Chemnitzer Linuxtage: Linux-Fans trotzen Emma

Großes Interesse am Open-Hardware-Workshop

Trotz ungemütlichen Wetters mit Windgeschwindigkeiten von teilweise über 150 km/h kamen am 1. und 2. März rund 2.400 Besucher zu den 10. Chemnitzer Linuxtagen. Ein ausgewogenes Vortragsprogramm lockte sowohl Linux-Einsteiger als auch fachkundiges Publikum an. Erstmalig in Deutschland gab es einen praktischen Open-Hardware-Workshop.

Anzeige

Die Besucheranzahl der Chemnitzer-Linuxtage fiel zwar geringer aus als 2007, das wirkte sich aber weder auf die Stimmung aus noch auf den Andrang auf die Vorträge und Workshops. Annette Priemel, Sprecherin der Veranstaltung, freute sich insbesondere über das stark gesteigerte Interesse an fachspezifischeren Vorträgen zum Beispiel zu komplexen Backup-Lösungen. Trotz des vermehrten Anteils an fachkundigem Publikum bleibt auch in Zukunft die Hilfe für Linux-Einsteiger ein wichtiges Standbein des Linuxtages.

Begeistert aufgenommen wurde der Open-Hardware-Workshop. Nach vorheriger Anmeldung konnten die Teilnehmer nach einer Einführung zum Lötkolben greifen und offene Entwürfe zur Ansteuerung eines Infrarot-Empfängers oder eines LCD-Displays bauen. Trotz einer Workshopgebühr von 20,- Euro für die Materialien und der geforderten C-Kenntnisse zur Programmierung waren die verfügbaren Plätze in kürzester Zeit ausgebucht.

Für den Organisator des Workshops, Andreas Heik, ist "Open Hardware" aber mehr als nur ein Platinenentwurf unter einer freien Lizenz, für ihn gehören freie Entwicklerwerkzeuge und -dokumentation für die Hardware dazu.

Andreas Heik gab auch einige Tipps für diejenigen, die ggf. einen eigenen Workshop planen: Unbedingt sollte genügend Zeit eingeplant werden, um freie Entwürfe zu testen und eventuell auch Änderungen am Platinenlayout und den eingesetzten Bauteilen vornehmen und sie einsteigerfreundlicher gestalten zu können. Eine individuelle Teilnehmerbetreuung durch geschulte Helfer und Schritt-für-Schritt-Anleitungen ist ebenfalls nötig. Genauso wichtig ist eine Testausrüstung, um die fertige Schaltung zu testen, bevor sie am eigenen Rechner angeschlossen wird. Gerade Letzteres senkt die Hemmschwelle enorm, wenn eigene Hardware gebaut wird.

Den Hardware-Workshop soll es 2009 wieder geben. Selbst Entwürfe während eines Workshops mit den entsprechend fähigen Teilnehmern zu entwickeln, hält Andreas Heik derzeit aber für zu aufwendig: "Eine Schaltung zu entwickeln und zu testen, ist erheblich zeit-und arbeitsintensiver, als nur Quelltext zu compilieren und auszuführen".

Die Folien und Mitschnitte der Vorträge zu den Chemnitzer Linuxtagen werden in den nächsten Wochen auf der zugehörigen Webseite chemnitzer.linux-tage.de zum Download bereitgestellt.


bo 04. Mär 2008

Fand es auch sehr spannend. Am besten fand ich den OLPC sowie der Vortrag zu Thema SPAM...

duschendestroyer 03. Mär 2008

Full ACK

nebensache 03. Mär 2008

Für mich war es eine tolle Veranstaltung. Wer hier nicht auf seine Kosten gekommen ist...

Kommentieren



Anzeige

  1. (Senior) Consultant SAP BI IP (m/w)
    Media-Saturn-Holding GmbH, Ingolstadt
  2. IT-Service Mitarbeiter (m/w) für den Anwender-Support
    DATAGROUP Köln GmbH, München
  3. IT-Mitarbeiter / innen Technische Servicestationen
    Landeshauptstadt München, München
  4. Mitarbeiter IT Support (m/w)
    Geberit Verwaltungs GmbH, Pfullendorf

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. VORBESTELLBAR: Risen 3 Enhanced Edition (PS4)
    39,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie) - Release 21.08.
  2. VORBESTELLBAR: Guild Wars 2 Heart of Thorns Vorverkaufsbox
    44,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. VORBESTELLAKTION: Call of Duty - Black Ops III
    vorbestellen und Beta-Zugangscode erhalten

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. One Earth Message

    Bilder und Töne für Außerirdische

  2. Tropico 5

    Espionage mit El Presidente

  3. Tessel

    Offenes Entwicklerboard soll wie Io.js verwaltet werden

  4. Hack auf Datingplattform

    Sexuelle Vorlieben von Millionen Menschen veröffentlicht

  5. Angriff auf kritische Infrastrukturen

    Bundestag, bitte melden!

  6. Mark Shuttleworth

    Canonical erwägt offenbar Börsengang

  7. Amazon

    Fire TV Stick für 29 Euro

  8. Umfrage

    US-Bürger misstrauen Regierung beim Umgang mit Daten

  9. Mozilla

    Firefox personalisiert Werbung mit Browserverlauf

  10. Tracking auf Unternehmensseiten

    Verbraucherschützern gefällt der Gefällt-mir-Knopf nicht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Apps für Googles Cardboard: Her mit der Pappe!
Apps für Googles Cardboard
Her mit der Pappe!
  1. Game of Thrones Auf der Mauer weht ein eisiger Wind
  2. VR im Journalismus So nah, dass es fast wehtut
  3. Deep angespielt "Atme tief ein und tauche durch die virtuelle Welt"

BND-Selektorenaffäre: Die stille Löschaktion des W. O.
BND-Selektorenaffäre
Die stille Löschaktion des W. O.
  1. BND-Chef Schindler "Wir sind abhängig von der NSA"
  2. BND-Metadatensuche "Die Nadel im Heuhaufen ist zerbrochen"
  3. NSA Streit um Selektoren-Liste zwischen Gabriel und Steinmeier

SSD HyperX Predator im Test: Kingstons Mischung ist gelungen
SSD HyperX Predator im Test
Kingstons Mischung ist gelungen
  1. Z-Drive 6300 Neue SSD bietet bis zu 6,4 TByte Speicherplatz
  2. Crucial BX100 und MX200 im Test Mehr SSD pro Euro gibt's derzeit nicht
  3. Plextor M6e Black Edition im Kurztest Auch eine günstige SSD kann teuer erkauft sein

  1. Re: Bevor der Shitstorm losgeht ...

    plutoniumsulfat | 01:35

  2. Verhältnis Männer / Frauen

    Forkbombe | 01:23

  3. Re: Spy durch Like vs. Spy durch Werbung

    Nibbels | 01:14

  4. Re: UBER ist die Zukunft

    DrWatson | 01:09

  5. Re: Meine Erfahrung: Die Technik ist noch nicht...

    crazypsycho | 00:54


  1. 18:43

  2. 15:32

  3. 15:26

  4. 15:09

  5. 14:21

  6. 14:08

  7. 13:54

  8. 13:44


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel