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Offiziell: Games Convention zieht als GAMESCom nach KölnSpielehersteller wollen die Messe modernisieren
Vom 20. bis 24. August 2008 wird die Games Convention noch wie geplant in Leipzig stattfinden. Ab 2009 findet die Veranstaltung dann erstmals unter dem neuen Namen "GAMESCom" in Köln statt - nicht mehr im August, sondern im September. Die Verschiebung der Messe in den September sei eine Konzession an den südeuropäischen Raum, soll doch die GAMESCom als europäische Leitmesse etabliert werden. Erstmals findet die GAMESCom vom 9. bis 13. September 2009 und danach im
Jahres-Rhythmus auf dem Gelände der Koelnmesse statt.
Die Games Convention in Leipzig war nach Ansicht des BIU und seiner Mitglieder bereits 2007 an ihre Wachstumsgrenze gestoßen. Die Besucherzahl blieb mit einem Zuwachs von 1 Prozent auf 185.000 Besucher unter der angepeilten Marke von 200.000. Die Hotelkapazitäten in Leipzig und Umgebung seien dabei bereits ausgebucht gewesen, so der BIU. Zudem sei Leipzigs Fluganbindung unterdurchschnittlich schlecht. Im Bereich Fachbesucher soll die GAMESCom deutlich wachsen, so BIU-Chef Olaf Wolters. Im Zug der Internationalisierung will man mehr Fachbesucher anziehen. Der Konsumentenbereich soll ebenfalls weiter wachsen. Da die Messe mit der Verschiebung jedoch nicht mehr in der Ferienzeit liegt, soll das mit dem größeren Einzugsbereich ausgeglichen werden. Da die Rechte am Namen "Games Convention" der Leipziger Messe gehören und es zwischen dem BIU und der Leipziger Messe keine Einigung gab, entschied sich der BIU für eine Umbenennung der Veranstaltung. Die Marke GAMESCom hat die Koelnmesse bereits vor einigen Jahren eintragen lassen, so dass ein reibungsloser Übergang möglich werde. Die gleiche Abkürzung "GC" sei nicht erstrebtes Ziel gewesen, so BIU-Chef Wolters. Bei der Entscheidung für Köln haben auch die GAMESCom-Markenrechte eine Rolle gespielt, wie seitens BIU und Koelnmesse bestätigt wurde. Zur Vertragslaufzeit wollten die Partner keine Angaben machen. Die BIU-Mitglieder haben sich einstimmig für eine Europäisierung der Messe ausgesprochen, die Entscheidung für den Standortwechsel sei mehrheitlich gewesen, so Wolters. Gerüchten Zufolge soll sich vor allem die in Köln sitzende deutsche Niederlassung von Electronic Arts für den Wechsel stark gemacht haben. Der BIU-Chef erwartet nicht, dass BIU-Mitglieder ausscheren und sich für eine Fortsetzung in Leipzig einsetzen werden. Im Falle eines Markenstreits sei die Marke GAMESCom seit vier Jahren eingetragen und damit recht stabil. Wo gestritten werde, würde aber auch immer wieder viel mit Säbeln gerasselt, so Wolters. In Leipzig will man die Entscheidung wohl nicht ohne weiteres hinnehmen. Ob die Games Convention auch ohne die Unterstützung des BIU in Leipzig weitergeführt wird, dürfte sich in den nächsten Stunden klären. Die Leipziger Messe hat bereits für den heutigen Nachmittag eine gemeinsame Erklärung mit Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung angekündigt. Der BIU spricht sich klar gegen die Weiterführung der Games Convention in Leipzig aus und räumt einem solchen Vorhaben keine Erfolgschancen ein. Die Branchenmesse sei dort, wo die Branche ist. Auch die Entwicklerkonferenz GCDC, die bisher im Vorfeld der Games Convention stattfand, soll von Leipzig nach Köln umziehen. Dazu bedarf es laut BIU aber noch weiterer Gespräche. (ck)
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