Wie grün ist Microsoft?

Steve Ballmer präsentiert Studie über Energieeffizienz von Windows XP und Vista

Ballmer präsentierte auf der CeBIT 2008 in Hannover zusammen mit Yello Strom ein grünes Produkt sowie die Ergebnisse einer Studie aus Großbritannien. Danach ist Windows Vista energieeffizienter als der Vorgänger: Es schläft besser.

Anzeige

In seiner Ansprache auf der CeBIT unterstrich Microsoft-Chef Steve Ballmer die Bedeutung von Green-IT auch für Microsoft. "Das Senken des Energieverbrauchs ist für uns genauso wichtig wie neue Einsatzmöglichkeiten von Software und IT für den Umweltschutz. So ermöglichen wir es den Menschen, Energie überall effizienter zu nutzen", verkündete Ballmer und präsentierte neben einem grünen Produkt auch eine Studie, die zeigen soll, wie grün Microsoft-Produkte sind.

Zusammen mit Yello-Strom-Geschäftsführer Martin Vesper zeigte Ballmer den Yello-Sparzähler, der es den Nutzern erlaubt, den Überblick über den Stromverbrauch der Haushaltsgeräte zu bewahren. Er kann sich die Verbrauchsdaten sowie die Kosten in einem Windows Vista Gadget anzeigen lassen. Über eine eigene Software kann der Nutzer weitere Auswertungen vornehmen.

Anschließend stellte Ballmer eine Studie der englischen PC Pro Labs vor. Diese soll Microsofts Green-IT-Bemühungen zeigen. Die Studie beweist nach Microsoft-Lesart, dass "Windows Vista das bislang effizienteste Betriebssystem von Microsoft" sei. Ein Unternehmen mit 200 Computern könne deshalb mit einem Umstieg von Windows XP auf Windows Vista 45 Tonnen Kohlendioxid im Jahr einsparen.

Für die Studie hatten die Tester fünf Computer - drei Desktops und zwei Notebooks - des Herstellers Hewlett-Packard (HP) mit Windows XP und mit Windows Vista ausgestattet. Anschließend testeten sie die Rechner in sieben verschiedenen Ruhe- und Arbeitsmodi. Dabei berücksichtigten sie nicht den Stromverbrauch des Bildschirms.

"Während unserer Tests zeigte sich, dass Vista mit Windows XP bezüglich des Energieverbrauchs gleichauf ist", schreiben die Tester. Das habe auch ihren Erwartungen entsprochen. Signifikante Unterschiede stellten sie lediglich beim Abspielen von MP3-Musikstücken fest: Hier verbrauchte der Vista-Rechner zwischen 3 und 12 Prozent mehr Strom als der XP-Rechner.

Jedoch verfügt Windows Vista über ein besseres Energiemamangement: Wenn an einem XP-System nichts anderes eingestellt wird, läuft ein Rechner weiter, auch wenn er nicht genutzt wird. Ein Vista-Rechner hingegen verfällt standardmäßig nach einer Stunde in den Ruhezustand, nach weiteren 18 Stunden in den Tiefschlaf (Hibernation).

Dieser standardmäßige Ruhezustand mache, "was den Energieverbrauch eines Desktop-PCs angeht, über das Jahr gesehen den Hauptunterschied aus", heißt es in der Studie. Ausgangsszenario des Tests war, dass ein Computer etwa 40 Prozent eines achtstündigen Arbeitstages nicht genutzt werde. Außerdem stellten die Tester in Nutzerbefragungen fest, dass etwa jeder dritte Nutzer seinen Computer zum Feierabend und jeder vierte vor dem Wochenende nicht ausschaltet. Hier versetzen sich die Vista-Rechner dann selbst in einen Energiesparzustand.

Die Kollegen der c't kommen indes, was den Stromverbrauch im Betrieb angeht, zu komplett anderen Ergebnissen als die britischen Tester: Sie haben kürzlich (c't 5/2008, Seite 131) Tablet-PCs getestet. Einen der Rechner, das Fujitsu Siemens Lifebook P1610, ließen sie ebenfalls unter den beiden genannten Windows-Versionen laufen. Dabei lief der Tablet-PC mit Windows Vista nur 4,5 Stunden, mit Windows XP hingegen 5,5 Stunden mit einer Akkuladung.


Win2k-Nutzer 21. Mai 2008

Dann soll der Administrator halt die XP-Rechner so einstellen, dass sie schneller in den...

Nameless 05. Mär 2008

Yello-Strom-Geschenk für Ballmer: http://www.total-sinnlos.de/cms/uploads/galerie...

MS Gruen SP1... 05. Mär 2008

Mit SP 1 erweist Microsoft heute der Gruenen Partei Haifa_Deuschlands den bislang...

PC+Umwelt VS... 05. Mär 2008

Aus Stromspargrund befindet sich mein PC auch im Sommer permanent sleepy im Winterschlaf...

Yogi 04. Mär 2008

Aero ist bei mir auf allen Rechnern aus, darüber hinaus schalte ich alle Effekte ab und...

Kommentieren



Anzeige

  1. Inbetriebnehmer / Programmierer (m/w)
    Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach
  2. Projekt Manager (IT Projekte) (m/w)
    redcoon GmbH, München
  3. Leiter (m/w) IT-Ressort Benutzerservice
    IG Metall Vorstand, Frankfurt am Main
  4. Softwareentwickler C# / .Net (m/w)
    Müller-BBM AST GmbH, Planegg/München

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. Little Big Planet 3 - Extras Edition (PS4)
    49,97€
  2. Batman: Arkham Knight Collector's Edition
    109,00€
  3. Watch Dogs - Deluxe Digital Edition [PC Download]
    22,97€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Verzögerte Android-Entwicklung

    X-Plane 10 Mobile vorerst nur für iPhone und iPad

  2. International Space Station

    Nasa schickt 3D-Druckauftrag ins All

  3. Malware in Staples-Kette

    Über 100 Filialen für Kreditkartenbetrug manipuliert

  4. Day of the Tentacle (1993)

    Zurück in die Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart

  5. ODST

    Gratis-Kampagne für Halo Collection wegen Bugs

  6. Medienbericht

    Axel Springer will T-Online.de übernehmen

  7. Directory Authorities

    Tor-Projekt befürchtet baldigen Angriff auf seine Systeme

  8. Zeitserver

    Sicherheitslücken in NTP

  9. Core M-5Y10 im Test

    Kleiner Core M fast wie ein Großer

  10. Guardians of Peace

    Sony-Hack wird zum Politikum



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Grafiktreiber im Test: AMD wagt mit Catalyst Omega Neuanfang samt Downsampling
Grafiktreiber im Test
AMD wagt mit Catalyst Omega Neuanfang samt Downsampling
  1. Partikelsimulation Nvidias Flex rührt das Müsli an
  2. Geforce GTX 980 Matrix Asus' Overclocker-Grafikkarte schmilzt Eis
  3. Dual-GPU-Grafikkarte AMDs Radeon R9 295 X2 nur kurzfristig billiger

Zbox Pico im Test: Der Taschenrechner, der fast alles kann
Zbox Pico im Test
Der Taschenrechner, der fast alles kann

E-Mail-Ausfall in München: Und wieder wars nicht Limux
E-Mail-Ausfall in München
Und wieder wars nicht Limux
  1. Öffentliche Verwaltung Massiver E-Mail-Ausfall bei der Stadt München
  2. Limux Kopf einziehen und über Verschwörung tuscheln
  3. Limux Windows-Rückkehr würde München Millionen kosten

    •  / 
    Zum Artikel