geld verdienen", sagte Matt Miller, "doch die Produktions- und laufenden Kosten müssen sich natürlich daran anpassen. Wenn das gegeben ist, dann können auch 50.000 oder 100.000 Abonnenten zu Dauerferien auf den Bahamas führen." Ray Muzyka steckte das andere Ende der Ambitionen ab: "Es ist heute absolut keine Unmöglichkeit mehr, 100 Millionen Dollar in eine Spieleproduktion zu stecken. Das ist nichts, was viele Publisher machen können, aber es ist definitiv möglich, wenn das Business-Modell steht." Muzyka erinnerte daran, dass niemand vor einigen Jahren gedacht hätte, dass das von einem kleinen Team designte Portal zum Spiel des Jahres 2007 der Games Developers Choice Awards werden würde. Seine Botschaft: Auch im MMOG-Bereich werde es immer wieder Überraschungen geben, könne sich die bessere Idee gegen das größere Budget durchsetzen.

Eine Frage blieb bis zum Schluss offen: wie Biowares MMOG denn nun aussehen und wann genau es kommen wird. Ungerührt, aber nett schmetterte Ray Muzyka die neugierigen Fragen seiner Diskussionspartner ab: "Es tut gut zu wissen, dass euch unser Projekt so am Herzen liegt." [von Jörg Langer]

 Die Zukunft der MMOGs - laut Blizzard, Bioware & Co.

rappelz.de 21. Sep 2008

sehe ich genauso, jeder hat seinen Favorit, deshalb muss man aber andere nicht schlecht...

Entglitten 19. Mär 2008

Entgleist mal bitte nicht immer so mental.

Sharra 18. Mär 2008

Es geht nicht um die Möglichkeit des anschließens. Selbst die PS2 hatte soweit ich mich...

blablabla 18. Mär 2008

WoW kam fast zeitgleich mit Everquest 2....also vergleich WoW nicht mit Everquest 1...

Ph43n0m 18. Mär 2008

Ich versteh es einfach nicht, das in den Köpfen der Leute bei Konsole immer ein Gamepad...

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First Bug - die QA Seite / 17. Mär 2008

Diskussion zur Zukunft von MMORPG



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