"Wie kann ein 2D-Spiel drei Milliarden US-Dollar wert sein?"

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Golem.de: Was wäre mit einem Abo für mehrere Spiele, oder gleich einem Abo für mehrere MMOG-Publisher?

Perry: Das würde funktionieren, das wäre schlau. Das Problem ist, dass die Publisher zusammenarbeiten müssten, und sich schnell über die Details streiten würden, wer wie viel vom Kuchen abbekommt. Ich denke, "kostenlos" ist der richtige Weg. Denn wenn mein Spiel nichts kostet und, sagen wir, 95 Prozent der Qualität von deinem Abo-Spiel hat - dann wird es mein Spiel sein, das die Leute spielen wollen. Vorgestern habe ich einen Kerl in einer Bar getroffen, dessen Firma an der New Yorker Börse drei Milliarden Dollar wert ist. Sie macht nur ein einziges Spiel, ein seitwärts scrollendes 2D-MMO. Dieser Typ könnte jederzeit Epic kaufen, die Firma hinter der Unreal-3-Engine und Gears of War! Unsere Branche ist nicht stabil: Havoc wurde eben erst gekauft, Renderware wurde eben erst gekauft, und morgen mag irgendwer Epic kaufen. Ich glaube nicht mehr daran, dass es die richtige Strategie ist, 30 oder 40 Millionen Dollar in die Entwicklung eines MMOGs zu stecken. Schau dir MySpace an, sie waren hip, sie waren extrem erfolgreich. Und dann kommt Facebook, und plötzlich sind sie in der Rolle des Verfolgers. Ich weiß nicht, ob meine beiden neuen MMOGs erfolgreich sein werden, aber ich muss es versuchen! Ich will wissen, wie ein 2D-Spiel drei Milliarden Dollar wert sein kann! Das ist keine triviale Frage, denn offensichtlich geht diese Firma die Sache äußerst intelligent an.

Golem.de: Denkst du, die "westliche" Art, Spiele zu entwickeln, ist der "östlichen" unterlegen?

Perry: Es gibt einen großen Unterschied. Hier im Westen versuchen wir immer, die ganz große Sache zu entwickeln. In Asien überlegen sie eher, wie sie ein spaßiges Spiel machen. Die Grafik ist ihnen nicht so wichtig. Ich war immer jemand, der nach einer tollen Präsentation in seinen Spielen gestrebt hat. Als ich unlängst in China in einem Büro saß und die Entwickler mir von ihren Ideen erzählten, war ich geschockt. Weil ich plötzlich kapiert habe, dass es ungeheuer viel mehr Menschen auf der Welt gibt, die in 2D spielen können, aber nicht in 3D. Weil ihnen einfach die 3D-Hardware fehlt. Disney hat letzten Sommer eine Flash-Website für 350 Millionen Dollar gekauft, bei der es sich um Cartoon-Pinguine dreht. Du musst dich um die Pinguine kümmern, sonst sterben sie. Ich könnte diese Website im Schlaf programmieren! Was wir alle miteinander übersehen, ist, dass viele Leute da draußen gar kein Bioshock brauchen. Sie suchen nach einem viel einfacheren Spielerlebnis. Diese Pinguine sind 350 Millionen Dollar wert! Das ist der Grund, wieso ich darüber nachdenke, mit meinen bisherigen Spielen aufzuhören und in Zukunft etwas in dieser Richtung zu machen.

Golem.de: Dann verrate mir doch zum Schluss ein paar Details zu deinen beiden kommenden Casual-MMOGs.

Perry: Ich schätze, dass wir das erste bereits in etwa neun Monaten starten werden. Das ist ja das Verrückte bei dieser Art von Spielen: Sie sind viel einfacher herzustellen als konventionelle! Ich möchte noch nicht zu viel darüber verraten, aber das Konzept wird jedem sofort einleuchten, wenn es dann veröffentlicht ist. Du kannst mir glauben, dieses MMO wird prinzipiell nicht sonderlich in die Richtung eines Bioshock gehen, und es wird sehr stark in die Richtung eines 350-Millionen-Dollar-Pinguinspiels gehen... [von Jörg Langer]

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MarekP. 10. Mär 2008

Test (Bild ist nicht persönlich gemeint ;-) ) http://www.latecladeescape.com/w0/images...

Go`lemo 07. Mär 2008

Oida ! RunningTux makes my day ! Das freitägliche Kommentarmonster ;)

igigi 07. Mär 2008

test http://girtby.net/images/homer-car.gif cool geht doch

ooooooooooop 07. Mär 2008

rofl, mathe 1. klasse. k.w.t.

Jokkel 06. Mär 2008

Joa. Purer Kapitalismus halt.

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