Anzeige

Interview: Design-Thinking wird sich einschleichen

Golem.de im Gespräch mit dem Informatiker Terry Winograd

Am Anfang seiner wissenschaftlichen Laufbahn hat sich der Informatiker Terry Winograd mit künstlicher Intelligenz beschäftigt. Auf Umwegen kam er zur Mensch-Maschinen-Schnittstelle, einem Gebiet, auf dem er heute weltweit als einer der Spezialisten gilt. Sein bekanntester Student ist der Google-Mitgründer Larry Page. Er lehrt zudem an der "d.school", einem Institut der Eliteuniversität Stanford, Erfindergeist und Innovation. Nach seinem Vortrag am Potsdamer Schwesterinstitut der d.school hatte Golem.de die Möglichkeit, kurz mit Terry Winograd über Design-Thinking und interessante Entwicklungen in der IT zu sprechen.

Anzeige

Golem.de: Herr Winograd, Sie haben vorhin erklärt, wie Sie Design Thinking in Stanford lehren. Worin liegt denn der Unterschied in Ihrer Methode und der in Potsdam?

Winograd: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die Unterschiede noch nicht so groß. Das liegt daran, dass Potsdam gerade erst angefangen hat. Das ist ja gerade ihr erstes Jahr. Sie haben deshalb viel von dem, was wir in Stanford machen, übernommen. Das wird sich aber in den nächsten ein, zwei Jahren ändern. Der Unterschied wird dann in der Herkunft der Studenten liegen. Wir haben zum Beispiel keine Film- oder Architekturstudenten. Die Potsdamer hingegen schon. Daraus werden sich Unterschiede ergeben.

Terry Winograd (Quelle: HPI)
Terry Winograd (Quelle: HPI)

Golem.de: Sie kommen aus dem Software-Design. Was sind Ihrer Meinung nach die größten Fehler auf diesem Gebiet?

Winograd: Es gibt unterschiedliche Wege, Software-Design zu betreiben. Der größte Fehler der großen Unternehmen ist, dass sie immer noch ihre eigenen Ideen von der Software-Seite her entwickeln und nicht an die Nutzer denken. Hasso Plattner beklagt das zu Recht.

Golem.de: Wird sich denn Design Thinking beim Software-Design oder auch auf anderen Gebieten durchsetzen?

Winograd: Es wird sich einschleichen. Die Leute werden nicht sagen, es sei das, was sie hauptsächlich tun. Aber diese Art zu denken wird sich in ihr Denken einschleichen und ein Teil davon werden.

Golem.de: Ist Design Thinking ein Bottom-Up-Ansatz gegenüber einer der herkömmlichen Herangehensweise an Design, die oft eher als von oben herab erscheint?

Winograd: In dem Sinne, dass wir von unseren Beobachtungen, den gesammelten Daten und den Gesprächen mit den Menschen ausgehen und dann erst die Abstraktionen treffen, ist unsere Methode auf jeden Fall Bottom-up. Wir gehen sozusagen von außen nach innen vor und nicht umgekehrt. Wir fangen nicht mit den Technik an und fragen uns, wie wir daran anknüpfen. Wir gehen von den Bedürfnissen der Nutzer aus und fragen uns, wie wir dafür eine Anwendung oder ein Produkt schaffen.

Interview: Design-Thinking wird sich einschleichen 

Karl-Heinz 03. Mär 2008

Sehr kurz und sehr frei übersetzt: Man überlegt erst, was der Nutzer braucht/möchte, und...

der_da_vorne 03. Mär 2008

Der Gedankenansatz bei Design-Thinking ist natürlich zu begrüßen. Jedoch verstehe ich...

frageer 03. Mär 2008

Ok, ich hatte in der dt. geschaut, hätte lieber eine kurze Erklärung gehabt, die ich...

Karl-Heinz 03. Mär 2008

Wieso? Steht doch drin: http://en.wikipedia.org/wiki/Design_thinking

frageer 03. Mär 2008

Hätte man das nicht mal bitte kurz erklären können? Auch Wikipedia kennt das nicht...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Projektmanager (m/w)
    apt Hiller GmbH, Monheim
  2. IT Business Consultant (m/w) Digital and Mobile Solutions
    Daimler AG, Stuttgart
  3. Softwareentwickler (m/w)
    Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen
  4. IT - Consultant Continuous Delivery (m/w)
    Media-Saturn IT-Services GmbH, Ingolstadt

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. NEU: VTX3D Radeon R9 390, 8GB GDDR5
    279,99€
  2. Google Nexus 6P
    549,00€ statt 649,00€
  3. NEU: Nvidia Shield Android TV kaufen und Shield-Remote gratis dazu
    55€ sparen!

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. IMHO

    Bleib bescheiden, Twitter

  2. Android-Smartphone

    Gigasets Me Pro kommt mit Verspätung

  3. Vision Summit 2016

    Unity3D Pro für Rift-Besitzer und neues Plugin für Steam VR

  4. Elektronische Bildverarbeitung

    Algorithmus erkennt unsichtbare Strukturen

  5. Honor 5X im Test

    Mehr neues Smartphone gibt es für 230 Euro nicht

  6. Energy Harvesting

    Künstlicher Baum erzeugt Strom aus Schwingungen

  7. Studentenwettbewerb

    Carolinchen ist das beste autonome Modellauto

  8. Social Media

    Twitter verliert aktive Nutzer

  9. LG G5

    Semitransparente Klapphülle mit Touch-Funktion

  10. Geforce GTX 980 Ti

    EVGAs neue Karte wird mit VR-Zubehör ausgeliefert



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Astronomie: Die lange Suche nach Planet X
Astronomie
Die lange Suche nach Planet X
  1. Astronomie Schwarzes Loch stößt riesigen Energiestrahl aus
  2. Planet X Es könnte den neunten Planeten geben
  3. Weltall Woher stammt das Wow-Signal?

Asus Strix Soar im Test: Wenn die Soundkarte vom Pixelbeschleuniger bespielt wird
Asus Strix Soar im Test
Wenn die Soundkarte vom Pixelbeschleuniger bespielt wird
  1. Geforce GT 710 Nvidias Einsteigerkarte soll APUs überflüssig machen
  2. Theremin Geistermusik mit dem Arduino
  3. Musikdienst Sonos soll ab Mitte Dezember Apple Music streamen können

Eizo Foris FS 2735 im Test: Beinahe der Wunschlos-glücklich-Monitor
Eizo Foris FS 2735 im Test
Beinahe der Wunschlos-glücklich-Monitor

  1. Korrektur Geekbench

    zettifour | 14:06

  2. Re: Spannungsangaben ohne Stromstärke ist...

    Pansen | 14:06

  3. Re: Mal was Grundsätzliches

    n0x30n | 14:05

  4. Re: Hassposts

    Niaxa | 14:04

  5. Re: Günstigere Alternative :)

    SeppKrautinger | 14:02


  1. 13:59

  2. 12:57

  3. 12:48

  4. 12:40

  5. 12:03

  6. 12:00

  7. 11:49

  8. 11:42


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel