Für den Futurologen Ray Kurzweil sind virtuelle Welten real

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Ray Kurzweil über Mustererkennung (Pattern Matching)
Ray Kurzweil über Mustererkennung (Pattern Matching)
Ein praktisches Beispiel für Miniaturisierung hatte Kurzweil auch mitgebracht: Zunächst zeigte er eine fotokopierergroße "Lesemaschine", die er Ende der 70er-Jahre entwickelt hatte und die stationär und von begrenzter Leistungsfähigkeit war. Danach führte er mit Hilfe eines Nokia Handys eine von ihm mitentwickelte Software vor, die es Blinden erlauben soll, Fotos von Büchern, Schildern oder Restaurantmenüs zu machen und sich diese vorlesen zu lassen. Dazu richtet die Software das aufgenommene Bild zunächst korrekt aus, kompensiert Verzerrungen, Spiegelungen und Schatten. Dann springt eine Texterkennung an, die den Text laut wiedergibt. Zumindest in der Live-Präsentation klappte das sehr gut.

Über Energieprobleme, so Kurzweil weiter, brauche man sich bald keine Sorgen mehr zu machen: Nanotechnologie-Solar-Panels seien schon in fünf Jahren günstiger in der Herstellung als dann die Förderung fossiler Brennstoffe koste. In 20 Jahren könne man mit nur 1 Promille des auf die Erde treffenden Sonnenlichts jeglichen Energiebedarf der Erdbevölkerung decken. Kurzweil ging bei dieser Prognose allerdings nicht darauf ein, ob auch der Energiebedarf der Erdbevölkerung in 20 Jahren sowie die Verteilung der Energie bedacht wurde. Die Lebenserwartung steige zudem immer weiter an, es sei absehbar, wann pro Jahr ein weiteres Jahr statistischer Lebenserwartung dazukomme - sowohl für Neugeborene als auch für Erwachsene.

Den wichtigsten Platz in Kurzweils Vortrag nahm die Bewusstwerdung der Computer ein. Der Großteil der menschlichen Intelligenz beruhe auf Mustererkennung. Damit würde alles Erlebte und Gelernte kategorisiert, so dass daraus fast alles Handeln abgeleitet wird. Maschinen aber würden ständig besser in genau dieser Mustererkennung. Während jedoch die menschliche Mustererkennung auf bestimmte Kategorien wie Gesichter, Geräusche und Sprache festgelegt sei, gebe es diese Einschränkung für Computer nicht, die zudem Tausende von Variablen gleichzeitig verwalten könnten statt nur einiger Dutzend.

Bereits 2010 können laut Kurzweil Bilder direkt auf die Retina projiziert werden, gleichzeitig gäbe es dann eine ständige, räumlich unbegrenzte Breitbandanbindung ans Internet. Elektronik werde ab 2010 so klein werden, dass sie in unserer Kleidung, in Brillen etc. untergebracht werden kann. Damit begännen die Computer unsichtbar zu werden bzw. zu "verschwinden" und damit könne das vollständige Eintauchen in audio-visuelle virtuelle Welten Realität werden. Damit werde auch die Kommunikation über virtuelle Avatare wie bei Massively Multiplayer Online Games oder Second Life ab 2010 zu einer der Hauptformen menschlicher Kommunikation.

2029, so führte Kurzweil seine Vision weiter aus, werde man für 1.000 US-Dollar die tausendfache Rechenleistung des menschlichen Gehirns kaufen können. Das Reverse Engineering des Gehirns sei zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen und Computer würden den (auf natürliche Sprache basierenden) Turing-Test bestehen, der bislang erkennt, ob ein Proband menschlich ist oder ob es sich um eine Maschine handelt. Schöne neue Welt: Während die biologische Intelligenz weitgehend fixiert sei, würde ab 2029 die nichtbiologische Intelligenz weiterhin exponentiell wachsen. [von Jörg Langer]

 Für den Futurologen Ray Kurzweil sind virtuelle Welten real

14234247 17. Mär 2008

Ich finde man sollte den Menschen mehr als Teil der Natur begreifen anstatt als etwas...

Klötzchen 07. Mär 2008

Erst mal Danke für das Verstehen! die Kernfrage ist doch, denke ich, ob die...

14234247 04. Mär 2008

Also auf auf, raus ins All! Und wenn wir in absehbarer Zeit keine bewohnbaren Planeten...

14234247 04. Mär 2008

Zurück Kamp jeder gegen jeden, laut Hobbes (siehe Zeitalter der Aufklärung) der...

14234247 04. Mär 2008

Ich stör mich doch nur an dem Satz "auch nur von Menschen geschaffen". Was heißt denn...

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